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    Alle Weinkellereien in Bozen

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    Weinkellereien
    Thurnhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Als Familie Berger den Thurnhof in Bozen Mitte des 19. Jahrhunderts, vor 160 Jahren also, übernimmt, ist dessen Umgebung wohl noch klassisch-landwirtschaftlich geprägt. Heute gehört der Thurnhof zum quirligen Stadtviertel Haslach, seine Weinberge liegen am Südhang des Virgl, den man getrost als „Bozner Haus-Hügel“ bezeichnen könnte.

    Bewirtschaftet wird der Thurnhof von Hans und Andreas Berger – und das ist trotz der Lage in der Stadt Knochenarbeit. 3,5 Hektar steile Lagen gilt es zu bearbeiten – mit aller Sorgfalt und viel Aufwand: „Wir stecken viel Zeit in die Laubarbeiten, weil wir damit sicherstellen, dass jede Traube von einem kräftigen und gut verholzten Trieb versorgt wird“, erzählt Andreas Berger.

    Dies und die Lage an einem sonnenverwöhnten Südhang mit hohen Temperaturen bis in den Herbst hinein, garantiert, dass selbst spät reifende Rotweinsorten Jahr für Jahr voll ausreifen können. Und danach am Thurnhof mit dem ganzen Know-how der Bergers ausgebaut werden. „Unser Ziel ist, die wertvollen Inhaltsstoffe der Trauben möglichst vollständig in den Wein überzuführen“, erklärt Andreas Berger seine Philosophie, „so erhalten unsere Weine Frucht, Sortentyp und Struktur“.

    Dabei setzen die „echten Stadt-Winzer“, wie sich die Bergers selbst titulieren, auch durchaus auf Vielfalt: Goldmuskateller und Sauvignon, Lagrein und St. Magdalener, Cabernet Sauvignon und Cabernet Merlot. Ein denkbar breites Sortiment für ein überschaubares Weingut.
    Weinkellereien
    Nusserhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Ein Weingut mitten in der Stadt? Der Nusserhof in Bozen ist genau das, seine Anbauflächen liegen am Bozner Boden und in Unterleitach. Heinrich Mayr und seine Tochter Gloria arbeiten hier nach strengen Vorgaben, was im Klartext bedeutet: nur mit autochthonen Rebsorten und seit 1994 biologisch zertifiziert.

    Schon das Vater-Tochter-Gespann zeigt: Der Nusserhof ist ein reiner Familienbetrieb, Heinrich und Gloria fungieren als Agronomen, Önologen, Verkäufer und Büroleiter in Personalunion. Das ist auch möglich, weil die Rebfläche des Nusserhofs mit vier Hektar überschaubar ist. Von „harmonischen Weinbergen“ spricht Seniorchef Heinrich Mayr, von „warmen, luftigen Böden“ am Eisack, auf denen er ausschließlich autochthone Rebsorten zieht: Blatterle, Lagrein, Vernatsch und Teroldego. „Unser Ziel ist, deren Potential voll auszuschöpfen und die Qualität unserer Weine durch angepasste An- und Ausbauverfahren weiter zu steigern“, sagt Mayr, wenn er auf die Ziele für sein Weingut angesprochen wird.

    Dabei liegt die Latte heute schon hoch. So legen die Mayrs Wert auf höchste Traubenqualität, niedrige Erträge und eine lange Reifung der Weine in Fass und Flasche. Das Ergebnis sind strukturierte, mineralische, elegante, anhaltende, aber nicht schwere Weine mit mäßigem Alkoholgehalt – „sehr persönliche Weine“, wie Heinrich Mayr sagt.

    Übrigens: Der Nusserhof ist der Heimathof des selig gesprochenen Widerstandskämpfers Josef Mayr Nusser.
    Weinkellereien
    Kellerei Bozen
    Bozen, Bozen und Umgebung
    224 Mitglieder, 350 Hektar Anbaufläche in Gries, Moritzing, Siebeneich, St. Georgen, Glaning, St. Magdalena, Leitach, St. Justina und Ritten: Die große Stärke der Kellerei Bozen ist ihre Vielfalt. So dominieren in höheren, bis auf 1000 Meter reichenden Lagen Sauvignon und Gewürztraminer, in den mittleren St. Magdalener. Weiter unten werden Cabernet und Merlot sowie in den Tallagen Lagrein an- und im neuen, futuristisch anmutenden Kellereigebäude ausgebaut.

    Sieht man es eng, ist die Kellerei Bozen relativ jung. Sie wurde 2001 aus der Taufe gehoben, ist aber ein Zusammenschluss der sehr viel älteren, etablierten Bozner Kellereien Gries und St. Magdalena. Tradition wird deshalb von den Mitgliedern ebenso groß geschrieben wie eine naturnahe, nachhaltige Bewirtschaftung ihrer oft steilen Weinberge. „Böden und Reben schonend zu bearbeiten, ist unseren Weinbauern ein wichtiges Anliegen“, sagt Obmann Philipp Plattner.

    Die Vor- und Umsicht hört indes nicht im Weinberg auf, sondern setzt sich in der Kellerei fort. Sie ist die erste in Italien, die für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit mit dem Qualitätssiegel „KlimaHaus Wine“ ausgezeichnet worden ist. Auch im Keller setzt man auf Entschleunigung. Dort schwingt Kellermeister Stephan Filippi den Taktstock und erklärt: „Weil die Verarbeitung nach dem Gravitationsprinzip erfolgt, werden die Trauben in schonendster Weise veredelt.“ Das Ergebnis sind einmalige, unverwechselbare Qualitätsweine. Und eine Vielfalt, die allein schon einen näheren Blick lohnt.
    Weinkellereien
    Pitsch am Bach
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Das Weingut Pitsch am Bach in Bozen liegt zwischen St. Justina und St. Magdalena, also genau dort, wo der St. Magdalener seinen Ursprung hat. Apropos Ursprung: Der Hof selbst geht auf das 14. Jahrhundert zurück und sein erster Besitzer war weder ein Bauer, noch die Geistlichkeit, ja nicht einmal ein Südtiroler.

    1350 wird der Hof erstmals urkundlich erwähnt, und zwar als Eigentum eines Bankiers aus Florenz namens Boccia. Im Lauf der Jahrhunderte passt sich der für Südtiroler Zungen ungewohnte italienische Name nach und nach dem heimischen Sprachgebrauch an, aus Boccia wird Pitsch.

    Heute führen Paul Schweigkofler und seine Familie in bereits achter Generation das Weingut Pitsch am Bach, die 3,4 Hektar großen Weinberge liegen an Südwesthängen auf rund 300 Metern Höhe und gründen auf trockenen Flussschotterablagerungen mit hohem Sand- und mittlerem Humusgehalt. Beste Voraussetzungen vor allem für Lagrein und Vernatsch, aus denen auch bei Pitsch am Bach – selbstverständlich! – ein klassischer St. Magdalener gemacht wird. Daneben werden Gewürztraminer und Goldmuskateller angebaut.

    „Wir pflegen unsere Reben möglichst naturnah und auch beim Keltern achten wir auf traditionelle Techniken“, erklärt Paul Schweigkofler dazu. Man sieht also: Die lange Hofgeschichte, die Familientradition und der St. Magdalener-Hintergrund haben bei Pitsch am Bach in Bozen tiefe Spuren hinterlassen. Sie reichen bis in die tägliche Arbeit.
    Weinkellereien
    Weingut Messnerhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Bernhard Pichler wollte nicht nur Trauben produzieren, er wollte die Weinproduktion vom Pflanzen der Rebe bis zur Etikettierung der Flasche in eigenen Händen halten. Das tut er seit 2003 auf dem Messnerhof in Bozen und weiß: „Wenn die Qualität gut ist, dann ist das unser Verdienst, und wenn einmal etwas schief laufen sollte, sind wir dafür genauso verantwortlich“.

    Bernhard Pichler ist nicht der erste, der am Messnerhof in Bozen/St. Peter Wein produziert. Vielmehr wurde schon bis in die Nachkriegszeit selbst gekeltert, danach konzentrierten sich die Pichlers auf die Produktion von Trauben – bis Bernhard kam. Mit dem Schritt in die Selbständigkeit verwirklicht er sich einen Kindheitstraum.

    Die Grundlage der Weinproduktion am Messnerhof bilden zwei Weinberge. Der erste liegt in Missian in der Gemeinde Eppan und ist mit 0,8 Hektar nur rund halb so groß wie der zweite, der an einem sonnigen Südwesthang um den Hof in St. Peter liegt. Das Klima ist in beiden Lagen ideal. „Warme und kühlere Winde sorgen für ausgeprägte Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, was optimal für die Aromaausbildung der Trauben ist“, so Pichler.

    Das Sortiment an Trauben ist dabei ein breites: Sauvignon Blanc, Gewürztraminer, Merlot, Syrah, Tempranillo, Vernatsch, Lagrein, Cabernet Sauvignon und Petit Verdot werden an- und nach einer klaren Leitlinie ausgebaut. „Unser Ziel ist die Erzeugung von ausdrucksvollen Weinen“, sagt Bernhard Pichler, „die ihren eigenständigen Sorten-, Lagen- und Jahrgangscharakter bewahren“.
    Weinkellereien
    Weingut Hans Rottensteiner
    Bozen, Bozen und Umgebung
    „Familienbetrieb“ ist ein Prädikat, das sich viele Unternehmen ans Revers heften. Das Weingut Hans Rottensteiner führt es indes zurecht. „Alle Familienmitglieder sind in irgendeiner Art am Erfolg des Weinguts beteiligt – ob direkt im Keller, im Büro oder als Traubenlieferanten“, erklärt Hannes Rottensteiner, der das Weingut mit seiner Frau Judith in mittlerweile dritter Generation führt.

    Verwurzelt ist das Gut nicht nur in der Familie, verwurzelt ist es auch in der Bozner Weinwelt und deren Tradition. „Unser Fokus liegt grundsätzlich auf reinsortigen einheimischen Weinen mit einem starken Akzent auf den beiden typischen Bozner Gewächsen St. Magdalener und Lagrein“, sagt der Winzer. Diese fänden in den Bozner Porphyrböden ideale Bedingungen vor, zudem sorgten diese Böden für eine akzentuiert mineralische Note der Weine.

    Neben jener der klassischen Bozner Roten wächst für das Weingut Hans Rottensteiner auch die Bedeutung des Weißburgunders. „Er ist in den letzten Jahren für uns immer wichtiger geworden“, so Hannes Rottensteiner. Mittlerweile liegt man schon bei 35 Prozent Weißwein – für ein Bozner Weingut eher ungewöhnlich.

    Aus zwei Standbeinen des Weinguts Hans Rottensteiner sind demnach drei geworden. Und sie sollen künftig sogar noch stärker unterstrichen werden. „Wir wollen uns als Spezialisten für St. Magdalener, Lagrein und Weißburgunder noch stärker etablieren“, formuliert Rottensteiner das Ziel für sein Weingut. An einer anderen Säule soll sich indes nichts ändern: Man sei und bleibe, so der Winzer, ein traditionsbewusster Familienbetrieb.
    Weinkellereien
    Malojer - Gummerhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Starke Lagen und Weine, aus denen man deren Terroir-Identität schmecken kann: Das zeichnet die Kellerei Malojer Gummerhof aus. Sie liegt im dörflichen Norden Bozens und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. So setzt man seit fünf Generationen konsequent auf Qualität und Identität.

    Als Bozen noch klein und überschaubar war, lag der Gummerhof mitten in einer Landschaft aus Weingärten, Äckern und Wiesen. Das war 1480, als der Hof erstmals urkundlich erwähnt wurde. Genau 400 Jahre später ersteht Joseph Trafojer den Weinhof und baut ihn Schritt für Schritt zu einer Kellerei und Schnapsbrennerei aus. Als dessen Enkelin, eine verheiratete Malojer, den Betrieb in den späten 1940er-Jahren übernimmt, ändert sich zwar der Name der Betreiberfamilie, am Erfolgsrezept hält man aber fest.

    Dieses baut auf zwei Säulen auf. Zum einen ist es die rigorose Qualitätspolitik, die seit Jahrzehnten verfolgt wird, zum anderen die Terroir-Identität, die man aus den Gummerhof-Weinen schmecken soll. Das Ergebnis ist eine breite Palette charakterstarker Weine: Cabernet, Merlot, Lagrein, Blauburgunder, Vernatsch, Müller Thurgau, Sylvaner, Pinot Grigio, Chardonnay, Gewürztraminer, Sauvignon und Weißburgunder.

    Ausgebaut werden die Weine – je nach Sorte – im Stahltank, in Barrique-Fässern oder den alten, von Generation zu Generation weitergegebenen Eichenfässern. Sie alle verleihen den Weinen einen Charakter, der unverwechselbar ist – und sein soll. Das sagt auch Urban Malojer, Kellermeister der Familienkellerei: „Unser Ziel ist, unsere Weine stetig zu verbessern, sie immer typischer zu machen.“
    Weinkellereien
    Mayr Josephus, Erbhof Unterganzner
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Seit fast vier Jahrhunderten wird am Unterganzner-Hof am Ostrand Bozens Wein angebaut. Kein Wunder also, dass der Wein zur großen Leidenschaft der Familie Mayr geworden ist. Daneben gibt es aber noch eine zweite: „Wir alle lieben die Musik, und jeder spielt ein Instrument oder singt“, sagt Josephus Mayr.

    Er führt das Weingut Mayr-Unterganzner in der zehnten Generation und macht auch kein Hehl daraus, dass er von der Vorarbeit seiner Vorgänger profitiert – genauer: von der mit Erfahrung und viel Fingerspitzengefühl erfolgten Rebselektion. „Dazu kommen unsere genaue Arbeit im Weinberg vom Rebschnitt bis zur späten Lese und der schonende Ausbau im eigenen Keller“, so Mayr.

    Und die optimale Grundlage, ist man geneigt anzufügen. Schließlich liegt das Weingut Mayr-Unterganzner im klassischen St. Magdalener-Gebiet und profitiert von hervorragendem Rotweinklima, guter Belüftung, zahlreichen Sonnenstunden und leicht erwärmbaren Schwemmlandböden. „Die hohe Pflanzdichte, das hohe Rebstockalter und die Pergolaerziehung tun das Ihre dazu“, erklärt der Winzer.

    So entstehen rigoros im Eichenfass ausgebaute, langlebige Lagrein und St. Magdalener, klassische Weine, an denen unermüdlich gefeilt wird. So treibt man die Ökologisierung des Anbaus weiter voran und arbeitet verstärkt mit pilzwiderstandsfähigen Reben. Und wo sieht Josephus Mayr sein Weingut in zehn Jahren? „In zehn Jahren führt mein Sohn Josef das Gut, wir bewirtschaften es dann seit 401 Jahren – mit hoffentlich noch besseren Weinen.“

    Nie stehenbleiben: auch das ist Familientradition.
    Weinkellereien
    Kandlerhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Es mag nach einem Kalenderspruch klingen, aber: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Auf den Kandlerhof in Bozen / St. Magdalena übertragen: Als Ende der 1960er-Jahre der damalige Traubenabnehmer die finanziellen Daumenschrauben anzieht, beschließt Familie Spornberger, selbst Wein abzufüllen. Auch so können Erfolgsgeschichten beginnen.

    Die Wurzeln der Erfolgsgeschichte des Kandlerhofs in Bozen / St. Magdalena reichen allerdings weit tiefer. Schon 1278 gibt es den Hof, der im 18. Jahrhundert in „Kandler“ umbenannt wird, weil hier ein Zinngießer, ein „Kandler“, seinem Handwerk nachgeht. Von ihm übernimmt Familie Spornberger den Hof 1793, seit damals ist er in Familienbesitz.

    Gregor Spornberger stellte von der reinen Trauben- auf die eigene Weinproduktion um und wird zu einem der Vorreiter eines verstärkt maschinellen Einsatzes im Südtiroler Weinbau. Dieser übergibt den Kandlerhof in Bozen / St. Magdalena Sohn Martin, der das Handwerk des Weinbaus und der Kellerwirtschaft von der Pike auf – und bis zum Uniabschluss – gelernt hat.

    Im Jahr 2023 geht die Generationen-Geschichte weiter. Martin hat den Hof an seinen Sohn Hannes weitergegeben. Der ausgebildete Winzer, ist voller Tatendrang. Seine modernere Interpretation der Weine kann man bereits schmecken.

    Neben den zwei Hektar Rebfläche in St. Magdalena, die den autochthonen roten Sorten Vernatsch und Lagrein, mit Merlot und der weißen Rebsorte Sauvignon Blanc bestockt sind, umfasst das aktuelle Projekt 2,5 ha und liegt in der Gemeinde Völs am Schlern. Eine neue Hofstelle, die im Jahre 2020 erworben wurde, wird von Viehwirtschaft (Weidewiesen) komplett auf Weinbau umgestellt. Der Hof befindet sich auf über 700 m ü.d.M. Es handelt sich um eine Südlage mit sehr kalkhaltigen Böden. Chardonnay ist dort die Hauptsorte. In wenigen Jahren kommen die ersten Weine auf dem Markt.
    Weinkellereien
    Weingut Untermoserhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Das Glück von Familie Ramoser ist, über Weinberge in den besten Lagen St. Magdalenas zu verfügen. Das Glück ihrer Kunden ist, dass man diese Lagen aus den Weinen des Weinguts Untermoserhof in Bozen auch schmeckt.

    Nicht umsonst nennt Georg Ramoser, der das Familienweingut mit Sohn Florian führt, als Attribute für seinen Wein „ehrlich“, „unverfälscht“ und „terroirgeprägt“. Aus seinen Weinen soll man die Herkunft schmecken, die Lage der Weinberge, die Arbeit, die man in Trauben und Wein steckt. „Unsere Weine bestechen durch Fülle, Geschmeidigkeit und Kraft, ohne jedoch an Saftigkeit und Frische zu verlieren“, sagt Ramoser.

    All dies kommt nicht von ungefähr. Schließlich bieten die Weinberge des Untermoserhofs in St. Magdalena optimale Voraussetzungen. Allerdings verlangen sie den Ramosers auch viel ab: „Die Steillagen sind mit viel Handarbeit verbunden, im Herbst wird diese aber durch optimale Traubengesundheit und Reife belohnt“, sagt der Senior-Winzer.

    So könne man ein konstant hohes Qualitätsniveau halten – Jahr für Jahr und für alle Weine im Sortiment. „Das wissen unsere Kunden zu schätzen“, erklärt Georg Ramoser, der keinen Grund sieht, den eingeschlagenen Weg zu verlassen, der da heißt: auf eine naturnahe, ehrliche und unverfälschte Art vom Terroir geprägte Weine in die Flasche zu bekommen. Klar ist: Dieser Weg ist mit harter Arbeit verbunden. Auch jener, immer besser zu werden.
    Weinkellereien
    Steidlerhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Sind Sie Weinkenner? Dann haben wir ein Spiel für Sie! Wir nennen Ihnen die Adresse eines Weinguts und Sie die Rebsorten, die dort angebaut werden. Unmöglich, meinen Sie? Na, dann beginnen wir mit dem Steidlerhof in Bozen. Ihn findet man in Obermagdalena 1. Jetzt klingelt’s, oder?

    Dachten wir’s doch! In St. Magdalena oberhalb von Bozen kann man beim Rebsorten-Tippen schon einmal locker zwei Punkte abstauben. Schließlich besteht der Wein, der den Namen des Dorfes weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat, aus rund neun Zehnteln Vernatsch und einem kleinen Teil Lagrein.

    Einen Klassischen St. Magdalener hat selbstverständlich auch der Steidlerhof in Bozen – Obermagdalena 1, Sie erinnern sich! – im Sortiment. Familie Gasser bringt aber auch noch andere Weine auf den Markt. „Wir bauen zum Beispiel einen typischen Sauvignon aus, einen trockenen Goldmuskateller, einen gehaltvollen Muscaris oder einen samtigen Lagrein“, erklärt Rudi Gasser, der den Steidlerhof heute führt.

    Familie Gasser hat dem historischen Hof ein breites Fundament verpasst. So werden nicht nur Trauben an- und Wein ausgebaut. Vielmehr betreiben die Gassers auch einen Buschenschank und vermieten Ferienwohnungen. Beides profitiert von der Lage des Steidlerhofs hoch über Bozen und vom Ausblick, den man hier genießt: auf die Dolomiten, auf das Häusermeer der Landeshauptstadt und nicht zuletzt auf die Weinberge von St. Magdalena.

    Was dort wächst, wissen Sie ja, oder?
    Weinkellereien
    Weingut Schmid Oberrautner
    Bozen, Bozen und Umgebung
    21 Generationen: So weit kann Familie Schmid ihren Stammbaum am Weinhof Schmid Oberrautner in Bozen-Gries zurückverfolgen. Sie gehört damit ganz ohne Zweifel zu den ältesten Winzerfamilien Südtirols. Heute ist es Florian Schmid, der das Erbe am Weinhof Schmid Oberrautner fortführt.

    1411, also lange bevor Amerika entdeckt wurde, legt Andrä Schmid in Bozen-Gries den Grundstein für den Weinhof Schmid Oberrautner, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Er lässt einen Hof mit Wirtschafts- und Wohngebäude errichten, von dem Teile noch heute Bestand haben. Solide Wertarbeit also, die den Schmids in Fleisch und Blut übergeht.

    Das gilt auch für die Weinproduktion, die ab dem 17. Jahrhundert eine immer größere Rolle in Gries spielt und heute das wichtigste Standbein des Weinhofs Schmid Oberrautner ist – auch wegen seiner hervorragenden Weine: „Mir ist es wichtig, Jahr für Jahr Charakter ins Glas zu bringen“, erklärt Florian Schmid. Voraussetzungen dafür seien unverwechselbare Böden in guten Lagen, Know-how und Bauchgefühl. „Deshalb steckt in meinen Weinen auch ein Stück von mir, von meiner Persönlichkeit, von meinem Stil und vor allem von meiner Passion für mineralische, frische und trinkige Weine“, sagt der Winzer.

    Der Rohstoff für diese Weine wächst auf gut neun Hektar Rebanlagen des Weinhofs Schmid Oberrautner. Es sind vor allem Lagrein und St. Magdalener, dazu kommen Blau- und Weißburgunder, Merlot und Chardonnay. So entstehen rund 95.000 Flaschen jährlich, die im Keller des Weinhofs Schmid Oberrautner eingekellert werden. Mitten in Gries, versteht sich.

    Anmerkung: 

    Bis September ist der Grieser Platz gesperrt, das Weingut ist deshalb nur über 

    Vittorio Venetostraße – Glaningerweg – Michael Pacher Straße – Fagenstraße

    oder 

    Talferbrücke – Cadornastraße – Fagenstraße

    erreichbar!
    Weinkellereien
    Kellerei Heiner.
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Der Heinrichshof liegt nur 10 Gehminuten von der Bozner Altstadt entfernt und bietet neben dem Ansitz samt alten Kellergewölben und der Heinrichskirche auch direkt am Stadtrand liegende Weinberge in Steillagen sowie einen im Weinberg integrierten Keller.

    Der Jungwinzer und Kellermeister Heiner Oberrauch hat den Weinhof im Jahr 2019 übernommen und setzt seither auf eine Nachhaltige Landwirtschaft sowie auf natürlich ausgebaute Weine, die den jeweiligen Jahrgang sowie die Rebsorte unverfälscht widerspiegeln.

    Die direkt am Hof liegendenen Rebflächen werden Biodynamisch und ausschließlich mit Hand bewirtschaftet und die gesamte Verarbeitung sowie Abfüllung der Weine erfolgt direkt im Keller, welcher auf 3 Ebenen unterhalb des Weinbergs integriert ist.

    Die Weinberge liegen großteils in Steillage mit bis zu 60 % Hangneigung und werden mit der alten Pergel-Erziehung sowie mit der Spaliererziehung bewirtschaftet.
    Als Besonderheit gilt der Weinberg, welcher gleich nebenan am Flussbecken der Talfer liegt und wo die bis zu 80 Jahre alten Lagrein-Rebstöcke auf alten Doppel-Pergel-Erziehung wachsen.
    Weinkellereien
    Weingut Eberlehof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    1312, vor mehr als 700 Jahren also, wurde der Eberlehof oberhalb von Bozen erstmals urkundlich erwähnt, seit 1668 ist er in Familienbesitz und ebenso lang ziert das Familienwappen auch ein Rebmesser. Das ist indes kein Wunder, liegt der Eberlehof doch mitten im klassischen St. Magdalener-Weinbaugebiet.

    Ebenso wenig verwundert es, dass 700 Jahre Hof- und Familiengeschichte Spuren hinterlassen und dass mit ihr eine Verpflichtung einhergeht, Tradition und Familie hochzuhalten. Letzteres wird klar, wenn man sich vor Augen hält, dass am Eberlehof gleich drei Generationen der Familie Zisser in den Weinbau involviert sind. Senior Horst und dessen Frau Lisi bringen ihre Erfahrungen ein. Sohn Tomas und seine Frau Margit bewirtschaften gemeinsam mit den Söhnen Christian und Lukas die Weinberge, den Weinkeller und kümmern sich um die drei Ferienwohnungen am Weingut.

    Was zudem das Hochhalten der Tradition betrifft, so werden am Eberlehof in erster Linie gebietstypische, autochthone Rebsorten (Vernatsch, Lagrein, Blatterle) in Pergelerziehung angebaut, daneben findet aber auch der Merlot Platz im Sortiment. „Schon wegen der steilen Lage im Hang ist der Einsatz größerer Maschinen unmöglich, weshalb wir unsere zum Teil sehr alten Reben fast ausschließlich in Handarbeit bewirtschaften“, erklärt Tomas Zisser. Weil zudem auf eine Lagerung in Eichenfässern gesetzt wird, sind die Rotweine vom Eberlehof vollmundig, körperstark und Ausdruck ihrer Herkunft. Genau so, wie es die Tradition will.
    Weinkellereien
    Pfannenstielhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Wer Familie Pfeifer am Pfannenstielhof in Bozen besucht, befindet sich, nach einer etwas ungewöhnlichen Zufahrt durch die Gewerbezone, inmitten von Reben. 1561 taucht der Pfannenstielhof zum ersten Mal in den Urkunden auf.
    Der Erbhof wird mittlerweile in siebter Generation von Johannes Pfeifer mit seiner Frau Margareth und seinen Töchtern Anna und Veronika geführt. Wie aber spiegelt sich die Tradition in der heutigen Wirtschaftsweise wider?

    Zum einen in einer naturnahen Bewirtschaftung der Weinberge, aber auch in der Konzentration auf die autochthonen Rebsorten Vernatsch und Lagrein. „Wir sind ein reiner Rotweinbetrieb“, sagt Pfeifer, „unsere Trauben stammen nur aus besten, gut durchlüfteten Lagen und werden ausschließlich auf Pergel gezogen“. Johannes Pfeifer hat immer an das Potenzial dieser autochthonen Sorten geglaubt. Es sind einzigartige und wertvolle Rebsorten, die sich vom internationalen Einheitsgeschmack klar abheben, ist er überzeugt.

    Die Tradition wird auch dann deutlich, wenn Johannes Pfeifer die Leitlinien erklärt, nach denen er seine Weine ausbaut. „Bodenständigkeit“ ist da der erste Begriff, den er nennt. Er wolle „ehrliche Weine“ schaffen, so Pfeifer. Und bei aller Tradition: „Der Trinkspaß darf natürlich auch nicht zu kurz kommen“, sagt der Winzer. Recht hat er.
    Weinkellereien
    Weingut Griesbauerhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Seit 1785 lebt Familie Mumelter am Griesbauerhof in St. Magdalena oberhalb von Bozen, das Weingut wird also schon in der siebten Generation bewirtschaftet. Diese repräsentiert Lukas Mumelter, der den elterlichen Hof 2018 übernommen hat – bestens vorbereitet.

    Seine berufliche Grundlage hat Lukas mit einem Studium des Weinbaus und der Önologie in Geisenheim geschaffen, danach hat er praktische Erfahrung gesammelt: in der Toskana, im Piemont und in Neuseeland. All dies fließt nun in den Weinbergen und im Keller des Griesbauerhofs zusammen, angefangen bei einer professionellen Beurteilung von Lage und Böden: „Die luftige Lage und die sandigen Lehmböden porphyrischen Ursprungs prägen unsere Weine“, erklärt Lukas Mumelter, „sowohl die Schwemmböden im Süden Bozens als auch die Moränenböden in Eppan“.

    Diese Böden, die beschriebene Lage und der Fleiß bei der Arbeit in den Weinbergen fließen in die Ernte von Cabernet, Merlot, Lagrein, Vernatsch und Pinot Grigio, die Lukas zu fruchtigen, samtigen, authentischen Weinen ausbaut. Diese können im Hofschank „Freiraum mumi“ verkostet werden, den Lukas‘ Bruder Michael führt und der von Mutter Margareth Mumelter mit hauseigenen Tomaten versorgt wird – gleich 30 verschiedenen Sorten.

    Bei aller Vielfalt liegt das Hauptaugenmerk des Griesbauerhofs dann aber doch auf der Tradition. So gibt Lukas Mumelter als Ziel seiner Arbeit an: „Große Weine aus den autochthonen Sorten Vernatsch und Lagrein zu keltern“. Auch wenn er also in der Welt zuhause ist – seine Wurzeln sind in Bozen.
    Weinkellereien
    Geier Simon Plonerhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Tradition wird in St. Magdalena groß geschrieben, da bildet das Weingut Plonerhof in Bozen keine Ausnahme. Im Gegenteil: Der Hof selbst geht zurück auf das 13. Jahrhundert und die Reben, mit denen Simon Geier hier arbeitet, sind über 70 Jahre alt. Ein vorsichtiger, schonender Umgang mit so viel Geschichte ist da schon fast eine Selbstverständlichkeit.

    Im Weinberg des Weinguts Plonerhof in Untermagdalena sind daher Umsicht und eine naturnahe Bewirtschaftung angesagt, was wiederum bedeutet: sehr viel Handarbeit. Die ist zwar mit einiger Mühsal verbunden, wirkt sich aber auch auf die Traubenqualität aus. „Wenn wir die Weingärten händisch bearbeiten, erreichen wir einen hohen Grad an Kontrolle, weil wir die Trauben ja mit allen Sinnen erfassen“, erklärt Geier.

    Zur Handarbeit kommt, dass man auf Herbizide gänzlich und auf Insektizide fast vollständig verzichtet. „Nur gegen die Kirschessigfliege müssen wir vorgehen, weil diese sonst die gesamte Ernte zerstören würde“, so der Winzer.

    Ist das Lesegut einmal eingebracht, entstehen im hofeigenen Keller aus Vernatsch- und Lagrein-Trauben klassische St. Magdalener, dazu ein fruchtiger Lagrein und ein Cuvée aus Goldmuskateller und Weißburgunder. Mit seinen Weinen hat das Weingut Plonerhof auch schon eine ganze Reihe von Preisen und Auszeichnungen eingefahren. Wer also mit den Uralt-Reben umzugehen versteht, wird mit höchster Qualität belohnt. Die Methusalems sind – so scheint es – in Geberlaune.
    Weinkellereien
    Weingut Larcherhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Geschichte besteht meist aus Stein. Am Larcherhof in Bozen-Rentsch etwa lagern die Weine in Holzfässern in einem jahrhundertealten Keller. Wohl noch beeindruckender sind aber die über hundert Jahre alten, mächtigen Lagrein-Rebstöcke des Larcherhofs. Geschichte, sieht man daran, lebt.

    Die Weinberge des Larcherhofs in Bozen-Rentsch gehören zur klassischen St. Magdalena-Anbauzone, die sich durch ein mildes, fast schon mediterranes Klima, durch heiße Tage und kühle Nächte zur Reifezeit, durch warme Porphyr- und lockere Schwemmböden auszeichnet. Hier verfügt Familie Spögler über fünf Hektar Rebfläche. „Wir bewirtschaften unsere Weinberge umweltschonend und naturnah, ohne Herbizide und Insektizide“, erklärt Hans Jochen Spögler.

    Bestockt sind die Weinberge mit Merlot, Vernatsch sowie Ruländer. Und vor allem mit Lagrein, versteht sich, der für Südtirol so typischen Sorte. Sie kommt in den Weinbergen des Larcherhofs in Bozen-Rentsch in verschiedenen Spielarten vor: Lagrein, Lagrein Kretzer und den Lagrein Riserva.

    Die Weinbautradition von Familie Spögler, die den Larcherhof schon seit 1893 bewirtschaftet. Erst seit 2008 werden die hofeigenen Weine aber selbst ausgebaut und abgefüllt. Mittlerweile hat man die Produktion auf 45.000 Flaschen jährlich angehoben, eine Zahl, die in den nächsten Jahren noch steigen wird.
    Weinkellereien
    Egger Ramer
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Seit 1880 gibt es das Weingut Egger-Ramer in Bozen, das seit damals einen einfachen Grundsatz verfolgt: autochthone Rebsorten modern zu kultivieren. Peter Egger-Ramer, Winzer am Weingut in der fünften Generation, hat dieses Ziel noch um einen Traum erweitert: den perfekten Lagrein zu schaffen.

    Mitten in der Landeshauptstadt Bozen gelegen, weist das Weingut Egger-Ramer dafür die besten Voraussetzungen auf – auch, weil man hier früh auf Lagrein setzt. „Mein Vater Toni hat schon in den 1970er-Jahren an die Kraft und das Potential des Lagrein geglaubt“, erzählt Peter Egger-Ramer, „zu einer Zeit also, als die Rebsorte noch als einfacher Bauernwein mit allzu vielen Ecken und Kanten verschrien war“.

    Auf den Ansätzen seines Vaters baut Peter auf, arbeitet unermüdlich an der Qualität seines Lagreins und schafft mit dem „Kristan Lagrein Riserva“ einen außergewöhnlichen Vertreter seiner Art. Wer glaubt, damit habe der Bozner Winzer sein Ziel erreicht, täuscht sich. Nach seinem Traum befragt, antwortet er: „Es wäre schön, eines Tages den perfekten Lagrein zu schaffen.“

    Auch wenn der Lagrein der Paradewein des Traditionsweinguts ist, ist die Palette an Rebsorten in den 15 Hektar umfassenden Weingärten in und um Bozen doch größer. Dort wachsen auch Goldmuskateller, Weißburgunder, Vernatsch und Lagrein. Allesamt autochthone Sorten, allesamt Weine, die den besonderen Charakter der Lagen widerspiegeln und – wie Peter Egger-Ramer sagt, „das Beste aus zwei Welten verbinden: alpin und mediterran“.
    Weinkellereien
    Weingut Obermoser
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Der Weinhof inmitten wertvollster Weinbergshügel in St. Magdalena am Rande der Dolomiten ist seit 1890 durch die Winzerfamilie Rottensteiner
    geprägt. Zu den gerne ererbten Leidenschaften meint Winzer Thomas „Die einheimischen roten Rebsorten, die steilen Weinberge im aufwändigen Pergel System und der traditionelle Ausbau der Weine im Holzfass bleiben auch für mich das Fundament unserer Weinkultur.“

    Damit tolle moderne Weine ohne Kunstgriffe reifen, wird die nötige Portion modernes Fachwissen und Innovation umgesetzt. Als entscheidend für die heutigen Erfolge betont Thomas: „Ich arbeite am liebsten im Weinberg als freier Weinbauer um im Terroir live die Reifung der Trauben zu betreuen und zu erleben.“ In der Metamorphose zum Wein im Keller sollen alle Sorten Freude am Gaumen erzeugen: Fruchtigkeit und beerige Saftigkeit sind entscheidend. Wichtig ist Thomas dabei: „Sortentypizität mit den Eigenschaften der Lagen und unserer Handschrift Jahr für Jahr vereinen.“ Die vorwiegend autochthonen Weine als Erzeugerabfüllungen von knapp 4 Hektar eigenen Kulturflächen sollen Komplexität entwickeln und die Balance halten, auch über die Jahre.

    Die Rückmeldungen der Weinliebhaber sind Freude und Motivation, sei es nun beim St. Magdalener Classico: „Voll und geschmeidig elegant. Kirschfrucht mit trockenen Veilchen- und Rosennoten.“ Oder beim Lagrein: „Die kräftige und gehaltvolle Rebsorte und das Terroir gepaart mit Finesse, Gefälligkeit und Ausgewogenheit.“ Und beim Sauvignon Blanc: „Exzellente Balance und Eleganz wie an der Loire. Überdurchschnittliches Aroma mit Mineralität.“
    Weinkellereien
    Weingut Loacker
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Was heute immer stärker Fuß fasst, wurde vor 40 Jahren noch belächelt. Rainer Loacker, dem Patriarchen des gleichnamigen Weinguts in Bozen, war das egal. Schon in den 1980er-Jahren ist er mit biodynamischem Weinbau gestartet. Oder besser: durchgestartet.

    Dieser Begriff beschreibt sehr viel besser, welche Entwicklung das Weingut Loacker in Bozen bis heute durchgemacht hat. So hat es etwa neben dem historischen Südtiroler Standbein noch zwei weitere dazubekommen. In Gestalt zweier Weingüter in der Toskana – eines in Montalcino, eines in der Maremma.

    Egal aber, wo Loacker-Reben wachsen: Sie werden streng biodynamisch bewirtschaftet. „Weil wir das schon so lange tun, haben wir sehr lebendige Böden und wir sind auch unter den ganz wenigen, die Homöopathie im Weinberg benutzen“, erklärt Rainer Loacker. Dazu kommt eine besondere Form der Gründüngung. Heißt im Klartext: Im Winter wird in den Weinbergen gesät, die Aussaat macht künstlichen Dünger überflüssig. „Wir sind Querdenker und Rebellen, wir fordern den Status quo und die Mainstream-Gesellschaft heraus“, heißt es aus der Loacker-Familie.

    Das Querdenken setzt sich – selbstverständlich – auch im Keller fort. So werden alle Weine, darunter der eigenwillige Sauvignon Tasnim und der herausragende Lagrein Gran Lareyn, nur mit ihren eigenen Jahrgangshefen vergoren. „Unsere naturbelassenen Weine sind einfach anders“, erklären die Loackers, „sie haben einen eigenen Charakter und eine Seele“.
    Weinkellereien
    Trogerhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Der Trogerhof in Bozen gehört zu den ältesten Höfen im klassischen St. Magdalener-Gebiet. Und Winzer Josef „Pepi“ Staffler zu denjenigen, die die St. Magdalener-Tradition hochhalten. „Der Magdalener ist ein leichter, fruchtiger, regionaltypischer Südtiroler Rotwein“, sagt er. Und soll es auch bleiben – auch das kann man aus diesem Satz lesen.

    Der St. Magdalener wird zum allergrößten Teil aus Vernatschtrauben gewonnen. „Wegen des heißen Klimas im Bozner Kessel und wegen des kleinen Anteils an kräftigem Lagrein ist der Magdalener aber voller und intensiver als andere Vernatsch-Varianten“, erklärt Staffler die Geheimnisse des Weins, dem er sein Winzerleben verschrieben hat.

    Die Vernatsch- und Lagreintrauben des Trogerhofs wachsen auf den Moränenschuttböden in Untermagdalena, an Hängen also, die hinauf auf den Ritten ziehen. Geerntet werden beide Sorten zeitgleich, auch vergoren werden sie zusammen. Pepi Staffler baut seinen St. Magdalener im klassischen Eichenfass aus, und zwar im historischen Bogenkeller des Trogerhofs. Das ist weniger eine Verbeugung vor der Tradition, als vielmehr den Bedingungen geschuldet, die der uralte Keller bietet. „Unser Keller ist aus Naturstein gebaut, hat Natursteinböden und ein angenehmes Raumklima“, so der Winzer.

    Ziel von Pepi Staffler ist, den St. Magdalener vom Trogerhof zu einem „guten Tageswein“ zu machen, bei dem Preis und Leistung stimmen. Mehr nicht. Aber eben auch nicht weniger.
    Weinkellereien
    Fliederhof Weinmanufaktur
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Eigentlich müsste der Fliederhof in Bozen/St. Magdalena „Tulpenhof“ heißen. „Vor 20 Jahren haben wir einige Tulpenzwiebeln gepflanzt und jetzt ist der Weinberg unterhalb des Hofs im Frühjahr ein wahres Tulpenmeer“, erzählt Stefan Ramoser. Egal aber, ob Flieder oder Tulpen: Der Fliederhof in Bozen/St. Magdalena hat keine Blumen im Sortiment, sondern produziert ehrliche, naturbelassene Weine.

    Seit 1930 im Besitz von Familie Ramoser, wird derzeit eine Rebfläche von drei Hektar bewirtschaftet, wobei es die Natur ist, die den Ton angibt. „Die Arbeitsweise und Planung aller Arbeitsgänge in Weinberg und Keller sollen die natürlichen Abläufe möglichst nicht beeinflussen“, sagt Stefan Ramoser.

    Die Weinberge des Fliederhofs in St. Magdalena haben eine Neigung von bis zu 40 Prozent, können aufgrund der Steilheit also nur mit viel Handarbeit bearbeitet werden. Ramoser ist daher überzeugt, dass eine genaue Arbeit im Weinberg ebenso zum Erfolg beiträgt, wie die natürlichen Gegebenheiten – Boden, Regen, Wind und Sonne – und das eigene Nachhaltigkeitskonzept. Dazu gehört ein standortangepasstes Begrünungsmanagement zum Humusaufbau, aber auch das Ausbringen von Kompost aus eigener Produktion.

    Im Ergebnis soll man all dies schmecken: „Weine vom Fliederhof sollen den besonderen Trinkgenuss erleben lassen“, sagt Winzer Stefan Ramoser, „ehrlich, naturbelassen und mit Charakter, ohne besonderes Styling, das diese Eigenschaften kaschieren könnte“. Und dass diese Weine auch Vernatsch – St. Magdalener – umfassen, liegt angesichts des Standorts auf der Hand. Oder wie Ramoser sagt: „Wir sehen uns als echte Verfechter dieser autochthonen Rebsorte.“
    Weinkellereien
    Franz Gojer - Glögglhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Weniger ist mehr – manchmal zumindest. Deshalb beschränkt sich Familie Gojer im Keller ihres Weinguts Glögglhof in St. Magdalena oberhalb Bozens darauf, das Allernötigste zu tun und ihren Weinen sonst einfach Ruhe zu gönnen. Ruhe und genügend Zeit, um sich entwickeln zu können.

    Das Weingut Glögglhof ist ein kleiner Familienbetrieb, der mitten im Herzen des mit einer langen Tradition gesegneten St. Magdalener Weinbaugebiets liegt. Hier, ein Stück oberhalb der Landeshauptstadt Bozen, zählt jedes Detail, ist Franz Gojer überzeugt: „Jeder einzelne Arbeitsschritt – sei es im Weinberg, sei es im Keller – ermöglicht uns, Einfluss auf das Ergebnis zu nehmen. Schließlich ist der abgefüllte Wein nichts anderes als die Summe all dieser Arbeitsschritte.“

    Bei allen Schritten die die Gojers setzen, stehen die Rücksicht auf die Natur und die Sorgfalt an oberster Stelle. „Wir handeln nach dem Grundsatz: Qualität entsteht im Weinberg“, sagt der Winzer des Weinguts Glögglhof in Bozen.

    Im Keller kommt dann sein minimalistischer Ansatz zum Tragen. „Wir beschränken uns auf die nötigsten Eingriffe und geben dem Wein Zeit zur Entwicklung“, erklärt Gojer. So schafft man am Glögglhof authentische, lagentypische Weine, die zugleich elegant und harmonisch sind. „Wir versuchen stets, Herkunftscharakter und Jahrgangsunterschiede zu bewahren“, so Gojer, „daher zeichnen sich unsere Weine gegenüber Industrie- oder reinen Verkostungsweinen durch ihre unverfälschte Art aus“.
    Weinkellereien
    Weingut | Klosterkellerei Muri-Gries
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Weinkeller haben für Weinliebhaber etwas fast schon Sakrales. Dieser Eindruck dürfte in der Klosterkellerei Muri-Gries in Bozen noch verstärkt werden. Schließlich waren die Räume, die heute als Keller genutzt werden, bis Ende des 18. Jahrhunderts die Kirche des damaligen Augustinerstifts. Und noch heute gelangt man aus dem Keller direkt in den Klosterkreuzgang.

    Die Verbindung zwischen Wein und Kloster, die es schon seit Jahrhunderten gibt, wird also auch am Klosterkomplex deutlich. So ist das Herzstück der Weinberge, der Klosteranger, noch heute Teil der Klosteranlage im Bozner Stadtteil Gries. Daneben kommen die Trauben aus weiteren Weinbergen in und um Bozen sowie im Überetsch in die Klosterkellerei.

    Besitzerin von Kellerei und Weingut ist die Gemeinschaft der Benediktiner von Muri-Gries, während die tägliche Arbeit rund um den Wein in den Händen von Laien liegt, allen voran in jenen von Kellermeister Christian Werth. Er beschreibt die Weine der Klosterkellerei als „elegant, geradlinig, betont sortentypisch, kraftvoll und eng verbunden mit ihrer Herkunft“.

    Ein besonderes Augenmerk gilt dem Lagrein. „Diese traditionelle Sorte wollen wir in all ihren Facetten zeigen: vom als Kretzer bekannten Rosè über den traditionell im großen Holzfass gereiften Lagrein bis hin zu den Riservas, die behutsam im Barriquefass ausgebaut werden“, so Werth.

    Tradition wird – wen wundert’s? – in der Klosterkellerei Muri-Gries also groß geschrieben. Ebenso groß wie Kontinuität, Qualitätsstreben und die Verbundenheit mit Natur- und Kulturlandschaft. Werte, versteht sich, werden in einem Kloster hoch gehalten.
    Weinkellereien
    Zundlhof
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Mitten im Weinberg und doch in der Stadt: Einzigartig gelegen ist der Zundlhof in Bozen, der seit fast 50 Jahren von Familie Ramoser geführt wird – vor allem als klassischer Weinhof, aber auch als Urlaub auf dem Bauernhof-Betrieb.

    Gerade einmal eineinhalb Kilometer vom Zentrum der Landeshauptstadt entfernt liegt der Zundlhof, an dem seit 1975 weinbautechnisch Helmuth Ramoser das Sagen hat. Unterstützt von seiner Tochter Johanna und deren Mann Martin bewirtschaftet er einen halben Hektar Rebfläche in Kaltern, vor allem aber die drei Hektar rund um den Zundlhof in Bozen – „mit viel Liebe und Passion“, wie Helmuth Ramoser selbst sagt.

    Sein Weinberg in Bozen ist dabei eher ein Weingarten. Schließlich liegt er zwar in der klassischen Bozner St. Magdalener-Zone, anders als die meisten anderen Rebanlagen dort kleben jene des Zundlhofs aber nicht am Hang, sondern liegen nahezu eben im Talboden.

    Hier findet Helmuth Ramoser beste Voraussetzungen für die Rebsorten vor, die er zieht. Das sind in erster Linie – und in dieser Lage ist das alles andere als verwunderlich – Vernatsch und Lagrein, die „Zutaten“ für den klassischen St. Magdalener, den Ramoser am Zundlhof ausbaut. Dazu kommen Blauburgunder, Merlot sowie Cabernet Sauvignon und als einzige Weißweinsorte Weißburgunder.

    Verkosten kann man die ebenso kleine wie feine Palette an Weinen am besten in der Laube des Zundlhofs. Mitten im Weinberg und doch in der Stadt.
    Weinkellereien
    Christoph Unterhofer reyter
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Die beiden Flüsse Talfer und Eisack hinterließen diese einmalige Lagreininsel im Stadtteil Gries, die mit ihrem einzigartig sandig, lehmigen, mit Porphyr angereicherten Böden, die Grundlage für unsere Weine bildet. Durch gezielte Einsaaten sorgen wir für Biodiversität, dadurch bleiben die Böden autark, und jedes Jahr aufs Neue entstehen charakterstarke Weine.
    Sämtliches Tun und Schaffen im Weinberg und Keller ist schonend und sanft, damit der Wein möglichst naturnah in die Flasche kommt. Vielfach bereits von unseren Vorfahren gepflanzt, stehen die Rebstöcke nunmehr seit Jahrzehnten und trotzen standhaft der Zeit, auch unserer modernen und schnelllebigen. Um die Weinreben im Einklang mit der Natur zu erhalten, werden diese seit 1996 liebevoll nach zertifizierten ökologischen Grundsätzen gepflegt.
    Dass reyter-Weine bio-zertifiziert sind, ist nicht nur aus unserem Idealismus heraus, sondern vor allem ein sichtbares Zeichen für unsere Kunden, mit jeder Flasche reinen Wein eingeschenkt zu bekommen.
    Weinkellereien
    Weingut in der Eben
    Bozen, Bozen und Umgebung
    Das Weingut In der Eben in Kardaun war eines der ersten, das biologisch bewirtschaftet wurde. Als Pionier ging damals Johannes Plattner voran, dessen Sohn Urban dem Weg des Vaters heute nicht nur folgt, sondern selbst vorangeht: mit biodynamischer Bewirtschaftung und „lebenden Weinen“.

    Seit 1982 ist das Weingut In der Eben in Kardaun im Besitz von Familie Plattner, seit 1996 werden die Trauben von drei Hektar Rebfläche am Hof ausgebaut. Diese Schritte sind Johannes Plattner zu verdanken, seit 2011 steht allerdings sein Sohn Urban am Steuer. Er stellt den Hof auf biodynamischen Anbau um, durch Einsaat von Gräsern und Kräutern fördert er die Artenvielfalt im Weinberg und damit auch die Nützlinge, die – gepaart mit umsichtiger Laubpflege und selektiver Lese – für ein gesundes Traubengut sorgen.

    Urban Plattner hat nicht nur die Wirtschaftsweise weiterentwickelt, er hat auch den Stil der Weine des Weinguts In der Eben grundlegend verändert. So entstehen aus Vernatsch, Blauburgunder, Malvasier, Merlot, Lagrein und Sauvignon Blanc Weine ganz eigener Art, „lebende Weine“, wie Plattner sagt. „Ich lasse meine Weine spontan vergären und baue sie sehr lang im Holzfass aus, weil sie nur mit Zeit, Geduld, kaum Schwefel und der richtigen Sensibilität die Tiefe bekommen, die ich mir für sie wünsche“, so Plattner.

    Zum besonderen Trinkerlebnis gehört schließlich, dass alle Weine des Weinguts In der Eben in Kardaun unfiltriert auf den Markt kommen. Als lebende Weine, eben.
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