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Finde die Stille in Südtirol

In diesen Tälern hörst du das Rauschen der Bäche, das Läuten entlegener Kirchenglocken und den Wind in den Baumkronen. Jahrhundertalte Bergbauernhöfe liegen zwischen Wiesen und Wäldern. Wege führen dich zu Almen, klaren Bergseen und Aussichtspunkten mit weitem Blick auf die Bergwelt. Hier rückt der Alltag in die Ferne und du findest Raum für Ruhe und neue Eindrücke.

Im Tal der Dreitausender

Im äußersten Norden Südtirols zeigt sich das Ahrntal von seiner stillen Seite. Mehr Dreitausender als in jeder anderen Region Südtirols rahmen das Tal ein. Von hier öffnen sich mit dem Mühlwaldertal und dem Reintal zwei naturbelassene Seitentäler. Alte Höfe, Wälder und Bergbäche prägen diese Rückzugsorte. Zwischen Wiesen, Wasserfällen und den Gipfeln der Rieserfernergruppe findest du Raum für langsame Wege und ruhige Tage.

Wie eng die Landschaft mit der Geschichte des Tals verbunden ist, zeigen dir seine Orte. Steinhaus und Prettau erinnern an den Kupferbergbau, der das Leben im Ahrntal über Jahrhunderte bestimmte. In Kasern, am Talschluss, lebt mit dem Klöppeln eine alte Handwerkstradition weiter. Auch kulinarisch bleibt das Tal seinen Traditionen verbunden. Hier kommt Graukäse auf den Tisch, eine regionale Spezialität, die seit Generationen nach überliefertem Wissen entsteht.

Von Alm zu Alm

In Gsies, in Welsberg und Taisten verteilen sich jahrhundertealte Bauernhöfe über Wiesen und Hänge. Diese Streusiedlungen prägen das Gsiesertal seit jeher und vermitteln das Gefühl, dass hier der Alltag noch seinem eigenen Rhythmus folgt.

Sie prägen nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch das Leben im Tal. Wie eng Menschen und Landschaft hier miteinander verbunden sind, begegnet dir auf vielfältige Weise. Auf Almwanderungen wie dem Almweg 2000 führen die Wege von Hütte zu Hütte. Entlang von Panoramawegen bewegst du dich durch eine Kulturlandschaft, die ihren ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Und selbst Bräuche wie der Almabtrieb im Herbst bleiben hier erhalten. 

Auf alten Schmugglerpfaden

Nach Glurns biegst du in das Matschertal ein. Dort triffst du auf eine Berglandschaft, die ihren ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Und wusstest du, dass hier das erste Bergsteigerdorf Südtirols liegt. 

Weiter nördlich erreichst du im Langtauferer Tal in der Region Reschensee den Weiler Melag. Am Ende der Straße beginnt eine hochalpine Landschaft mit Wanderwegen in die Ötztaler Alpen und einem Panorama auf die umliegenden Gipfel.

Das Schlinigtal blickt auf eine bewegte Vergangenheit. Über den Schlinigpass führten einst Schmuggler Waren zwischen Südtirol und dem Engadin. Heute kannst du denselben Wegen auf Wanderungen zur Schliniger Alm oder zur Sesvennahütte folgen. Die alten Pfade verbinden Geschichte, Natur und eine Ruhe, die in den Bergen bis heute spürbar ist.

Ins Erdbeertal

Das Martelltal erstreckt sich von Goldrain bis zu den Gletschern der Ortler und Cevedale Gruppe. Eingebettet im Nationalpark Stilfserjoch hat sich das Tal seine Ursprünglichkeit bewahrt. 

Bekannt ist das Martelltal als Erdbeertal. Auf über 1.000 m gedeihen hier die süßen Früchte in einem der höchstgelegenen zusammenhängenden Erdbeeranbaugebiete Europas. Du wanderst über den Erdbeerweg, weiter zum Zufrittsee oder hinauf auf aussichtsreiche Höhenwege. Die Nähe zum Nationalpark Stilfserjoch macht das Tal zudem zu einem besonderen Ort für Naturbeobachter und Fotograf. Mit etwas Glück entdeckst du hoch über den Gipfeln sogar einen Bartgeier, der hier wieder heimisch geworden ist.

Hier lebt Handwerk

Der Weg ins Sarntal schlängelt sich durch bewaldete Hänge und enge Kurven. Dichte Wälder, verstreute Höfe und kleine Dörfer prägen das Hochtal zwischen Bozen und den Sarntaler Alpen. Auf Wanderwegen erreichst du stille Orte wie den Durnholzer See oder die Stoanernen Mandln.

Besonders bekannt ist das Tal für sein Handwerk. Federkielstickereien, Latschenprodukte und die traditionelle Sarner Tracht gehören bis heute zur gelebten Kultur. Mit der Initiative Sarner Gschick führen sechs Meisterhandwerker dieses Wissen weiter und schaffen aus natürlichen Materialien zeitlose Produkte. So bleibt ein Stück Sarntaler Identität bis heute erhalten.

In Ötzis Heimat

Das Schnalstal ist weit über Südtirol hinaus als Heimat von Ötzi bekannt. Doch neben der berühmten Gletschermumie prägt eine weitere Geschichte den Charakter des Tals. 

Umgeben von einer historischen Klostermauer liegt Karthaus auf 1.300 Metern im Schnalstal. Das Dorf entstand rund um ein Kartäuserkloster, dessen Mönche hier über Jahrhunderte lebten. Bis heute erinnert die Via Monachorum, der Weg der Stille an diese besondere Geschichte und prägt den Charakter des Ortes. Lebensgroße Mönchsfiguren begleiten dich auf diesem Weg bis nach Katharinaberg. Von hier führen dich noch zahlreiche Wege weiter in den Naturpark Texelgruppe und durch die Bergwelt des Schnalstals. 

Das Tal der Urlärchen

Im Ultental scheint die Zeit langsamer zu vergehen. Zwischen St. Pankraz und St. Gertraud begleiten dich traditionelle Höfe, deren Dächer mit Holzschindeln gedeckt sind und Lärchenzäune, die seit Generationen das Landschaftsbild prägen. Auf den bewirtschafteten Almen zeigt sich bis heute, wie eng das Leben der Menschen mit den Bergen verbunden ist.

Besonders bekannt ist das Tal für die Ultner Urlärchen bei St. Gertraud. Mit einem geschätzten Alter von rund 850 Jahren zählen sie zu den ältesten Nadelbäumen Europas und erzählen von Jahrhunderten alpiner Geschichte. Am Weißbrunnsee im Nationalpark Stilfserjoch endet die Straße. Von hier aus führen Wanderwege in die hochalpine Bergwelt rund um das Ultental.

Finde deine Unterkunft

Familiär, historisch, auf dem Berg, in einem ruhigen Seitental. Was auch immer du dir für deine Auszeit wünschst, hier wirst du fündig und kannst auch gleich direkt buchen.

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