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    Alle Weinkellereien an der Südtiroler Weinstraße

    Die besten Weine der Region verkosten, kaufen und erleben. Ob im kleinen Betrieb, der ausschließlich eigene Trauben verarbeitet oder in der genossenschaftlich geführten großen Kellerei: Südtirols Weine zeichnen sich durch Vielfalt und Charakter aus. Und immer mehr Weinkellereien setzen nicht nur auf Qualität im Glas, sondern auch auf architektonische Qualität. Hier findest du alle Weinkellereien in der Region mit Infos zu Öffnungszeiten, Verkostungen und Ausschank.

    Ergebnisse
    Weinkellereien
    Schlosskellerei des Fritz Dellago
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Weine, die in einem Bunker und einem Luftschutzstollen ausgebaut werden, Weine, die bei Staatsbanketten serviert werden, Weine, die das Siegel der Republik San Marino tragen: All das sind die Weine der Schlosskellerei Korb in Eppan. Ihnen drückt in erster Linie Winzer Fritz Dellago mit seiner Kreativität seinen Stempel auf.

    Alles beginnt dabei in den Weingärten der Schlosskellerei, die nur viereinhalb Hektar, aber eine breite Sortenvielfalt umfassen: Weißburgunder, Chardonnay, Sauvignon, Gewürztraminer, Ruländer, Riesling, Vernatsch, Zweigelt, Blauburgunder, Lagrein, Merlot, Cabernet Sauvignon und Petit Manseng. „Ich mag die Vielfalt und habe auch keine Lieblingsrebsorte“, sagt Dellago, „jede hat ihren eigenen Charakter und mich fasziniert jeder gelungene Wein“.

    Kein Wunder also, dass der Fokus im Keller darauf liegt, den sortentypischen Charakter der Weine zu unterstreichen. „Man soll nichts verfälschen, die Weine sollen ehrlich sein“, so der Winzer. So bodenständig die Philosophie, so kreativ die Methoden. So baut Fritz Dellago seine Weine in einem ehemaligen Bunker aus und nutzt einen alten Luftschutzstollen als Barrique-Keller und für die Rüttelpulte, an denen Sekt von Hand gerüttelt wird.

    Das Ergebnis findet viel Beachtung – weltweit, könnte man sagen. So ist die Schlosskellerei Korb offizieller Weinproduzent der Republik San Marino. Und bei den Olympischen Spielen in Peking und London wurden die Weine der Eppaner Kellerei bei den Staatsbanketten serviert.
    Weinkellereien
    Ansitz Villa Rasslhof
    Tramin an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Weinbau und Weinproduktion am Weingut Ansitz Villa Raßlhof in Tramin ruhen auf einem soliden Fundament. Und das gleich in doppelter Hinsicht. Zum einen ist da die historische Basis, die schon der Ururopa von Walter Gamper, dem heutigen Betreiber, mit dem Bau des Raßlhofes im Jahr 1889 gelegt hat. Das bedeutet: Die Weinleidenschaft hat Familie Gamper bereits in fünfter Generation im Blut.

    Auf das solide Fundament – im wahrsten Sinne des Wortes – weist zudem der Name des Weinguts selbst hin. Hier wurde über Jahrzehnte die Grundlage für jeglichen Weinbau geschaffen, und zwar in Form von Jungreben, „Rasln“ also. Sie wurden angebaut, wo heute die Reben eines der kleinsten DOC-Weinproduzenten Südtirols stehen.

    Klein oder nicht: Am Raßlhof gelten strenge Vorgaben. So setzt Familie Gamper im Weinberg seit jeher auf ein Wirtschaften im Einklang mit der Natur, im Keller dominiert dagegen die Tradition, an der man sich beim Ausbau der Weine orientiert.

    Und dass am Ansitz Villa Raßlhof in Tramin tatsächlich alles in einer Hand liegt, zeigt schließlich auch die Tatsache, dass hier Trauben nicht nur an- und zu Wein ausgebaut werden. Vielmehr kann man die so entstehenden Weine im Buschenschank am Ansitz Villa Raßlhof direkt an der Weinstraße auch gleich genießen.
    Weinkellereien
    Sektkellerei Lorenz Martini Comitissa
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Im Weindorf Girlan gehört die Leidenschaft für Wein zum guten Ton – erst recht natürlich, wenn die Leidenschaft schon in der Familie liegt. Bei Lorenz Martini ist genau dies der Fall. Er hat sich seine Sporen in der familieneigenen Kellerei verdient und nun den nächsten Schritt gesetzt: hin zum Schaumwein.

    Dabei kommt ihm selbstverständlich die jahrelange Erfahrung zugute, die Tatsache, dass er das Handwerk von der Pike auf gelernt hat. All dies lässt sich nicht zuletzt daran ablesen, dass Lorenz Martini konsequent auf Qualität setzt. In seiner Sektkellerei werden Trauben aus Girlan, Eppan-Berg und Glaning verarbeitet. „Diese Lagen verleihen unserem Sekt trotz des mediterranen Klimas eine angenehme Frische und ein unverkennbares Aroma“, sagt Martini.

    Zu Schaumwein verarbeitet werden 30 Prozent Chardonnay, weitere 30 Prozent Weiß- und 40 Prozent Blauburgunder, im Gewölbekeller lagern jeweils vier Jahrgänge gleichzeitig. Weil in der Sektkellerei Lorenz Martini in Girlan streng nach der klassischen Methode produziert wird, liegt der Sekt zuerst drei Jahre lang auf der Hefe. Danach reift er in der Flasche weiter, jede davon muss von Hand gerüttelt werden.

    So entsteht ein Sekt, der von Experten als „nach frischer Brotkruste und Honigwabe duftend mit leichter Note von Zitrusfrüchten“ beschrieben wird, als „vollmundig, körperreich und harmonisch im Geschmack“. Sekt, das liest man auch aus dieser Beschreibung, weckt den Poeten in uns. 
    Weinkellereien
    Putzenhof der Schweigkofler Anna
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Wenn Makler Immobilien mit dem Zusatz versehen, sie hätten „Potential“, weiß man: Man steht vor einer Ruine. Vor diesem Hintergrund hatte der Putzenhof in Leifers-St. Jakob in den 1950er-Jahren jede Menge Potential. Und tatsächlich:

    Familie Schweigkofler-Mottironi hat es voll und ganz ausgeschöpft. Tatsächlich. 1956 kaufen Viktoria und Johann Schweigkofler den Putzenhof im zu Leifers gehörenden St. Jakob. Die Weinberge sind veraltet, zum Teil seit Jahren nicht mehr bewirtschaftet, die Gebäude baufällig, die Zufahrt ist mühsam. Hinter diesem maklerdeutschen „Potential“ erkennen die Schweigkoflers aber das tatsächliche: „Die Lage am Fuß einer Porphyrwand, der nach Südwesten ausgerichtete Hang und die klimatischen Voraussetzungen waren für den Weinbau geradezu ideal“, sagt Enkel Roman Mottironi, der das Weingut heute führt.

    Die idealen Voraussetzungen nutzen die Besitzer, um in drei Generationen aus einer Ruine ein funktionierendes Weingut zu machen. Heute verfügt es über eine Rebfläche von 5,5 Hektar, die naturnah bearbeitet wird. Auf Herbizide etwa wird bereits seit Jahren verzichtet. So wächst der Rohstoff für eine Reihe von Weinen heran: schonend und naturnah. Ebenso schonend entsteht im Keller des Putzenhofs in Leifers ein weißes Sortiment mit Chardonnay, Sauvignon Blanc und Kerner sowie ein rotes mit Lagrein, Blauburgunder und einem Bozner Leiten aus Vernatsch, Lagrein und Blauburgunder. 37.000 Flaschen jährlich werden abgefüllt. Das Potential des Putzenhofs kann also durchaus beziffert werden.
    Weinkellereien
    H. Lun
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Sich durch Kontinuität und Qualität abzuheben, ist das Ziel, das die Kellerei Girlan mit ihrer Marke H. Lun verfolgt. Sie hat die Traditionskellerei gleichen Namens übernommen und führt die Marke im Sinne des Gründers fort.

    1840 lanciert Alois H. Lun erstmals ein Weinsortiment, das seinen Namen trägt und erlesene Weine aus besten Lagen vereint. Seit damals gilt H. Lun als Marke, die höchsten Standards genügen muss. So werden die Trauben von Kellermeister Gerhard Kofler sorgfältig nach Lagen und Qualität selektioniert, um das vielseitige Terroir zum Ausdruck zu bringen. „Die Kunst ist, früher wie heute, jede Sorte aus der richtigen Lage zu beziehen, um die Eigenständigkeit der H. Lun-Weine zu festigen“, so Kofler.

    So entsteht ein breites Sortiment an Weinen: Weiß-, Grau- und Blauburgunder, Chardonnay, Müller Thurgau, Sauvignon, Gewürztraminer, Riesling, Gelber Muskateller, Lagrein und Vernatsch – ein Querschnitt durch Südtirols Weinvielfalt. Diese findet nicht nur klimatisch optimale Bedingungen vor, auch die Vielfalt der Böden liefert beste Voraussetzungen: „Das Spektrum reicht vom vulkanischen Porphyr über verwitterte Urgesteinsböden bis zu sandigem Mergel“, erklärt Kellermeister Kofler, „so findet jede Rebsorte den geeigneten Untergrund“.

    All dies fließt in die H. Lun-Weine ein, all dies wird in der Toplinie der Marke noch auf die Spitze getrieben. Sie trägt den Namen „Sandbichler“ und steht für aromaintensive, raffiniert ausgebaute Weiß- und „gemütlich lang gereifte“ Rotweine. Für alle gilt aber, was Gerhard Kofler sagt: „Sie sind das Ergebnis jahrelanger Tradition.“
    Weinkellereien
    Sekt- und Weinkellerei Braunbach
    Terlan, Südtiroler Weinstraße
    Wenn man nach einer passenden Location für eine Sektkellerei sucht, stünde ein ehemaliges Kloster wohl ganz weit oben auf der Liste. Genau in einem solchen ist die Sektkellerei Braunbach in Siebeneich bei Bozen untergebracht. Und weil Tradition nun einmal verpflichtet, wird Sekt hier strikt nach der klassischen Methode hergestellt.

    Über 800 Jahre reicht die Geschichte des Klostergebäudes in Siebeneich zurück. Vom Bischof von Brixen dem Deutschen Orden geschenkt, musste es irgendwann aufgelassen werden. Weil es aber nicht verfallen sollte, wurden die ehemaligen Klosterkeller renoviert und darin die Sektkellerei Braunbach eingerichtet. Deren Spezialität ist – wenig erstaunlich – Sekt, der strikt nach dem traditionellen Verfahren hergestellt wird.

    Das heißt auch: Lagerung auf der Hefe, manuelles Rütteln und schließlich Enthefen – der Fachmann spricht von „Degorgieren“ – der Flaschen. Besonders stolz ist man bei Braunbach auf den klassisch vergorenen Sekt von Braunbach Brut. „Er reift 36 Monate lang auf der Feinhefe und besticht durch seine feinkörnige Perlage und seinen frischen, jugendlichen und anregenden Charakter“, erklärt Hans Kleon, Kopf der Sektkellerei Braunbach.

    Neben Sekt werden im Keller von Braunbach auch Weiß- und Rotweine ausgebaut: Merlot, Lagrein, Cabernet, Chardonnay, Sauvignon und Gewürztraminer. Ihr Geheimnis kennt Kleon ebenfalls: „Die geologischen und mikroklimatischen Bedingungen unserer Anbaulagen liefern die Grundlage für saftige, bekömmliche, aber auch komplexe Weine mit starkem Gebietscharakter“, erklärt er.
    Weinkellereien
    Rösslhof
    Kaltern an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Erwähnt man den Kalterer See, horchen nicht nur Landschaftsliebhaber, sondern auch und vor allem Weinkenner auf. Im Rösslhof kommen beide voll und ganz auf ihre Kosten: erstere dank der optimalen Lage des Weinguts direkt am See, letztere wegen der hervorragenden Weine, die im Keller des Rösslhofs gekeltert werden.

    Es ist Emma Ambach Psenner, die dort den Staffelstab übernommen hat und heute das Weingut führt, das schon seit Generationen von ihrer Familie bewirtschaftet wird. Auf dieser Tradition aufbauend, finden sich im Sortiment des Rösslhofs vor allem klassische Sorten wie Sauvignon, Vernatsch und Lagrein. Und für diese gilt eine klare Richtschnur: „Uns ist es ein Anliegen, dass wir die besondere Landschaft am Kalterer See, dass wir die Lage, dass wir das Klima in unseren Weinen bestmöglich zur Geltung bringen“, sagt die Winzerin.

    Dass dies gelingt, davon können sich Weinkenner überzeugen, mitunter auch – und wohl am besten – direkt vor Ort. Schließlich führt der Rösslhof seinen eigenen Hofschank, in dem man sich nicht nur quer durchs Sortiment kosten, sondern dies bei traditioneller Hausmannskost tun kann. Überzeugen die Weine von Emma Psenner, kann man sie im Hofladen erwerben. Und wer wissen möchte, wie sie entstehen, dem sei eine Weingartenexkursion ans Herz gelegt. Was man dabei nicht erfährt, spielt in der Welt des Weinbaus keine Rolle.
    Weinkellereien
    Cora
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Eigentlich war Lorenz San Nicolò als Unternehmer in Mailand erfolgreich, weil ihn seine Leidenschaft für den Wein aber nie losgelassen hat, betreibt er seit 2012 mit seiner Frau Sissi den Corahof in St. Pauls – „als Überzeugungstäter“, wie San Nicolò selbst sagt.

    Und doch: Das Urbane hat Familie San Nicolò nicht ganz hinter sich gelassen. So dominiert den Hauptraum ihrer kleinen Kellerei ein funkelnder Jugendstil-Kronleuchter, der aus dem Nachlass des altehrwürdigen Hotels Bristol in Meran stammt und der zum restlichen Inventar, zu Maschinen und Traktoren passt wie die Faust aufs Auge. „Der Luster ist ein Symbol für unsere Liebe zur Eleganz, zum Festlichen und Beschwingten des Lebens“, erklärt Lorenz San Nicolò. Auch deshalb habe man den Kronleuchter zum Logo des Corahofs in St. Pauls erkoren.

    So ziert er die Etiketten der Weine, deren Grundlage 1 Hektar Rebfläche bilden. Und deren Grundlage bilden wiederum ganz besondere eiszeitliche Sedimente. „,Kampferde‘ nennt man diese fruchtbaren Böden in der Umgangssprache und sie bilden mit der Südost-Exposition unseres Weinbergs sowie intensiver Sonneneinstrahlung in den frühen Morgenstunden ideale Voraussetzungen für unseren Wein“, so der Winzer.

    Der Wein des Corahofs entsteht im eigenen Keller, wo das Lesegut – Merlot, Goldmuskateller, Carbernet Franc, Sauvignon blanc und Petit Manseng – dank modernster Technik sauber und schonend verarbeitet wird. Zudem gilt für die Vinifikation der minimalistische Ansatz der San Nicolòs, denn: „Nur so können wir die wertvollen Aromen der Trauben möglichst unverfälscht in die Flasche bringen.“
    Weinkellereien
    Ferrari Roberto
    Tramin an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Roberto Ferrari ist ein Quereinsteiger. Und doch nicht so richtig. Schließlich ist er seit jeher in der Weinwelt zugange, und zwar als Kellermeister. „Nachdem ich das jahrelang gemacht hatte, wollte ich Weine unter meinem eigenen Namen schaffen“, sagt Roberto Ferrari. Er betreibt deshalb die Weinmanufaktur Profil in Tramin.

    2007 setzt Ferrari zum Absprung an, kündigt seinen Posten in einer namhaften Kellerei und macht sich mit vier Hektar Weinbergen selbständig. Darin baut er seitdem – biologisch, wenn auch nicht zertifiziert – Chardonnay, Lagrein, Weiß- und Blauburgunder sowie Merlot an, die der ehemalige Kellermeister zu drei Linien ausbaut: Profil, Pulsar und – als Auswahl der besten Jahrgänge – RF Selection.

    Im Keller leitet Ferrari das Ziel, außergewöhnliche Weine zu schaffen, Weine, die – wie er selbst sagt – von Leidenschaft, Können und Kreativität gezeichnet seien. „Ich versuche stets, meinen Weinen den Extrahauch Persönlichkeit beizumischen, und so entstehen diese Weine – mit meinem Namen, mit meiner Handschrift“, erklärt der Kopf der Weinmanufaktur.

    Heute verlassen rund 18.000 Flaschen die Weinmanufaktur Profil in Tramin: aromatische und mineralische, überraschende und echte, vor allem aber natürliche Weine. Das war auch der Grund, warum Roberto Ferrari sich selbständig machen wollte. Er wollte eigene Weine schaffen: charakterstark, individuell, aber nicht aufdringlich. Gäbe es ein Navigationssystem im Leben des Winzers Roberto Ferrari, würde es nun melden: „Sie haben Ihr Ziel erreicht.“
    Weinkellereien
    Kellerei Tramin
    Tramin an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Den Begriff „Mitglieder“ meidet man in der Kellerei Tramin, man bevorzugt „Mitbesitzer“, wenn es um die 300 Weinbauern geht, die die Genossenschaft bilden. Schließlich ruht das ganze Fundament der 1998 gegründeten Kellerei auf ihren Winzern, deren Familien und den 260 Hektar Weinbergen, die sie bewirtschaften.

    Die Weinberge der Traminer liegen auf Höhen von 250 bis 850 Metern, man kann demnach auf eine breite Palette von Lagen, Böden und Mikroklimata zurückgreifen. Für die Weinbergarbeit gibt es strenge Vorgaben, vor allem auf eine punktgenaue Lese wird in der Kellerei Tramin Wert gelegt. „Unsere Vorgaben bilden die Grundlage für die gleichbleibend hohe Qualität unserer Weine, für ihre außergewöhnlichen Duftnoten und den fruchtbetonten Geschmack“, erklärt Kellermeister Willi Stürz.

    Gerade die ausgeprägte Frucht hat auch natürliche Ursachen, allen voran die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. „Tagsüber weht eine warme, trockene Ora vom Gardasee über unsere Weinberge und verhindert das Aufkommen von Fäulnis“, so Stürz. Nachts sinken die Temperaturen dann auf 10 Grad und weniger. Der Mix aus einer besonders gnädigen Natur auf der einen sowie Sorgfalt, Fleiß und Konsequenz der Mitbesitzer auf der anderen Seite ist also das Erfolgsrezept der Kellerei Tramin, von dem vor allem das Aushängeschild der Kellerei profitiert: der Gewürztraminer. So ist der „Epokale“ der erste Weißwein Italiens mit 100/100 Punkten von Robert Parker Wine Advocate.
    Weinkellereien
    Weingut J. Hofstätter
    Tramin an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    1907 gründet Josef Hofstätter ein Weingut in Tramin, das sich bis heute zu den größten Südtiroler Familienweingütern entwickelt hat. Wobei der Begriff „Südtiroler“ den Wirkungskreis von J. Hofstätter zu sehr eingrenzt, geht der Blick der Betreiberfamilie Foradori doch über die Grenzen hinaus.

    Weit hinaus. Anbauflächen von 50 Hektar im Westen und Osten des Unterlandes, im Süden des Trentino und – als erster Winzer aus Italien – auch an der Saar werden unter der Führung von Martin Foradori und der Marke J. Hofstätter bewirtschaftet. So breit der Wirkungskreis auch ist, die Philosophie ist immer dieselbe: „Hofstätter ist in Südtirol der Vorreiter des Lagendenkens, der Ausrichtung also, dass Weine nach der Lage schmecken sollen, in der die Trauben heranreifen“, erklärt Foradori. Böden, Klima, Höhe: All dies sollen die Weine von J. Hofstätter widerspiegeln. „Sieben unserer Weine führen die Ursprungsbezeichnung, Vigna‘, ein dem französischen ,Gran Cru‘ vergleichbares Prädikat“, so Foradori, der das Lagendenken auf eine einfache Weisheit zurückführt: „Wenn Rebsorte und Lage zusammenspielen, entsteht ein einzigartiger Wein.“

    Dazu kommt eine schonende Bewirtschaftung der Weinberge, die bei J. Hofstätter Tradition hat: „Wir haben früh die sanfte Art des Rebschnittes genutzt, die Eingriffe minimiert und gesunde, kräftige Rebstöcke heranwachsen lässt“, erklärt der Winzer. Und auch bei der Sortenwahl ist man der Tradition verpflichtet. Sie setzt auf heimische Trauben: Weißburgunder, Lagrein, Vernatsch, Gewürztraminer und Blauburgunder.
    Weinkellereien
    Josef Weger
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    1820 wurde das Weingut Josef Weger in Girlan-Eppan gegründet. Der Gründer hieß – wie zu erwarten – Josef Weger. Nennen wir ihn Josef Weger I., denn nach ihm standen drei weitere Herren gleichen Namens an der Spitze des Weinguts. Heute führt der Urenkel des Gründers das Weingut Josef Weger in Girlan. Erraten Sie, wie er heißt? Falsch! Er heißt Johannes.

    Josef Weger I. war einer der Pioniere eines professionellen Weinbaus und Weinhandels in Südtirol und seine Nachfolger traten erfolgreich in die Fußstapfen des alten Herrn. Schon vor der Jahrhundertwende wurde Wein in die Schweiz und in alle k.u.k. Kronländer geliefert und vor dem Ersten Weltkrieg auch eine Niederlassung in Osttirol gegründet. Nach den Kriegen geht das Wachstum des Weinguts weiter, im Herrenhaus aus dem 12. Jahrhundert werden Ferienwohnungen eingerichtet.

    Seit den 1990er-Jahren ist Johannes Weger im Weingut aktiv, seit 2015 als Chef. Unter seiner Führung wurden die Kellerei erneuert und neue Rebsorten, vor allem Burgundersorten gepflanzt. Dafür sind die Weinberge des Weinguts Josef Weger ideal. Sie liegen auf Höhen von 435 bis 600 Metern in und um Girlan und liefern Trauben für Weiß- und Rotweine, die Weger reinsortig und terroirbetont ausbaut: mit schonenden Pressgängen, temperaturgesteuerten Edelstahltanks und Kaltmazeration.

    „In unseren Weinen soll sich das Zusammenspiel von Landschaft und Klima ebenso widerspiegeln, wie die Seele des Winzers“, sagt Johannes Weger. Und wenig überraschend fügt er hinzu: „Unsere Weine sind Ausdruck jahrelanger Erfahrung, die von Generation zu Generation übertragen wird.“ Von Josef Weger zu Josef Weger. Und zu Johannes.
    Weinkellereien
    Kellerei Kaltern
    Kaltern an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Bis 1932 entstanden im Weindorf Kaltern nicht weniger als fünf Kellereien. Seit 2016 sind sie unter dem Dach der Kellerei Kaltern vereint, die so auf 590 Genossenschaftsmitglieder, eine Rebfläche von 440 Hektar und rund 4 Millionen Flaschen Wein jährlich kommt.

    „Unsere Genossenschaft ist eine große Familie“, betont Christian Sinn, Obmann der Kellerei Kaltern. „Sie hält die vielen kleinen familiären Winzerstrukturen zusammen, garantiert Qualität und Sicherheit und gibt ihren Mitgliedern die Möglichkeit, an etwas Großem teilzuhaben.“ Dieses „Große“ voranzubringen, ist ein komplexes Unterfangen. So gilt es, alle Mitglieder vom Rebschnitt bis zur Ernte zu koordinieren, zu schulen und auf die Qualitätspolitik der Kellerei einzuschwören. Dazu gehört wiederum, dass für rund 2000 Parzellen individuelle Ertragsziele festgelegt und kontrolliert werden müssen.

    All dies, um beste Voraussetzungen für beste Weine zu schaffen. Die Produktion stützt sich dabei vor allem auf fünf Leitsorten. Es sind dies – kaum verwunderlich – Vernatsch in Form des Kalterersees, Weißburgunder, Sauvignon, Cabernet Sauvignon und Goldmuskateller für den Edelsüßen Passito.

    Egal aber, welche Weine gekeltert, welche Rebsorten angebaut werden. Für die Kellerei Kaltern gilt die Nachhaltigkeit als oberste Maxime, der man in Weinberg und Keller folgt. So ist die Kellerei als erster Weinproduzent in Italien und als erste Genossenschaft überhaupt mit der Nachhaltigkeitszertifizierung von FAIR ’N GREEN ausgezeichnet worden. Und mit rund 15 Hektar Anbaufläche, die biodynamisch bewirtschaftet wird, übernimmt die Kellerei Kaltern auch in diesem Bereich eine Vorreiterrolle unter den Genossenschaftskellereien.
    Weinkellereien
    Weingut Castel Sallegg
    Kaltern an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Hätte Castel Sallegg in Kaltern Adern, würde darin ganz bestimmt blaues Blut fließen. Nicht nur, weil auf dem Weingut eine ganze Reihe blauer Traubensorten angebaut wird. Vielmehr wird Castel Sallegg, das einst Erzherzog Rainer, dem Vizekönig der Lombardei gehörte, heute von den Grafen Kuenburg geführt. Adel verpflichtet.

    Eine hervorragende Ausgangslage für herrschaftliche Weine hat das Weingut Castel Sallegg auf jeden Fall. Die Trauben werden in den Weinbergen dreier historischer Höfe angebaut, die jeweils ganz eigene Charakteristika mitbringen.

    Jene des Seehofs etwa liegen am Kalterer See auf gerade einmal 230 bis 280 Metern. Das Klima begünstigt wärmeliebende Traubensorten wie Merlot, Lagrein, Cabernet Sauvignon und Rosenmuskateller. Aus der VIGNA Bischofsleiten stammt der gleichnamige mehrmals preisgekrönte Kalterersee.

    Etwas höher, auf 500 Metern und darüber liegen dagegen der Leisen- und der Preyhof. Am Leisenhof, im Herzen Kalterns, werden vor allem Weißweinsorten gezogen, am Preyhof Weißburgunder und Blauburgunder.

    Neben den Voraussetzungen, die die Trauben von Mutter Natur mitbekommen, spielt natürlich das Händchen des Kellermeisters eine ganz entscheidende Rolle, wenn es um Geschmack und Qualität der Weine von Castel Sallegg geht. Wer die drei Stockwerke und elf Meter hinab in den 1.000 Jahre alten historischen Weinkeller steigt, begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit. In der feierlich-stillen Atmosphäre reifen bei ganzjährig konstanter Temperatur die Weine. Tradition und Geschichte sind das Fundament des Weinguts, Neugier und Innovationsfreude beflügeln die Arbeit. So füllt Castel Sallegg als erste Kellerei in Südtirol seine Weine in eine exklusive Leichtflasche aus 100 Prozent Recyclingglas und mit Details wie dem Sommelierkopf.

    Und „Trinkerlebnis“ heißt beim Weingut Castel Sallegg: Genuss herrschaftlicher, eleganter Weine.
    Weinkellereien
    Kellerei Girlan
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Manchmal ist es am besten, Zahlen sprechen zu lassen. Bei der Kellerei Girlan etwa, die 1923 als Genossenschaft gegründet wurde, heute auf 200 Winzerfamilien und 230 Hektar Rebfläche aufbaut und sich auf fünf Sorten konzentriert. Zahlen, die beeindrucken, aber eben doch nicht alles erzählen.

    Nicht alles über das Überetsch und Unterland zum Beispiel, jene Gebiete also, in denen die Rebflächen der Genossenschaftskellerei Girlan liegen. Nach Norden abgeschirmt und nach Süden offen dominiert hier ein mildes Klima. „Die starken Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, vor allem im Herbst, verleihen den Weinen einen feinen, ausgeprägten Duft und lange Haltbarkeit“, erklärt Kellermeister Gerhard Kofler. Karge Schotter- sowie Lehmböden und gut durchlüftete Weinberge tun das Ihrige dazu.

    „Ausgehend von diesen Charakteristiken unseres Anbaugebietes liegt unser Fokus auf fünf Leitsorten“, so Kofler: Bei den Weißweinen sind dies Weißburgunder, Sauvignon und Chardonnay, bei den Roten Vernatsch und Blauburgunder. Vor allem Letzterer hat der Kellerei Girlan international viel Aufmerksamkeit beschert, er wird Jahr für Jahr von den führenden Weinkritikern ausgezeichnet.

    Diese Anerkennung, die mineralische Frische, eine fruchtige Struktur und die ausgeprägte Authentizität haben dazu geführt, dass die Weine der Kellerei Girlan einen weltweiten Markt erschlossen haben und in nicht weniger als 30 Länder der Welt verkauft werden. Geschätzt als Weine mit Charakter oder wie Gerhard Kofler sagt: als bodenständige Spitzenweine.
    Weinkellereien
    Kellerei Sankt Pauls
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße

    Die imposante Kirche, welche auch unser Logo ziert, ist ein Zeugnis der Bedeutung, die der Ort im Spätmittelalter hatte - nicht zuletzt aufgrund des beliebten Weines aus der Gegend. Damals war St. Pauls der Hauptort des Überetsch und noch heute säumen historische Weinhöfe die malerischen Gassen.

    Heute erzeugen wir Spitzenwein wie zB den Sanctissimus aus über 100 Jahre alten Weissburgunderreben oder den Praeclarus Sekt, welcher in einem Bunker aus dem 2. Weltkrieg zur Reifung gelagert wird.

    Insgesamt bewirtschaften 200 Winzerfamilien 185 Hektar Weinberge auf Höhenlagen zwischen 300 und 700m Meereshöhe. 2019 haben wir unser Sortiment komplett überarbeitet, lassen Sie sich überraschen!
    Weinkellereien
    Weingut Kornell
    Terlan, Südtiroler Weinstraße
    Ein herrschaftlicher Ansitz, eine mehr als 700-jährige Wein- und eine gar 2000-jährige Siedlungsgeschichte: All das ist der Kornellhof in Siebeneich, den Florian Brigl seit 1996 führt. Seit fast 20 Jahren baut er seine Weine selbst aus und hat sich zum Ziel gesetzt, einen Südtiroler Super-Merlot zu kreieren.

    Die Grundlage für die Weinproduktion am Kornellhof bilden die Weinberge der Familie Brigl, 11 Hektar auf Höhen von 270 bis 550 Metern in Siebeneich, Eppan Berg und Kampenn. „Unsere Trauben genießen mehr als 2100 Sonnenstunden, kühle Nächte sorgen für die Temperaturunterschiede, die ihnen ihre markante Prägung verleihen“, erklärt Florian Brigl.

    Die so verwöhnten Trauben bilden das Fundament der Kornellhof-Weine. Sie werden nach der Gärung im Stahltank 14 bis 18 Monate in Barriques und großen Eichenfässern ausgebaut. Bevor sie in den Verkauf kommen, reifen sie noch einmal fast zehn Monate in der Flasche. Neben Weißburgunder, Sauvinon Blanc, Pinot Grigio und Gewürztraminer sowie Lagrein und Cabernet Sauvignon setzt Brigl vor allem auf Merlot, mit dem er ein ehrgeiziges Ziel verfolgt: einen Super-Merlot, einen Südtiroler Pomerol zu schaffen, der dem Kornellhof als Aushängeschild dient.

    Die Trauben hängen – im übertragenen Sinne – also hoch im Kornellhof. Ihn führen zu dürfen, empfindet Florian Brigl als Privileg. Und als Auftrag: „Kornell bedeutet für mich Heimat, hier ist mein Ruhepol“, sagt er und ergänzt: „Das Weingut soll auch für unsere Kinder und künftige Generationen Heimat und Energiequelle bleiben.“
    Weinkellereien
    Kellerei Andrian
    Terlan, Südtiroler Weinstraße
    Gegenseitige Hilfe: Der Genossenschaftsgedanke zieht Ende des 19. Jahrhunderts weite Kreise und erfasst auch die Andrianer Weinbauern. 1893 setzen sie einen ebenso gewagten wie weitsichtigen Schritt und gründen die erste Genossenschaftskellerei Südtirols. Heute arbeitet die Kellerei unter dem Dach der Kellerei Terlan, der Genossenschaftsgedanke ist damit lebendig wie eh und je.

    Auch wenn die Geschichte der Kellereigenossenschaft eine lange ist, jene des Weinbaus in Andrian ist noch wesentlich länger. Das mediterrane Klima, die erfrischenden Fallwinde, die gut durchlüfteten Kalkböden: All dies sind optimale Voraussetzungen, und zwar für rote wie weiße Sorten gleichermaßen. „An den leichten Süd, Süd-Osthängen von Andrian kommen spät reifende Sorten in den Genuss besonders vieler Sonnenstunden, während unsere weißen Trauben an den weitgehend ostexponierten Hängen an heißen Tagen von der früh eintreffenden Frische profitieren“, erklärt Kellermeister Rudi Kofler.

    Auf dieser Ausgangslage und einer sorgfältigen, umsichtigen Arbeit im Weinberg aufsetzend, kommen ausschließlich handgelesene Trauben in den Keller der Genossenschaft. Dort werden die Rotweine – Lagrein, Merlot, Pinot noir – im großen Holz- oder kleinen Eichenfass ausgebaut, die Weißen (Sauvignon Blanc, Chardonnay, Pinot Grigio, Weißburgunder) im Stahltank.

    „Unser Ziel ist, terroirgeprägte, klassische Weine zu schaffen, die kraftvoll-elegant, gut strukturiert und vielschichtig sind“, so der Kellermeister. In dieses Ziel fließt die Anstrengung und Arbeit aller – ganz im Sinne des Genossenschaftsgedankens.
    Weinkellereien
    Kellerei Schreckbichl
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Rebellen waren die 26 Weinbauern aus Schreckbichl bei Girlan, die im Jahr 1960 ihre eigene Genossenschaft gründeten, um von den damaligen Weinhändlern unabhängiger zu sein. Sie benannten die junge Genossenschaft nach ihrer Heimat, dem kleinen Weiler Schreckbichl.

    Pioniere waren die Schreckbichler aber auch, denn nach der Gründung begannen sie konsequent an der Qualitätsspirale zu drehen.

    Heute arbeiten die 300 Mitglieder und die Mitarbeiter der Kellerei nach diesem Vorbild konsequent weiter. Die 300 Weinbauern bauen den Wein auf einer Gesamtfläche von 300 Hektar an. Die Weinberge liegen zwischen 230 und 650 Metern über dem Meeresspiegel in einem der besten Anbaugebiete Südtirols. Angebaut werden insgesamt 14 Sorten, 35 Prozent der Weine sind Rotweine, 65 Prozent Weißweine.

    Arbeiten im Einklang mit der Natur ist bei Schreckbichl schon lange ein Thema und gilt nicht nur für den Weinbau, wo so schonend wie möglich angebaut und ausschließlich von Hand geerntet wird, sondern bezieht auch den Keller mit ein. Seit dem Abschluss der Umbauarbeiten im Frühjahr 2012 machen Photovoltaikpaneele und ein Wärmerückgewinnungssystem die Kellerei zu einem großen Teil energie-autark.
    Weinkellereien
    Kellerei Terlan
    Terlan, Südtiroler Weinstraße
    Langlebige, vielschichtige Weine mit Charakter zu schaffen: Das ist das Ziel, das man in der Kellerei Terlan verfolgt. Ihre Wurzeln als Genossenschaftskellerei reichen bis ins Jahr 1893 zurück. Die Tradition spielt daher in der Trauben- und Weinproduktion eine ebenso zentrale Rolle wie neues Wissen und moderne Technik.

    143 Mitgliedern gehört die Genossenschaftskellerei Terlan heute. Sie bewirtschaften nicht weniger als 190 Hektar Weinberge, die von einem ganz besonderen Boden profitieren. „Der Petersbach hat hier in Terlan einen Murschuttkegel geschaffen, der sich durch einen hohen Grobanteil an Steinen und Sand auszeichnet und sich daher sehr leicht erwärmt“, erklärt Kellermeister Rudi Kofler.

    Als Chefönologe der Kellerei Terlan ist er für eine abgefüllte Gesamtmenge von jährlich 1,5 Millionen Flaschen verantwortlich, die allesamt die DOC-Bezeichnung tragen. „70 Prozent unserer Produktion stellen die Weißweine dar, die Roten machen nicht einmal mehr ein Drittel aus“, so Kofler. Im weißen Sortiment hat die Kellerei Terlan vor allem Weißburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Pinot Grigio, im roten Lagrein, Blauburgunder und Merlot. Damit Weiß- und Rotweine zu dem heranreifen können, was sich Kellermeister Rudi Kofler zum Ziel gesetzt hat, zu langlebigen, vielschichtigen Weinen mit Charakter, hat man in den letzten Jahren auch technologisch aufgerüstet. So wurden die Lager der Kellerei Terlan auf mittlerweile 18.000 Kubikmeter erweitert. Große Weine brauchen eben sowohl Zeit als auch Platz.
    Weinkellereien
    Weingut Donà
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Einen typischen Wein schaffen: Klingt einfach, ist aber hochkomplex, denn: „Typische Weine müssen die Eigenart der Rebe, des Bodens, des Kleinklimas, der Menschen, der Lage und des spezifischen Jahrgangs widerspiegeln“, sagt Hansjörg Donà, der die Verantwortung über das familieneigene Weingut Donà in St. Pauls trägt.

    Wer demnach typische Weine schaffen möchte, muss nicht nur Lage, Boden und Klima bis ins kleinste Detail kennen, sondern auch wissen, welche Rebsorte sich wo besonders wohl fühlt. Im Weingut Donà in St. Pauls (Gemeinde Eppan) hat man sich für Chardonnay, Merlot, Weißburgunder und die autochthonen Sorten Vernatsch und Lagrein entschieden. „Die Grundlage unserer Weine bilden traditionelle Rebsorten“, erklärt Donà.

    Traditionell erfolgt auch die Ernte, die Trauben werden im Weingut Donà von Hand gelesen – mit viel Einsatz, familiärer Hilfe und einem besonderen Augenmerk auf die Qualität. „Wir setzen auf qualitativ hochwertige Trauben, eine moderne, schonende Kellertechnologie und eine langfristige, nachhaltige Planung“, erklärt der Winzer, der seine langjährige Erfahrung und sein ganzes Wein-Know-how in den Keller einbringt. Ziel der Mühen sind authentische Weine mit eigenständigem Charakter, die - sowohl Weiß- als auch Rotweine – in 500-Liter-Tonneau-Eichenfässern ausgebaut werden.

    Auch der Ausbau gehört also dazu, einen authentischen, einen typischen Wein zu schaffen. Klingt einfach, wie gesagt, ist aber hochkomplex.
    Weinkellereien
    Strickerhof
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Seit über 20 Jahren bewirtschaftet Karl Kasseroller den Strickerhof in Frangart in der Gemeinde Eppan biologisch. Welche weitreichenden Auswirkungen auf die Umwelt das hat, beweist eine Studie der Universität Innsbruck. Sie zeigt, dass in keinem der untersuchten Weingüter so viele Bodenlebewesen zuhause waren, wie in den Böden des Strickerhofs.

    Das Weingut in Frangart ist dabei schon seit 1834 im Besitz der Familie Kasseroller, anfangs trug es noch den Namen Schlafferhof. Erst als 1907 eine neue Hofstelle neben der alten errichtet wird, bekommt diese den Namen Strickerhof und zudem eine eigene Kellerei. Für beides zeichnet damals Josef Paul Kasseroller verantwortlich, dessen Initialen JPK heute ausgewählte Strickerhof-Weine tragen.

    Während 1907 das Fundament für einen florierenden Betrieb gelegt wurde, folgt fast hundert Jahre später ein entscheidender Entwicklungsschritt, den der heutige Eigentümer Karl Kasseroller setzt. Er stellt 1998 den gesamten Betrieb auf den organisch-biologischen Anbau um. „Es war eine Entscheidung aus Überzeugung und ich bin stolz darauf, dass wir unseren Kunden seither biologische Erzeugnisse auf höchstem Niveau bieten können“, sagt Kasseroller.

    Im Sortiment hat der Strickerhof klassische Sorten wie Chardonnay, Vernatsch und Lagrein, dazu auch Goldmuskateller und als pilzwiderstandsfähige Sorte Bronner. Auch sie fühlt sich auf den warmen, humusreichen, sandigen Lehmböden des Strickerhofs wohl. So wohl, wie die zahlreichen Bodenlebewesen, offensichtlich.
    Weinkellereien
    Thomas Niedermayr Hof Gandberg
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    „Wer sich auf die Erzeugung von Naturweinen spezialisiert hat, muss den Wein auf seinem gesamten Weg begleiten.“ Thomas Niedermayr vom gleichnamigen Weingut in Eppan sieht sich als ein solcher Begleiter, als jemand, der Reinheit garantieren und die Natur beim Hervorbringen derselben unterstützen möchte. „Schließlich“, so sein Credo, „ist die Natur die höchste Form von Qualität“.

    Dass hochwertige Weine nur in einer gesunden Umgebung wachsen können, liegt für Thomas Niedermayr auf der Hand. Deshalb bewirtschaftet er seinen Hof Gandberg ökologisch. Zwischen den Reben wächst und gedeiht es, den Besucher empfangen Laufenten und Hühner, die Reben selbst sind pilzwiderstandsfähig, auf Chemie und Künstliches wird verzichtet. „Wir lassen der Natur Raum“, sagt Niedermayr.

    Im Fall des Hofs Gandberg ist diese Natur jene rund um den Hof. Die Weinberge liegen auf 500 bis 530 Metern Höhe, ihr Mikroklima wird einerseits von den Eislöchern, andererseits vom Gandberg selbst beeinflusst, der hinter dem Hof in die Höhe wächst.

    Die natürlichen Besonderheiten und die nachhaltige Bewirtschaftung schmeckt man in den Weinen des Weinguts Thomas Niedermayr in Eppan. Man soll sie auch darin schmecken, sagt Thomas Niedermayr. „Mein gesamtes Engagement zielt darauf, dass meine Weine ausstrahlen, was ihren Entstehungsprozess begleitet und lenkt“, so der Winzer, „Ruhe und Entspannung, Tiefgang und die Kraft der Natur, Leichtigkeit und die Freude am Genuss“.
    Weinkellereien
    K.Martini & Sohn
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Wer lang und leidenschaftlich in der Weinbranche tätig ist, will Weinen auch irgendwann selbst seinen Stempel aufdrücken. Auf eigenes Risiko zwar, aber eben auch mit der eigenen Handschrift. Genau das hat Familie Martini getan und vor mittlerweile mehr als 40 Jahren die Kellerei K. Martini & Sohn in Girlan ins Leben gerufen.

    Das K in K. Martini & Sohn steht für Vater Karl Martini, der die Kellerei 1979 mit seinem Sohn Gabriel gründet, und zwar inmitten der eigenen Weinberge im Weindorf Girlan, das zur Gemeinde Eppan gehört. Vater und Sohn haben damals schon Karriere in der Branche gemacht, sie bringen also das nötige Know-how und die für einen Erfolg unerlässliche Erfahrung rund um den Wein mit.

    Trotzdem ist der Schritt in die Selbständigkeit kein einfacher: „Die Kellerei aufzubauen, war ein hartes Stück Arbeit“, erzählt Gabriel Martini heute. „Die ersten Flaschen haben wir händisch abgefüllt, verschlossen und etikettiert.“ Weil man um die eigene (fehlende) Größe weiß, versteht man sich bei K. Martini & Sohn in Girlan von Anfang an als kleinen, aber feinen Betrieb, der nicht nur auf einen umfassenden und freundlichen Service setzt, sondern auch und vor allem auf Qualität. „Das allein rechtfertigt die Existenz eines kleinen Familienbetriebs“, so Martini.

    Zudem baut man auf eine für einen kleinen Betrieb erstaunlich große Palette an Weinen, die heute vier Linien umfasst und von Weiß-, Grau- und Blauburgunder über Chardonnay, Sauvignon, Vernatsch und Lagrein bis zu Gold- und Rosenmuskateller reicht.
    Weinkellereien
    Josef Brigl
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Nur wenige Kellereien können auf eine 700-jährige Tradition zurückblicken. Die Weinkellerei Josef Brigl in Eppan kann es. Gegründet Anfang des 14. Jahrhunderts, gehört sie mit vier Höfen und 50 Hektar Anbaufläche zu den großen privaten Kellereien Südtirols. Und zu den führenden. Gründungsjahr: 1309. Schon allein diese Angabe lässt eine ganze Menge Ehrfurcht vor einem Betrieb aufkommen.

    „700 Jahre Kelterkultur haben den Namen Brigl zweifellos geprägt“, sagt Kellermeister Alberto Fortarel, „unser Credo heißt aber nach wie vor: in die Zukunft investieren.“ In die Praxis übersetzt bedeutet dies: Die Trauben werden traditionell angebaut, bei der Lese streng kontrolliert und danach mit modernster Kellertechnik schonend verarbeitet. „Unser Ziel ist, dass im Glas die Eigenart der Traube voll zur Geltung kommt“, gibt Fortarel das Ziel vor.

    Die schonende Verarbeitung ist ein Schritt dorthin, der gezielte Ausbau – je nach Wein in Stahl, altem oder jungem Holz – ein zweiter. Weil die ausgedehnten Rebflächen ideale Standorte für eine breite Palette von Rebsorten bieten, ist auch das Sortiment der Weinkellerei Josef Brigl in Eppan ein breites. Es umfasst alle gängigen Südtiroler Sorten, das Hauptaugenmerk liegt aber auf drei Klassikern: Kalterersee, Vernatsch und St. Magdalener. 700 Jahren Geschichte sorgen eben auch für eine tiefe Verwurzelung in der Tradition – der eigenen wie jener des Südtiroler Weinbaus.
    Weinkellereien
    Ansitz Rynnhof
    Tramin an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Willkommen in Betlehem! Nein, nicht in dem, das Sie meinen, sondern in Tramin. Dessen ältestes Viertel heißt im Volksmund – ja, eben! – Betlehem und dort steht als einer der ältesten Höfe des Weindorfes in Südtirols Süden der Rynnhof. Und auch wenn Geschichte verpflichtet: Die Bewirtschaftung ist mehr als modern.

    1438 taucht das historische Anwesen „an der Rynnen“ erstmals in den Urkunden auf. Es steht nicht nur mitten in den Traminer Weinbergen, sondern damals wohl auch an einem Wasserlauf, von dem es seinen Namen hat. Den Wasserlauf gibt’s heute nicht mehr, die Weinberge aber sehr wohl. Die werden von Johann und Nathalie Bellutti seit 2011 streng nach biologisch-organischen Richtlinien bewirtschaftet. „Diese Anbauweise und unsere Naturverbundenheit machen unsere Weine zu etwas Besonderem“, ist Johann Bellutti überzeugt.

    Er ist am elterlichen Rynnhof mit dessen mittelalterlichem Baukern, den steingerahmten Fensterlaibungen und Rundbogentoren geboren und hat hier auch seine Berufung für den Weinbau entdeckt. Und er kultiviert Beruf und Berufung – wie er selbst sagt – „in der Traminer Tradition und der Unbeschwertheit junger Ideen“.

    So entstehen charakterstarke Weine: Weißburgunder, Lagrein, Vernatsch und – für Tramin wohl selbstverständlich – Gewürztraminer. Für sie, für seine Produkte hat Johann Bellutti einen ebenso einfachen wie eingängigen Slogan geprägt. Er nennt sie schlicht und einfach „freie Weine“.
    Weinkellereien
    Hartmann Donà
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    „Mein Interesse gilt Weinen, die nicht den Konventionen unterliegen, sondern stolz, ja sogar eigenwillig ihren eigenen Charakter vertreten.“ Hartmann Donà, Chef des Weinguts in Girlan, das seinen Namen trägt, mag keine halben Sachen. Das schmeckt man zuallererst aus seinen Weinen.

    Die Grundlage für einen guten Wein bilden ein eingehendes Verständnis und eine darauf aufbauende Interpretation von Boden, Rebsorten, Klima und deren Zusammenspiel. Darauf verweist Donà, wenn er sagt: „Nur so können einzigartige Originale entstehen – mit den feinen Unterschieden von Jahr zu Jahr, die nur unverfälschte Naturprodukte kennzeichnen.“

    Für Donà galt es daher zunächst einmal, seinen sonnigen, luftigen Weinberg auf 450 Metern Seehöhe in Girlan zu verstehen, den Gletschermoränenboden, der ihn trägt, die knorrigen, 40 bis 50 Jahre alten Reben. Zu verstehen, wie durch sorgfältige, naturnahe Pflege wenige, kleinbeerige, schmackhafte Trauben entstehen. Und wie daraus 35.000 bis 40.000 Flaschen Weine „mit Eleganz und Harmonie, alpiner Frische und Mineralität“ geschaffen werden können, wie Donà seine Weine selbst beschreibt.

    Ganz offensichtlich hat der Winzer all das verstanden, sehr gut sogar. Seine Weine – Weißburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Gewürztraminer, Blauburgunder und ein eleganter Lagrein – gelten als spannend, als Weine mit Tiefe und Länge, als solche für bewusste Genießer. Oder wie Donà selbst sagt: „Weine, die gut tun.“
    Weinkellereien
    Kellerei St. Michael-Eppan
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    1907 beginnt mit der Gründung der „Kellerei St. Michael-Eppan“ eine bewegte Erfolgsgeschichte, heute bürgt der Name für große Weine und außerordentliche Qualität.

    Die 320 Mitglieder der Kellerei bearbeiten ihre Weinberge im Einklang mit der Natur, ihr Erfolgsgeheimnis ist die Kombination aus jahrzehntelanger Erfahrung und dem ständigen Streben nach Perfektion. Das einzigartige Terroir, der respektvolle Umgang mit den Trauben und eine sorgfältige Verarbeitung, garantieren einmalige, charaktervolle Weine. Insbesondere die Lagen in und um Eppan bieten ideale Voraussetzungen für Sorten wie Weißburgunder, Pinot Grigio, Chardonnay, Sauvignon, Gewürztraminer, Goldmuskateller sowie Blauburgunder.

    Doch auch für strukturierte Rotweine finden sich in tieferen Lagen und entlang der Weinstraße kleine, aber ausgezeichnete Kleinlagen. Das milde und sonnige Klima bildet die Grundlage für die einzigartige Qualität der Weine.
    Heute ist St. Michael-Eppan eine der renommiertesten Kellereien Südtirols und Italiens, mit preisgekrönten Weinen im In- und Ausland. So schreiben die Experten den Weinen der Kellerei St. Michael-Eppan Finesse und Eleganz, Tiefgründigkeit und Langlebigkeit zu.

    Diese Prädikate gelten für die größeren Produktionen der Kellerei, für die Linie „Sanct Valentin“ etwa, genauso wie für die Super-Selektionen wie APPIUS und „The Wine Collection“. Mit diesen hat sich St. Michael-Eppan einen Namen rund um den Globus gemacht.
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    Manincor
    Kaltern an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Mit 50 Hektar Rebfläche ist das Weingut Manincor in Kaltern eines der größten in ganz Südtirol. Und eines der traditionsreichsten noch dazu: Seit über 400 Jahren wird hier Wein angebaut, eine Tradition die Michael Graf Goëss-Enzenberg fortschreibt – auf ganz neuen Wegen, die eigentlich alte sind.

    Graf Goëss-Enzenberg, selbst diplomierter Önologe, setzt in seinem Weingut seit 2005 auf den biodynamischen Anbau und das bedeutet: die Revitalisierung des Bodens mit Kompost, besondere Einsaat, Hühner, Schafe und Bienen im Weinberg und nicht zuletzt Kräutertees, mit denen die Reben behandelt werden. Kamille hilft den Pflanzen, Stresssituationen zu überwinden, Brennnessel bringt sie in Schwung, Schachtelhalm fördert die Wundheilung.

    So alt das Wissen um den Anbau am Weingut Manincor in Kaltern, so modern ist die Kellerei, die – drei Stockwerke tief – unter den Weinbergen errichtet wurde. Schließlich kommen hier Trauben von einer halben Million Reben zusammen, insgesamt 15 verschiedene Rebsorten werden hier verarbeitet. Trotz der Größe ist die Arbeit im Keller immer noch Handwerk – mit einem besonderen Blick fürs Kleine: „Auch im kleinsten Detail das Bestmögliche zu suchen und zu tun, ist unser Weg zu höchster natürlicher Qualität“, sagt Graf Goëss-Enzenberg. Denn: „Für mich ist Wein der sinnlichste Ausdruck landwirtschaftlicher Kultur.“

    Und mit Sinnlichkeit, mit Leidenschaft, mit Authentizität und Herz kennt man sich am Weingut Manincor in Kaltern aus. Seit mehr als 400 Jahren. Schließlich heißt Manincor frei übersetzt „Hand aufs Herz“.
    Weinkellereien
    Schloss Englar
    Eppan an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Ein Schloss, ein Weingut, eine Grafenfamilie: Was klingt, wie die Kurzfassung der Geschichte eines Groschenromans, ist jene des Weinguts Schloss Englar in St. Michael-Eppan, das schon seit 1640 im Besitz der Grafen Khuen-Belasi ist. Nach einer über 80-jährigen Pause hat man hier 2012 wieder damit begonnen, die eigenen Trauben selbst einzukeltern.

    Weil Schloss Englar in St. Michael-Eppan und damit in einem für den Weinbau geradezu prädestinierten Gebiet liegt, gehören Trauben schon seit jeher zu den wirtschaftlichen Standbeinen des Schlossgutes. Bis 1930 betreiben die Grafen Khuen-Belasi auch eine eigene Kellerei, die danach allerdings aufgelassen wird. Mehr als 80 Jahre lang liefert man die Englar’schen Trauben an die Genossenschaftskellerei, bis Johannes Graf Khuen-Belasi vor knapp zehn Jahren wieder damit beginnt, die Schlossweine selbst auszubauen.

    „Unser Ziel sind exzellente Weine und die benötigen harmonisch wachsende Weinstöcke in gesunder Umgebung“, beschreibt Khuen-Belasi die Philosophie, der er am Weingut Schloss Englar in St. Michael-Eppan folgt. Aus ihr ergeben sich eine umsichtige, auf Böden und Klima abgestimmte Sortenwahl, naturnahe Anbaumethoden, schonende Arbeitsabläufe und eine entsprechende Mengensteuerung. „Wir reduzieren bewusst den Ertrag pro Hektar, und zwar passend zu den jeweiligen Rebstöcken, um hochwertige Trauben ernten zu können“, so der Schlosswinzer.

    Insgesamt gehören sieben Hektar Rebfläche zum Weingut Schloss Englar. Sie sind mit Weiß- und Blauburgunder, Riesling, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Gewürztraminer und Vernatsch bestockt. Ein traditionelles Sortiment für ein traditionelles Weingut.
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