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    Weinkellereien in Südtirol

    Verkosten, kaufen und erlebe alles rund um den Wein in Südtirols über 200 Kellereien. Ob im kleinen Betrieb, der ausschließlich eigene Trauben verarbeitet oder in der genossenschaftlich geführten großen Kellerei: Südtirols Weine zeichnen sich durch Vielfalt und Charakter aus. Und immer mehr Weinkellereien setzen nicht nur auf Qualität im Glas, sondern auch auf architektonische Qualität. Hier findest du alle Weinkellereien Südtirols mit Infos zu Öffnungszeiten, Verkostungen und Ausschank.

    Ergebnisse
    Weinkellereien
    Spornberg Mountain Winery
    Karneid, Dolomitenregion Eggental

    An den sonnenexponierten Hängen, die sich vom Ritten bis nach Bozen herunterziehen, baut man schon seit Jahrhunderten Trauben an. Kein Wunder also, dass sich auch die Rittner Familie Messner in das Abenteuer Wein gestürzt hat. 2016 entstand so die Spornberg Mountain Winery in Oberbozen, ein junges Weingut in einem alten Weinbaugebiet.

    Was dabei auf den ersten Blick auffällt: Die Burgunderreben der Spornberg Mountain Winery stehen in exponierter, luftig Lage. Hier wachsen Blau- und Weißburgunder ebenso wie Pinot Grigio, wobei in Weinberg und Keller ein paar unumstößliche Leitlinien gelten. Gearbeitet wird schonend und sehr viel mit der Hand.

    Zudem haben Familie Messner und ihre Mitarbeiter stets die natürlichen Kreisläufe im Blick. Heißt im Klartext: Der Natur wird Zeit und Raum gelassen, Eingriffe sind nur dann vorgesehen, wenn es nicht anders geht.

    Ein solches umsichtiges Arbeiten ist auch der Lage zu verdanken. So liegen die Weinberge des Weinguts Spornberg auf 860 Metern Höhe an einem sonnigen Südhang, an dem sich die Luft und die sandigen Lehmböden schnell erwärmen und für beste Voraussetzungen für das Reben- und Traubenwachstum sorgen. Zugleich ist die Lage luftig, der Wind sorgt dafür, dass die Trauben nicht feucht bleiben und Pilze keine Chance haben.

    Die Natur beschenkt das junge Weingut Spornberg in Oberbozen also reich. Kein Wunder, also, dass man sie hier mit besonderem Respekt behandelt.

     
    Weinkellereien
    Nicolussi Leck - Kreithof
    Kaltern an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Der Kreithof unter der Ruine Leuchtenburg ist das Herzstück des Weinguts Nicolussi-Leck in Kaltern. Der Hof selbst stammt aus dem 13. Jahrhundert, der Weinkeller aber – mehrstöckig und perfekt in den Hang hineingebaut – ist hochmodern. Am Kreithof gelingt sie also, die Symbiose aus Altem und Neuem.
    Etwa 800 Jahre alt ist der Kreithof, seit etwas mehr als einem Jahrhundert ist er im Besitz von Familie Nicolussi-Leck, die ursprünglich aus Lusern im Trentino stammt. Sie zieht es während des Ersten Weltkrieges an den Kalterer See, wo sie die perfekten Bedingungen für den Weinbau nutzen, um das familieneigene Weingut aufzubauen. Heute bewirtschaften Jakob Nicolussi-Leck und seine Familie sechs Hektar Weinberge auf 350 Metern Höhe. „Unsere Lagen sind überaus vielfältig, wir können aus Ost-, Süd- und Westhängen die optimale Ausrichtung für jede Rebsorte wählen“, sagt Nicolussi-Leck.

    Zur optimalen Exposition kommen mildes Klima, eine konstante Südbrise, warme, lehmige Sandböden und nicht zuletzt das Know-how der Familie. Dieses mündet in den 2010er-Jahren in die Entscheidung, die hofeigenen Trauben selbst auszubauen. Dafür wird ein hochmoderner Weinkeller in den Hang integriert – mit allen Vorteilen, die Lage und Technik zu bieten haben.

    Der Jahrgang 2017 ist der erste, der am Kreithof eingekellert wird. „Die Verarbeitung der Trauben erfolgt allein mit Hilfe der Schwerkraft“, erklärt der Winzer am Weingut Nicolussi-Leck in Kaltern. Gelagert wird der Wein allerdings nicht im modernen, sondern im historischen Keller des Kreithofs. Tradition und Moderne: Am Weingut Nicolussi-Leck verschmelzen sie in Perfektion.

    Weinkellereien
    Nosio
    Salurn, Südtiroler Weinstraße
    Für die Vermarktung von fast 50 Millionen Flaschen Wein und Sekt zeichnet die Nosio S.p.a. in Mezzocorona verantwortlich. Dafür hat die Tochtergesellschaft der Mezzacorona-Gruppe ein dichtes Netzwerk geknüpft, das den ganzen Globus umfasst und dafür sorgt, dass Trentiner Weine in 60 Ländern der Erde über den Ladentisch gehen.

    Die Vermarktung der Weine der Mezzacorona-Gruppe ist nur eines der Standbeine der Nosio S.p.a., die sich auch um die Abfüllung und Vermarktung der Sekte von Rotari Trentodoc sowie um zwei Weingüter in Sizilien kümmert. Die Bandbreite der Aufgaben ist also eine breite, das Fundament, auf dem die Gesellschaft ruht, aber ein noch viel breiteres. Die Mezzacorona-Gruppe ist zwar Hauptaktionär, die verbleibenden Anteile verteilen sich aber auf fast 500 Kleinaktionäre.

    Insgesamt sind es 48 Millionen Flaschen Wein und Sekt, für die die Nosio S.p.a. Jahr für Jahr Abnehmer in aller Welt sucht. „Der Export ist für uns von grundlegender Bedeutung, rund 80 Prozent unseres Umsatzes erwirtschaften wir im Ausland“, unterstreicht Präsident Luca Rigotti, der nicht nur Wert auf ein wirtschaftliches, sondern auch ein nachhaltiges Arbeiten legt. So war die Muttergesellschaft der Nosio S.p.a., die Mezzacorona-Gruppe, die erste Kellerei Italiens, die 2016 nicht nur eine Wirtschafts-, sondern auch eine Sozial- und Umweltbilanz vorgelegt hat. „Diesen Weg gehen wir weiter“, sagt Rigotti, „wir werden auch künftig Rechenschaft darüber abgeben, was wir für unsere Region und die Menschen hier leisten“.
    Weinkellereien
    Noafer
    Jenesien, Bozen und Umgebung
    Als Gasthaus und Weingut ist der Noafer in Glaning (Jenesien) weitum bekannt. Er liegt am Südwesthang des Tschöggelberges auf einer sonnigen, ebenen Geländeterrasse 770 Meter über dem Meer und ist – auch wegen dieser einmaligen Lage – ein beliebtes Ausflugsziel. Dass zum Hof auch 2,7 Hektar Weinberge gehören, wissen nicht alle, die hier einkehren.

    Dabei reichen die Wurzeln des Bauernhofs weit zurück. Schon im Mittelalter ist der Noafer einer der Versorgungshöfe der nahe gelegenen Burg Greifenstein, musste damals also schon eine möglichst breite Palette an Produkten bereitstellen. Heute wird der Hof von Andreas Lamprecht geführt, und das gleichnamige Gasthaus von seiner Schwester Maria Lamprecht.

    Andreas Lamprecht zeichnet dabei für den Bauernhof und den Weinbau verantwortlich. Er nutzt die optimale Lage seines Weinbergs, der von den milden Temperaturen des Etschtals ebenso profitiert wie von der Höhenlage. Diese sorgt dafür, dass Böden, Reben und Trauben auch im Hochsommer nachts auskühlen können. „Im Herbst, kurz vor der Ernte, sind die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht besonders spürbar, was unseren Weinen viel Aroma und eine lebendige Frische verleiht“, erklärt Lamprecht.

    Wenn der Noafer-Bauer von „unsere Weine“ spricht, dann meint er Weiß- und Blauburgunder, Vernatsch, Zweigelt, Sauvignon und Rüländer – ein durchaus beeindruckendes Sortiment, das beim Noafer in Glaning (Jenesien) ausgebaut wird und im Gasthaus Noafer auf die Weinkarte kommt. Sehr zur Freude der Gäste.
    Weinkellereien
    Nusserhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Ein Weingut mitten in der Stadt? Der Nusserhof in Bozen ist genau das, seine Anbauflächen liegen am Bozner Boden und in Unterleitach. Heinrich Mayr und seine Tochter Gloria arbeiten hier nach strengen Vorgaben, was im Klartext bedeutet: nur mit autochthonen Rebsorten und seit 1994 biologisch zertifiziert.

    Schon das Vater-Tochter-Gespann zeigt: Der Nusserhof ist ein reiner Familienbetrieb, Heinrich und Gloria fungieren als Agronomen, Önologen, Verkäufer und Büroleiter in Personalunion. Das ist auch möglich, weil die Rebfläche des Nusserhofs mit vier Hektar überschaubar ist. Von „harmonischen Weinbergen“ spricht Seniorchef Heinrich Mayr, von „warmen, luftigen Böden“ am Eisack, auf denen er ausschließlich autochthone Rebsorten zieht: Blatterle, Lagrein, Vernatsch und Teroldego. „Unser Ziel ist, deren Potential voll auszuschöpfen und die Qualität unserer Weine durch angepasste An- und Ausbauverfahren weiter zu steigern“, sagt Mayr, wenn er auf die Ziele für sein Weingut angesprochen wird.

    Dabei liegt die Latte heute schon hoch. So legen die Mayrs Wert auf höchste Traubenqualität, niedrige Erträge und eine lange Reifung der Weine in Fass und Flasche. Das Ergebnis sind strukturierte, mineralische, elegante, anhaltende, aber nicht schwere Weine mit mäßigem Alkoholgehalt – „sehr persönliche Weine“, wie Heinrich Mayr sagt.

    Übrigens: Der Nusserhof ist der Heimathof des selig gesprochenen Widerstandskämpfers Josef Mayr Nusser.
    Weinkellereien
    Innerleiterhof
    Schenna, Meran und Umgebung
    Ein kleiner, feiner, breit aufgestellter Betrieb ist der Innerleiterhof in Schenna. Neben dem Weingut gehören dazu auch eine eigene Kellerei und ein Hotel. Und wie man es sich für einen kleinen, feinen Betrieb vorstellt, ist alles fest in der Hand einer Familie: jener der Familie Egger-Pichler.

    Während Karin Egger-Pichler im Hotel das Zepter schwingt, sind ihr Mann Karl Pichler und ihr Vater Franz Egger für das Weingut am Innerleiterhof verantwortlich. Dessen Name leitet sich von „Leite“ ab, dem Dialektausdruck für einen steilen Hang.

    Zumindest im Weinberg ist der Name Programm. Auf 1,6 Hektar werden hier – auf 450 Metern Seehöhe im sonnenverwöhnten Schenna oberhalb von Meran – Weißburgunder und Sauvignon Blanc, Bauburgunder und Vernatsch, Lagrein und Merlot angebaut. „Seit zehn Jahren verarbeiten wir unsere Trauben in der eigenen Kellerei und diese ist wiederum mit unserem Hotel verbunden“, erklärt Karl Pichler.

    Den Gästen wird so ein einmaliges Erlebnis geboten und das gute Gefühl gegeben, einen Wein genießen zu können, dessen Transportweg nicht in Kilometern, sondern in Metern gemessen wird. Vom Weinberg in den eigenen Keller ins angeschlossene Hotel.

    So wächst zusammen, was zusammen gehört. In einem kleinen, feinen, breit aufgestellten Familienbetrieb allemal.
    Weinkellereien
    Thurnhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Als Familie Berger den Thurnhof in Bozen Mitte des 19. Jahrhunderts, vor 160 Jahren also, übernimmt, ist dessen Umgebung wohl noch klassisch-landwirtschaftlich geprägt. Heute gehört der Thurnhof zum quirligen Stadtviertel Haslach, seine Weinberge liegen am Südhang des Virgl, den man getrost als „Bozner Haus-Hügel“ bezeichnen könnte.

    Bewirtschaftet wird der Thurnhof von Hans und Andreas Berger – und das ist trotz der Lage in der Stadt Knochenarbeit. 3,5 Hektar steile Lagen gilt es zu bearbeiten – mit aller Sorgfalt und viel Aufwand: „Wir stecken viel Zeit in die Laubarbeiten, weil wir damit sicherstellen, dass jede Traube von einem kräftigen und gut verholzten Trieb versorgt wird“, erzählt Andreas Berger.

    Dies und die Lage an einem sonnenverwöhnten Südhang mit hohen Temperaturen bis in den Herbst hinein, garantiert, dass selbst spät reifende Rotweinsorten Jahr für Jahr voll ausreifen können. Und danach am Thurnhof mit dem ganzen Know-how der Bergers ausgebaut werden. „Unser Ziel ist, die wertvollen Inhaltsstoffe der Trauben möglichst vollständig in den Wein überzuführen“, erklärt Andreas Berger seine Philosophie, „so erhalten unsere Weine Frucht, Sortentyp und Struktur“.

    Dabei setzen die „echten Stadt-Winzer“, wie sich die Bergers selbst titulieren, auch durchaus auf Vielfalt: Goldmuskateller und Sauvignon, Lagrein und St. Magdalener, Cabernet Sauvignon und Cabernet Merlot. Ein denkbar breites Sortiment für ein überschaubares Weingut.
    Weinkellereien
    Tschiedererhof
    Vahrn, Brixen und Umgebung
    Auf einer Fläche von sechs Hektar baut Familie Jöchler am Tschiedererhof in Vahrn Äpfel, Trauben und Gemüse an. Die Trauben werden zu einem Großteil genossenschaftlich verarbeitet, aus einem kleinen Teil entstehen aber auch interessante Eigenbauweine. Für das Eisacktal außergewöhnlich: Es sind rote.

    Die Gemeinde Vahrn liegt auf einer nach Süden hin auslaufenden Gletschermoräne im Eisacktal, das weinbautechnisch für seine Weißweine bekannt ist. Sylvaner, Kerner, Müller-Thurgau, Gewürztraminer: Sie alle finden hier beste Voraussetzungen und sorgen dafür, dass das nördlichste Anbaugebiet Südtirols sich auf der Weinbau-Landkarte etabliert hat.

    Am Tschiedererhof schwimmt man dabei gegen den Strom. Seit mehr als 200 Jahren auf der Westseite der Vahrner Gletschermoräne zu finden, ist der Hof seit sieben Generationen im Besitz von Familie Jöchler, die sich nicht nur um Apfelplantagen und Gemüsebeete kümmert, sondern auch um den Weinberg, der auf rund 600 Metern Seehöhe liegt. „Sich kümmern“ heißt dabei nicht „nur“ viel Arbeit, es heißt auch, Leidenschaft in den Weinbau zu stecken: „Unseren Hof bewirtschaften wir mit Herz und Hand selbst und bieten unsere Produkte zum Verkauf in unserem Hofladen an“, heißt es aus der Familie.

    Die Verarbeitung der eigenen Rohstoffe zu Qualitätsprodukten zieht sich demnach durch alle landwirtschaftlichen Bereiche, die am Tschiedererhof in Vahrn abgedeckt werden. Die Trauben bilden dabei keine Ausnahme – sehr zur Freude von Eisacktaler Rotweinfreunden. Oder Freunden Eisacktaler Rotweine.
    Weinkellereien
    Trogerhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Der Trogerhof in Bozen gehört zu den ältesten Höfen im klassischen St. Magdalener-Gebiet. Und Winzer Josef „Pepi“ Staffler zu denjenigen, die die St. Magdalener-Tradition hochhalten. „Der Magdalener ist ein leichter, fruchtiger, regionaltypischer Südtiroler Rotwein“, sagt er. Und soll es auch bleiben – auch das kann man aus diesem Satz lesen.

    Der St. Magdalener wird zum allergrößten Teil aus Vernatschtrauben gewonnen. „Wegen des heißen Klimas im Bozner Kessel und wegen des kleinen Anteils an kräftigem Lagrein ist der Magdalener aber voller und intensiver als andere Vernatsch-Varianten“, erklärt Staffler die Geheimnisse des Weins, dem er sein Winzerleben verschrieben hat.

    Die Vernatsch- und Lagreintrauben des Trogerhofs wachsen auf den Moränenschuttböden in Untermagdalena, an Hängen also, die hinauf auf den Ritten ziehen. Geerntet werden beide Sorten zeitgleich, auch vergoren werden sie zusammen. Pepi Staffler baut seinen St. Magdalener im klassischen Eichenfass aus, und zwar im historischen Bogenkeller des Trogerhofs. Das ist weniger eine Verbeugung vor der Tradition, als vielmehr den Bedingungen geschuldet, die der uralte Keller bietet. „Unser Keller ist aus Naturstein gebaut, hat Natursteinböden und ein angenehmes Raumklima“, so der Winzer.

    Ziel von Pepi Staffler ist, den St. Magdalener vom Trogerhof zu einem „guten Tageswein“ zu machen, bei dem Preis und Leistung stimmen. Mehr nicht. Aber eben auch nicht weniger.
    Weinkellereien
    Taschlerhof
    Feldthurns, Brixen und Umgebung
    „Guter Wein braucht vor allem eines: Charakter.“ Diese Überzeugung leitet Peter Wachtler bei seiner Arbeit am Taschlerhof in Brixen. Diese besteht seit Anfang der 1990er-Jahre darin, vier Weißweine zu keltern, denen Langlebigkeit, ein fruchtiges Bukett und eine Spur Exotik attestiert werden.

    Peter Wachtler behauptet von sich selbst, den Taschlerhof im Süden von Brixen „mit der richtigen Portion Leidenschaft und einem Quäntchen Eigenwilligkeit“ zu bearbeiten. Das heißt im Klartext: Er tauscht sich zwar gern mit Winzerkollegen in ganz Europa aus, geht in Weinberg und Weinkeller aber trotzdem seine eigenen Wege.

    Diese beginnen in den Weinbergen des Taschlerhofs auf über 500 Metern Höhe, deren magere Schieferböden, Süd-Ost-Ausrichtung und intensive Sonnenbestrahlung für Weißweine ideal sind. Hier legt Wachtler viel Wert darauf, die Anbaumengen gezielt zu reduzieren und die Trauben erst „bei absoluter physiologischer Reife“ zu ernten, denn: „Nur so bleiben Qualität und Typizität der extremen Anbaulage erhalten.“

    Am Taschlerhof in Brixen konzentriert man sich dabei auf vier Sorten: Sylvaner, Riesling, Kerner und Gewürztraminer. Zu 60 Prozent reifen sie in großen Akazienfässern, zu 40 Prozent im Stahltank. „Bis ins späte Frühjahr hinein reifen meine Jungweine ständig in Kontakt mit der Feinhefe“, sagt Wachtler, „sie sind deshalb auch erst im Spätsommer trinkreif“. Eigene Wege, so lernen wir, brauchen Zeit.
    Weinkellereien
    Tröpfltalhof
    Kaltern an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Andreas Dichristin hat einen Traum. Er will konstant Wein aus völlig unbehandelten Trauben keltern, also selbst auf biologische Pflanzenschutzmittel verzichten. Für die Versuche hat er einen Teil des Weinbergs seines Bioweinhofs Tröpfltalhof in Kaltern reserviert. Und viel, viel Geduld eingeplant.

    Für jemanden, der sein Leben dem Weinbau und der Weinherstellung gewidmet hat, räumt sich Dichristin übrigens eine recht marginale Rolle in alledem ein. „Seit 30 Jahren begleite ich die Trauben auf ihrem Weg vom Weinberg in die Flasche“, sagt er, „und heute weiß ich: Unsere Arbeit besteht zum größten Teil darin zu beobachten“.

    Bei allem, was er tue, ganz nahe an der Natur zu bleiben und für alles den rechten Zeitpunkt zu erkennen, sei das Geheimnis seiner Arbeit. Seit 2005 bewirtschaften Andreas, seine Frau Rosmarie und die Kinder Verena und Jakob den Tröpfltalhof in Kaltern deshalb biodynamisch – auch die Weinberge, selbstverständlich. Im Hausweinberg auf 500 Metern Höhe wachsen Sauvignon Blanc-Reben, in Barleith über dem Kalterer See Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc.

    Dass die Weine des Tröpfltalhofes in Amphoren ausgebaut werden, unterstreicht einmal mehr den ganz eigenen Weg, den die Dichristins eingeschlagen haben. Andreas beschreibt ihn mit „dem Minimalismus von den Reben bis in die Flasche treu bleiben“ und sagt dazu: „Ich glaube, gerade das gibt meinen Weinen Größe und Eigenständigkeit.
    Weinkellereien
    Thomas Dorfmann
    Feldthurns, Brixen und Umgebung
    Beeindruckende 27 Jahre lang war Thomas Dorfmann Kellermeister der Eisacktaler Kellerei. In der Weinbranche ein Traumjob und doch hat ihm Dorfmann 2018 den Rücken gekehrt. Der Grund für die Entscheidung war ein noch größerer Traum: der vom eigenen Weingut.

    In Erfüllung gegangen ist dieser Traum auf einem der wärmsten Flecken im ganzen Eisacktal, auf dem sich der ehemalige Herr über den Genossenschaftskeller mit dem Weingut Thomas Dorfmann in Feldthurns selbständig gemacht hat. Mit zwei Hektar Rebfläche auf 550 bis 650 Metern Höhe ist das Weingut klein, die bis zu 70 Prozent steilen, von Natursteinmauern gesäumten Weinberge werden allein von Familie Dorfmann bearbeitet.

    „Ich kann meine ganze Erfahrung einbringen und in meinem Weingut meine Weinphilosophie ausleben“, schwärmt Dorfmann, „also gebiets- und sortentypische Weine zu schaffen: durch nachhaltige Bewirtschaftung der Weinberge und äußerst qualitätsschonendes Arbeiten im Keller“.

    Weil der Fokus von Thomas Dorfmann auf typischen Eisacktaler Sorten liegt, ist sein Sortiment in erster Linie weiß: Sylvaner, Grüner Veltliner, Gewürztraminer und Riesling. Aber auch Blauburgunder baut Dorfmann an und aus – „eine Rarität im Eisacktal“, wie er selbst sagt. Und noch eine Rarität gibt es am Weingut Thomas Dorfmann in Feldthurns: Die Weißweine werden mit Schraubverschluss geliefert. „Für mich ist das der Verschluss der Zukunft“, sagt der Winzer.
    Weinkellereien
    Röck
    Klausen, Brixen und Umgebung
    Wir bringen unsere Mitmenschen dem ehrlichen Wein durch natürliche Sinneswahrnehmungen näher. Wir rufen „weniger ist mehr“, gehen schonend mit unseren Ressourcen um und möchten zum Nachdenken anregen. Wir sehen unseren Boden im Weingarten als wichtigstes GUT an.

    Unsere Aufgabe ist es die Weingärten zu schützen, für sie ein Ambiente zu schaffen in dem sie sich wohl fühlen. Dennoch müssen wir uns eingestehen: Weinanbau ist eine intensive Form der Landwirtschaft.

    Deshalb haben wir uns entschieden mit der Natur zusammenzuarbeiten, der Rebe unterstützend zur Seite zu stehen und somit Jahr für Jahr echte Weine zu transportierten. Wir stärken unsere Reben, sodass sie für Veränderungen gewappnet sind.

    Wir bewirtschaften 2,5 ha auf schottrigen Quazphyllit Böden auf einer Meereshöhe zwischen 550 – 700 m. Im Keller greifen wir so wenig als möglich ein. Kein schnick-schnack, sondern AUTHENTISCHER, LEBENDIGER WEIN. Unsere Weine sind saftig, haben einen guten Trinkfluss und sind bekömmlich. Wer unseren Wein trinkt soll Essen, lachen und viel reden
    Weinkellereien
    Roverè della Luna - Kellerei Aichholz
    Südtiroler Weinstraße
    Einen Aichholzer Lagrein, der besser sei als jener der umliegenden Ortschaften, erwähnt der Reiseschriftsteller Max Sittich von Wolkenstein schon im 17. Jahrhundert. Die Latte für die Genossenschaftskellerei Aichholz, die nördlichste im Trentino, liegt also hoch. Für die heute 270 Mitglieder ist das mehr Ansporn als Bürde.

    Aichholz, italienisch Roverè della Luna, liegt unmittelbar südlich der Salurner Klause auf einem Kalksteinkegel. Obwohl das Etschtal für den Weinbau geradezu prädestiniert ist, sind die Voraussetzungen hier eher ruppig: „Kies und Kalksteinsubstrat können das Wasser nur sehr schwer halten, die Reben wachsen hier also nur mit Schwierigkeiten“, sagt Carlo Alberto Gasperi, Kellermeister der Kellerei Aichholz. Was für Weinreben und Weinbauern eine Herausforderung ist, ist für ihn ein Glücksfall: „Durch das langsame Wachstum entsteht ein besonders fruchtiger Wein“, so der Kellermeister.

    Gegründet wurde die Genossenschaftskellerei Aichholz schon 1919, damals von 24 Winzern mit Weitblick. Heute hat die Genossenschaft 270 Mitglieder, die nicht weniger als 420 Hektar Rebfläche bewirtschaften und neben dem bereits genannten, literarisch verewigten Aichholzer Lagrein auch Teroldego, Grau- und Blauburgunder, Vernatsch, Gewürztraminer, Chardonnay und Müller Thurgau anbauen.

    Aus allen Weinen und Schaumweinen der Kellerei Aichholz schmeckt man das Terroir und dessen Eigenheiten, die in einem modernen, rationellen Keller herausgearbeitet werden. Mit einem Blick nach vorn und einem zurück auf die Wurzeln der Genossenschaft. Wie es sich für Weine gehört, denen schon vor 400 Jahren ein literarisches Denkmal gesetzt wurde.
    Weinkellereien
    Rösslhof
    Kaltern an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Erwähnt man den Kalterer See, horchen nicht nur Landschaftsliebhaber, sondern auch und vor allem Weinkenner auf. Im Rösslhof kommen beide voll und ganz auf ihre Kosten: erstere dank der optimalen Lage des Weinguts direkt am See, letztere wegen der hervorragenden Weine, die im Keller des Rösslhofs gekeltert werden.

    Es ist Emma Ambach Psenner, die dort den Staffelstab übernommen hat und heute das Weingut führt, das schon seit Generationen von ihrer Familie bewirtschaftet wird. Auf dieser Tradition aufbauend, finden sich im Sortiment des Rösslhofs vor allem klassische Sorten wie Sauvignon, Vernatsch und Lagrein. Und für diese gilt eine klare Richtschnur: „Uns ist es ein Anliegen, dass wir die besondere Landschaft am Kalterer See, dass wir die Lage, dass wir das Klima in unseren Weinen bestmöglich zur Geltung bringen“, sagt die Winzerin.

    Dass dies gelingt, davon können sich Weinkenner überzeugen, mitunter auch – und wohl am besten – direkt vor Ort. Schließlich führt der Rösslhof seinen eigenen Hofschank, in dem man sich nicht nur quer durchs Sortiment kosten, sondern dies bei traditioneller Hausmannskost tun kann. Überzeugen die Weine von Emma Psenner, kann man sie im Hofladen erwerben. Und wer wissen möchte, wie sie entstehen, dem sei eine Weingartenexkursion ans Herz gelegt. Was man dabei nicht erfährt, spielt in der Welt des Weinbaus keine Rolle.
    Weinkellereien
    Riedingerhof
    Schenna, Meran und Umgebung
    Meran ist nicht nur eine Kurstadt mit einer jahrhundertealten Tradition, sondern auch eine der klassischen Südtiroler Weinbaulagen. Vor allem an den mehr oder weniger steilen Hängen rund um die Stadt werden schon seit jeher Trauben angebaut, die hier optimale Voraussetzungen vorfinden. Im Stadtviertel Obermais etwa sorgt der Schwemmkegel des Naifbaches für skelettreiche, fruchtbare Böden, zudem mutet das Klima hier fast schon mediterran an. Von alledem zehrt auch der Riedingerhof in Meran.

    Es ist also kein Wunder, dass die Wurzeln des Riedingerhofs – wie für so viele Bauernhöfe im Burggrafenamt – im Obst- und Weinbau zu suchen sind, auch wenn sich der Hof über die Jahre immer mehr zu einem Gastbetrieb entwickelt hat. Die Passion für Weinbau und Wein hat Familie Verdorfer dieser Entwicklung aber nicht geopfert, im Gegenteil: Es ist Jungwinzer Hansi Verdorfer, der sie heute weiterlebt und nicht nur Trauben auf eigenen Rebstöcken zieht, sondern diese am Riedingerhof in Meran auch selbst zu hochwertigen Eigenbauweinen ausbaut.

    Auf seine Leidenschaft für Weinbau und Wein angesprochen, sagt Hansi Verdorfer dann auch: „Für mich sind die Pflege unserer Weinberge, die Weinlese im Herbst, die Arbeit im Keller und die wöchentliche Weinverkostung mit unseren Gästen ganz besondere Momente“. Schließlich kann er bei alledem seine ganz große Passion nicht nur ausleben, sondern auch teilen.
    Weinkellereien
    Ritterhof Weingut-Tenuta
    Kaltern an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Das Weingut Ritterhof in Kaltern kann von sich behaupten, die beste Adresse im Südtiroler Weinbau zu sein. Oder zu haben. Schließlich ist die Anschrift Programm: Südtiroler Weinstraße Nr. 1.

    Eva Kaneppele führt das Familienweingut mit Sorgfalt, Umsicht, Rücksicht und einer Philosophie, die sich am besten in Farben ausdrücken lässt. „Braun steht für den Boden, den Ursprung, das Terroir, Grün bedeutet Wachstum und symbolisiert unseren sorgsamen Umgang mit der Natur, während Blau für die von Hand und mit Bedacht gelesenen Trauben steht“, erklärt Eva Kaneppele.

    Den drei Farben entsprechen auch die drei Linien des Weinguts. Braun ist die Farbe der Linie Terra, von bodenständigen Südtiroler Weinen also, Grün ziert die Linie Collis, für die nur vollreife Trauben aus besten Hanglagen verarbeitet werden. Blau steht dagegen für die Top-Linie Rarus, von Weinen, die sorgfältig im Barriquefass ausgebaut werden. Egal aber, welche Linie und welche Farbe: „Unsere Weine haben Charakter. Jede Flasche ist einzigartig“.

    Für Einzigartigkeit sorgen die Weinberge des Ritterhofs, die sich auf Lagen von Salurn bis auf den Ritten verteilen. Das Sortiment ist denkbar breit und reicht vom Rosenmuskateller über Merlot und Lagrein bis zu Blauburgunder und Gewürztraminer. Und selbstverständlich Vernatsch. Er ist die Verbeugung des Weinguts Ritterhof vor der Weinbau-Tradition. Und für Innovation sorgen die PIWI-Sorten, mit denen Ritterhof Weingut-Tenuta experimentiert.
    Weinkellereien
    Zundlhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Mitten im Weinberg und doch in der Stadt: Einzigartig gelegen ist der Zundlhof in Bozen, der seit fast 50 Jahren von Familie Ramoser geführt wird – vor allem als klassischer Weinhof, aber auch als Urlaub auf dem Bauernhof-Betrieb.

    Gerade einmal eineinhalb Kilometer vom Zentrum der Landeshauptstadt entfernt liegt der Zundlhof, an dem seit 1975 weinbautechnisch Helmuth Ramoser das Sagen hat. Unterstützt von seiner Tochter Johanna und deren Mann Martin bewirtschaftet er einen halben Hektar Rebfläche in Kaltern, vor allem aber die drei Hektar rund um den Zundlhof in Bozen – „mit viel Liebe und Passion“, wie Helmuth Ramoser selbst sagt.

    Sein Weinberg in Bozen ist dabei eher ein Weingarten. Schließlich liegt er zwar in der klassischen Bozner St. Magdalener-Zone, anders als die meisten anderen Rebanlagen dort kleben jene des Zundlhofs aber nicht am Hang, sondern liegen nahezu eben im Talboden.

    Hier findet Helmuth Ramoser beste Voraussetzungen für die Rebsorten vor, die er zieht. Das sind in erster Linie – und in dieser Lage ist das alles andere als verwunderlich – Vernatsch und Lagrein, die „Zutaten“ für den klassischen St. Magdalener, den Ramoser am Zundlhof ausbaut. Dazu kommen Blauburgunder, Merlot sowie Cabernet Sauvignon und als einzige Weißweinsorte Weißburgunder.

    Verkosten kann man die ebenso kleine wie feine Palette an Weinen am besten in der Laube des Zundlhofs. Mitten im Weinberg und doch in der Stadt.
    Weinkellereien
    Erste+Neue
    Kaltern an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Weine und Berge haben viel gemeinsam. Sie schenken uns intensive Momente, sie fordern und erfüllen uns. Einen guten Wein zu keltern ist wie eine Gipfelbesteigung. Es erfordert harte Arbeit, Zielstrebigkeit, Expertise und Routine.

    Die Erste+Neue beschreitet seit mehr als einem Jahrhundert immer wieder neue Wege und verbindet Südtiroler Weinkultur und Tradition mit Innovation. Auf der ständigen Suche nach neuen Routen haben wir so manche Erstbegehung gewagt und Südtiroler Weingeschichte geschrieben. 1986 aus der Fusion von Erste Kellerei (1900) und Neue Kellerei (1925) entstanden, erfolgte 2016 die zukunftsweisende Verbindung mit der Kellerei Kaltern.

    Heute steht Erste+Neue für alpine Spitzenweine, gekeltert im Einklang mit der Natur und mit modernster Technik, aber auch mit der Erfahrung und Experimentierfreude von Generationen.
    Weinkellereien
    Dominikus
    Kaltern an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Dass Weine unterirdisch im Keller reifen, ist nichts Beeindruckendes. Dass dieser Weinkeller in Handarbeit geschaffen wurde, aber schon. Insofern ist der Keller des Weinguts Dominikus in Kaltern eine Besonderheit. Und die Weine, die darin entstehen, sind es auch, nicht zuletzt die Kalterersee Auslese „Dominikus“, die auch schon „Vernatsch des Jahres“ war.

    Für die Weine des Weinguts Dominikus in Kaltern zeichnet Georg Morandell verantwortlich, die Infrastruktur in St. Josef am See ist allerdings ein Werk seines Vaters. „Sein Lebenswerk“, wie Morandell sagt. Nur mit Pickel und Schaufel hat der Senior in über 30 Jahren Arbeit einen Weinkeller unter seinen Weinberg gegraben. „Eine unglaubliche menschliche Leistung“, findet Georg Morandell.

    Er hat von seinem Vater nicht nur einen einmaligen Keller übernommen, sondern auch die Passion für den Wein. „Seit Jahrzehnten keltern wir die Trauben unserer Weinberge selbst und vermarkten unseren Wein ausschließlich ab Hof“, so der Winzer. Alle Arbeiten werden von der Familie ausgeführt – mit viel Erfahrung und einer ganzen Menge Know-how.

    So entstehen hochwertige, charaktervolle Weine – Weißburgunder, Gewürztraminer, Vernatsch, Lagrein – und der Sekt „Dominikus“, für die Georg Morandell immer wieder neue Wege geht. „2017 habe ich erstmals versucht, einen Teil unserer Trauben in Tonamphoren auszubauen“, erinnert sich der Winzer. In einer Nische seines Kellerlabyrinths habe er die Amphoren platziert und mit Spannung das Ergebnis abgewartet. Sein Fazit: „In den Lehmhöhlen kann der Wein bei gleichbleibender Temperatur und idealer Luftfeuchtigkeit reifen – wie vor Jahrhunderten.“
    Weinkellereien
    Dipoli Peter
    Neumarkt, Südtiroler Weinstraße
    No Facebook, no Twitter, just wine. Nur wenige Worte braucht Peter Dipoli, um die Philosophie des nach ihm benannten Weinguts in Neumarkt zu beschreiben. Für ihn gilt: Wein ist nicht über Jahre planbar, sondern ein Naturprodukt, das variiert. Einer Mode nachzulaufen, sei daher sinnlos. Und wird auch dem Wein nicht gerecht.

    Vegetationsperioden sind heißer oder kühler, trockener oder feuchter. Es wäre ein Wunder, würden die Trauben daher Jahr für Jahr gleich schmecken. Diesen Aspekt müssten Weinbauern wie Weintrinker genauso akzeptieren, ist Dipoli überzeugt. Als Winzer müsse man das natürliche Variationspotential des Weins ebenso bewahren wie die Einzigartigkeit des Terroirs. „Dem Produzenten kommt die Aufgabe zu, die Trauben – so wie Weinberg und Rebanlagen sie ihm geliefert haben – zu einem Produkt zu verarbeiten, das Terroir, Habitat und Jahrgang entspricht“, so der Neumarkter Winzer.

    Peter Dipoli kommt dabei entgegen, dass er mit Trauben aus ganz unterschiedlichen Lagen arbeitet. Die Weinberge des Weinguts Peter Dipoli befinden sich in Neumarkt, Margreid, Tramin und Kurtatsch, sie liegen auf Höhen von 300 bis 600 Metern, sind nach Süden oder Osten ausgerichtet und weisen sandige Dolomit- oder lehmhaltige Kalkböden auf.

    Hier gedeihen Sauvignon Blanc, Merlot, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon – die Rebsorten sorgfältig den Lagen angepasst, die Weinberge umsichtig bewirtschaftet, die Trauben respektvoll verarbeitet. No nonsense, eben, just wine.
    Weinkellereien
    Dürer Weg
    Salurn, Südtiroler Weinstraße
    Ende des 15. Jahrhunderts wanderte ein Nürnberger Maler von Salurn ins Cembratal. Sein Name war Albrecht Dürer. Als Hommage an den Künstler und seine grenzüberschreitende Reise trägt heute nicht nur der Weg, den Dürer damals zurückgelegt hat, seinen Namen, sondern auch das Weingut Dürer Weg in Salurn. Ein wahrlich Grenzen überschreitendes Projekt.

    Das Weingut Dürer Weg liegt zwar in Salurn, im äußersten Süden Südtirols, es ist aber Teil der Kellerei LaVis, die wiederum im gleichnamigen Ort im Trentino ihren Sitz hat. Hier wachsen also zwei historische Tiroler Landesteile zusammen. Die Kellerei selbst ist eine Genossenschaft, die breit aufgestellt ist: mit Weinbergen, die Höhenlagen von 200 bis 800 Metern abdecken, und einem Sortiment, das von Chardonnay, Weißburgunder und Müller Thurgau über Merlot und Blauburgunder bis Vernatsch und Lagrein reicht.

    Das Weingut Dürer Weg in Salurn spielt in diesem Portfolio eine besondere Rolle – nicht zuletzt wegen des besonderen Klimas. „Hier trifft das milde mediterrane Klima auf das raue der Alpen“, erklärt Pietro Patton, Obmann der Kellerei LaVis. „Gemeinsam mit der besonderen Beschaffenheit der Böden bildet dies die Grundlage für eine mineralische Geschmacksnote, durch die sich die Weine dieser Region abheben.“

    Das Berggebiet drückt den Weinen des Weinguts Dürer Weg also seinen Stempel auf, so wie es auch die Wirtschaftsweise beeinflusst. So gilt es etwa, sorgsam mit den Ressourcen umzugehen. „Unsere Weine spiegeln eine Weinbautradition wider, in der Natur und Technik vereint werden, so Patton. Auch hier überschreitet man also Grenzen.
    Weinkellereien
    Dolomytos
    Ritten, Bozen und Umgebung
    In den 1990er-Jahren ist Rainer Zierock so etwas wie der Rockstar unter den Önologen. Er ist Agrarwissenschaftler, Universitätsprofessor und als Weinbauberater in Deutschland, Italien, der Schweiz und Frankreich gefragt. Das für ihn ideale, das perfekte Weingut schafft Zierock aber in Südtirol. In einem Ansitz aus dem 14. Jahrhundert gründet er das Weingut Dolomytos in Unterinn am Ritten.

    Mit Margret Hubmann baut er Ende der 1990er das gesamte Anwesen um, richtet den Weinbau neu aus, pflanzt 150 verschiedene Rebsorten und lässt sich bei alledem von der griechischen Mythologie leiten. So spielt das Fünfeck für Zierock eine herausragende Rolle, seine Weine werden nach dem Pentagrammprinzip hergestellt und auch ein Verkostungssystem entwickelt Zierock auf der Grundlage dieser geometrischen Form.

    Daneben gilt „Panta rei“ als Leitmotiv des Weinguts Dolomytos in Unterinn, alles fließt, und zwar auch im Keller, der nach dem Gravitationsprinzip ausgerichtet ist. „Alle Arbeitsschritte können durch das natürliche Gefälle ganz ohne Fremdeinwirkung gesetzt werden – bis hin zur Abfüllung“, erklärt Norbert Marginter, der das Weingut Dolomytos als neuer Besitzer im Sinne des 2009 verstorbenen Professors weiterführt.

    Bewirtschaftet, und zwar möglichst naturnah, werden drei Hektar Weinberge, die Trauben werden stark selektiert gelesen, verbringen danach 10 bis 14 Tage auf der Maische und werden spontan vergoren. Danach reifen sie mindestens 24 Monate in Zigarillos aus französischem Eichenholz. „Alle unsere Weine sind Verschnitte aus italienischen und griechischen Rebsorten“, erklärt Marginter. Die Griechen haben im Weingut Dolomytos also nicht nur mythologisch ihre Spuren hinterlassen.
    Weinkellereien
    Cantina Spumanti Lorenz Martini Comitissa
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Im Weindorf Girlan gehört die Leidenschaft für Wein zum guten Ton – erst recht natürlich, wenn die Leidenschaft schon in der Familie liegt. Bei Lorenz Martini ist genau dies der Fall. Er hat sich seine Sporen in der familieneigenen Kellerei verdient und nun den nächsten Schritt gesetzt: hin zum Schaumwein.

    Dabei kommt ihm selbstverständlich die jahrelange Erfahrung zugute, die Tatsache, dass er das Handwerk von der Pike auf gelernt hat. All dies lässt sich nicht zuletzt daran ablesen, dass Lorenz Martini konsequent auf Qualität setzt. In seiner Sektkellerei werden Trauben aus Girlan, Eppan-Berg und Glaning verarbeitet. „Diese Lagen verleihen unserem Sekt trotz des mediterranen Klimas eine angenehme Frische und ein unverkennbares Aroma“, sagt Martini.

    Zu Schaumwein verarbeitet werden 30 Prozent Chardonnay, weitere 30 Prozent Weiß- und 40 Prozent Blauburgunder, im Gewölbekeller lagern jeweils vier Jahrgänge gleichzeitig. Weil in der Sektkellerei Lorenz Martini in Girlan streng nach der klassischen Methode produziert wird, liegt der Sekt zuerst drei Jahre lang auf der Hefe. Danach reift er in der Flasche weiter, jede davon muss von Hand gerüttelt werden.

    So entsteht ein Sekt, der von Experten als „nach frischer Brotkruste und Honigwabe duftend mit leichter Note von Zitrusfrüchten“ beschrieben wird, als „vollmundig, körperreich und harmonisch im Geschmack“. Sekt, das liest man auch aus dieser Beschreibung, weckt den Poeten in uns. 
    Weinkellereien
    Villscheiderhof
    Brixen, Brixen und Umgebung
    Der Name des Villscheiderhofs in Brixen leitet sich aus dem Ladinischen ab und verweist auf das Mähen mit einer Sichel. Diese ziert zwar immer noch das Hofwappen, im Weinbau ist sie dagegen weit weniger gefragt. Trotzdem setzt man am Villscheiderhof Eisacktaler Weißweintradition.

    Seit 1997 bewirtschaftet Florian Hilpold den von seinem Vater übernommenen Villscheiderhof in Brixen, mit den steilen, nach Süden und Osten ausgerichteten Weinbergen. „Die Böden hier auf 700 Metern Höhe sind steinig, kalkarm, mager und wasserdurchlässig und produzieren sehr interessante Weine“, sagt der Weinbauer.

    Die Weine, auf die sich Florian und mittlerweile auch sein Sohn Meinrad beziehen, sind in erster Linie weiß, vor allem Sylvaner, Kerner und Riesling; die für das Eisacktal typischen Sorten also. 25.000 Flaschen pro Jahr verlassen den Keller des Hofs, ein Teil der Produktion wird auch im hofeigenen und familiengeführten Schankbetrieb ausgeschenkt, der 2004 im ehemaligen Stall des Villscheiderhofs eingerichtet wurde.

    Wer die Eigenbauweine dort verkostet, wird schmecken, dass es sich um frische, fruchtig-elegante Weißweine mit einem guten Zucker-Säure-Verhältnis handelt. Der besondere Stolz des Winzers Florian Hilpold ist allerdings der Passito des Villscheiderhofs. „Der schmeckt nach Honig und kandierten Früchten, im Geruch ein nicht endender Nachhall, eine außerordentliche Kombination aus Röstaromen und perfektem Zucker-Säure-Verhältnis“, beschreibt Hilpold diesen besonderen Wein. Wenn Winzer ins Schwärmen kommen …
    Weinkellereien
    Vinzig - Veit Stefan
    Jenesien, Bozen und Umgebung
    Ok, wir geben’s zu: Liest man den Namen des Weinguts Vinzig in Bozen-Glaning, muss man gegen die Versuchung einer Wortspielerei geradezu ankämpfen. Man könnte zum Beispiel sagen, dass das Sortiment von Vinzig alles andere als winzig ist. Aber lassen wir das. Sagen wir lieber, dass die Sonnenhänge oberhalb der Guntschnapromenade in Bozen schon 1333 als „Weingart Paradis“ bezeichnet wurden.

    Eben genau dort liegt das Weingut Vinzig von Stefan Veit, der dieses Privileg zu schätzen weiß: „Wir leben und arbeiten an einem Ort, der auf eine jahrhundertelange Weinbautradition verweisen kann“, sagt Veit und betont, dass sein Hof schon im 13. Jahrhundert erstmals in den Urkunden auftaucht. „Als Teil dieser reichen Geschichte wollen wir die Begeisterung für den Wein ins Heute tragen“, so Veit.

    Dieses Heute zeichnet sich durch nicht weniger als neun verschiedene Weine aus, die unter der Marke Vinzig entstehen. Darunter finden sich als reinsortige Weine ein Goldmuskateller, ein im Stahltank, ein im Glasballon, ein im Eichenbarrique und ein im Eichentonneau ausgebauter Vernatsch (letzterer trägt bezeichnenderweise den Namen „Paradis“) sowie ein Lagrein.

    Auch einen Rosè hat Vinzig im Sortiment. Er ist ein Verschnitt aus Vernatsch, Lagrein und Rosenmuskateller. Wie alle anderen Weine wird auch der Rosè bei Vinzig nur grob filtriert, bevor er abgefüllt wird. Das gilt auch für die Cuvées im Sortiment: ein rotes aus Lagrein-, Merlot, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon sowie ein weißes aus Weißburgunder, Gewürztraminer und Sauvignon. Viel Auswahl im Paradies.
    Weinkellereien
    Castel Annenberg
    Latsch, Vinschgau
    Schloss Annenberg thront seit dem 13. Jahrhundert herrschaftlich oberhalb von Latsch im Vinschgau. Weit kürzer als die Schloss- ist hier indes die Weinbaugeschichte, denn erst seit 2009 bringt Familie Fuchs Weine unter dem Label Castel Annenberg auf den Markt.

    Als Christa und Manfred Fuchs ihre Entscheidung kundtun, sich rund um Schloss Annenberg der Weinherstellung zu widmen, stößt diese nicht auf ungeteilte Zustimmung. Im Gegenteil: „Unsere Kinder waren nicht sonderlich begeistert, dass wir uns hier im Weinbau versuchen wollten, mittlerweile stehen sie aber hinter uns“, erinnert sich Christa Fuchs.

    Das liegt wohl einerseits am konsequenten Ausbau des Weinguts, andererseits am durchaus individuellen Weg, den die Familie von Anfang an einschlägt. Zwar setzt man im Weingut Castel Annenberg in Latsch auch auf gut eingeführte Rebsorten wie Kerner, Zweigelt oder Blauburgunder, vor allem im weißen Segment experimentiert Familie Fuchs aber auch erfolgreich mit Solaris und der Scheurebe.

    Egal aber, um welche Rebsorte es sich handelt: Präzision, Handarbeit und eingehende Qualitätskontrolle stehen im Weingut Castel Annenberg ganz oben auf der Prioritätenliste. „Nur so können wir sicherstellen, dass unsere Weine die Eleganz und Finesse bekommen, die wir unseren Kunden bieten wollen“, erklärt Christa Fuchs. Eleganz und Finesse: Es ist wohl auch genau das, was man sich von Weinen aus einem altehrwürdigen Schloss erwartet.
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      Summer
      Uphill Seespitz
      Meran and environs
      Starting point: Töll Etschbrücke (525 m) End point: Gasthaus …
      44 km total slope
      7 lifts
      Highest point: 2,505 m