Was ist ein Almabtrieb?
Eine jahrhundertealte Tradition, die bis heute den Rhythmus des bäuerlichen Lebens in Südtirol prägt.
Der Almauf- und -abtrieb ist eine Tradition, die dem Rhythmus der Jahreszeiten folgt: Zu Beginn des Sommers werden Kühe, Schafe, Ziegen und Pferde auf die Hochalmen getrieben, wo sie frisches Gras finden und die Sommermonate im Freien verbringen. Mit dem Einzug des Herbstes, wenn die Temperaturen sinken und die Almsaison zu Ende geht, kehren die Herden in die Ställe im Tal zurück. Genau dieser jahreszeitliche Wechsel macht das Wesen der Transhumanz aus – einer Praxis, die eng mit der Viehhaltung, der Pflege der Weiden und der täglichen Arbeit der Bauernfamilien verbunden ist. Der Almabtrieb ist dabei der sichtbarste und festlichste Moment. Ist der Sommer ohne Zwischenfälle verlaufen, werden die Kühe mit Blumen, Bändern, Kränzen und großen Schellen geschmückt. Ihre Ankunft in den Dörfern wird von Musik und regionalen Spezialitäten begleitet, die man in geselliger Runde genießt.