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Das kulinarische Erbe erhalten 

 

 

Historische Käsesorten, seltene Schaf- und Rinderrassen, traditionelle Brotrezepte oder Lupinenkaffee vom Berg. Hinter diesen Produkten stehen unsere Slow Food Förderkreise, auch „Presidi“ genannt. Es sind Initiativen für traditionelle Lebensmittel und stärken die Arbeit kleiner Produzent:innen, die Wissen und Handwerk über Generationen weitertragen.

Du erlebst hier echtes Handwerk. Kleine Produzent:innen arbeiten nach überlieferten Methoden, halten ihre Tiere artgerecht und gehen sorgsam mit der Natur um. Slow Food begleitet sie dabei, legt gemeinsame Standards fest und stärkt ihre Sichtbarkeit. So bleiben Wissen, Landschaft und Geschmack lebendig. In unseren sechs Slow Food Initiativen kannst du diese Produkte kennenlernen oder in ausgewählten Restaurants selbst erleben, wie sie schmecken.

 

Schützenswerte Originale

In Südtirols Tälern triffst du auf ursprüngliche Lebensmittel und gelebte Traditionen, die bis heute den Geschmack des Landes prägen.

Ahrntaler Graukäse: Bauernkäse mit Auszeichnung

 Unser Ahrntaler Graukäse etwa, hergestellt aus der sauren Magermilch, die nach der Butterherstellung übrig bleibt, galt früher als „Arme-Leute-Essen“. Heute wird er in unserer Spitzengastronomie verwendet. Zudem ist dem Ahrntal von Slow Food ein „Presidio“ zugesprochen worden, die Kennzeichnung eines „vom Aussterben bedrohten Lebensmittels“.

TV Ahrntal/Manuel Kottersteger

Vinschger Urpaarl: Brot mit Tradition

Das Vinschger Ur-Paarl, ein Brot aus dunklem Roggenmehl, das es schon im Mittelalter gab. Das Original-Rezept stammt von Benediktinermönchen und wurde damals vor allem zu Hochzeiten gebacken: Die zwei rund geformten Laibe stellen ein vereintes Paar dar. 

IDM Südtirol-Alto Adige/Armin Huber

Villnösser Brillenschaf: Delikatesse aus der Vilnösser Bergwelt

Das Villnösser Brillenschaf ist Südtirols älteste Schafrasse. Sein Erkennungsmerkmal ist die schwarze Pigmentierung rund um die Augen, die ihm auch den Namen verleihen. Seit dem 18. Jahrhundert begleitet es die Menschen hier und wächst in den steilen Wiesen der Dolomiten auf. Diese Haltung prägt seinen Charakter. Das Lammfleisch ist feinfasrig, mild und fettarm. Gleichzeitig liefert das Schaf eine besonders weiche Wolle, die seit Generationen zu warmer Kleidung verarbeitet wird. Heute steht das Villnösser Brillenschaf unter dem Schutz von Slow Food. Dieses internationale Förderprojekt bewahrt seltene Rassen und sichert ihre Zukunft.

Villnöss/Armin Terzer

Altreier Lupine: Alte Tradition neu interpretiert

Die Altreier Lupine färbt die Äcker rund um das Bergdorf Altrei in leuchtendes Blau. Das Interesse der Anbauer gilt allerdings ihren Samen, die seit Generationen für den „Altreier Kaffee“, von Hand geerntet, in der Sonne getrocknet, geröstet und schließlich zu Pulver vermahlen werden. Heute wird das Lupinensamenpulver auch in der Küche zum Würzen von Fleischgerichten und zur Herstellung von Schnaps, Bier, Schokolade, Eis und anderen Süßspeisen verwendet. 

Schnalser Transhumanzschaf: Eine Schafrasse erzählt Geschichte

Das Schnalser Schaf steht für eine alte Form der Almwirtschaft im Schnalstal. Seit 600 Jahren lebt hier die Transhumanz weiter, eine Almwanderung, bei der die Tiere über die Alpen bis ins Ötztal ziehen. Als Slow Food Presidio trägt dieses Projekt dazu bei, die Tradition zu erhalten und die lokale Wirtschaft im Tal zu stärken.

IDM Südtirol Alto Adige/Thomas Rötting

Grauvieh: Fleisch aus alpiner Haltung

Das Grauvieh prägt seit Generationen das Bild der Südtiroler Berglandschaft. Auf deinen Wanderungen begegnest du ihm vor allem auf steilen Hängen, wo es trittsicher und ausdauernd seinen Weg geht. Genau diese Eigenschaften machen die Tiere ideal für die Bewirtschaftung der Berggebiete. Als autochthone Bergrinderrasse ernährt sich das Grauvieh von saftigem Gras und würzigen Bergkräutern. Das verleiht seinem Fleisch eine besonders hohe Qualität und den Geschmack der Berge in sich trägt.

IDM/Sennereiverband Südtirol/Frieder Blickle

Slow Food Kreise für faire Produkte  

Traditionelles Lebensmittelhandwerk erhalten, nachhaltige Produktion und die Verwendung regionaler Lebensmittel fördern – das wollen unsere Slow Food-Förderkreise. Wie faire Produkte entstehen, warum Qualitätsregeln wichtig sind. 

Ansprechpartner der Hersteller:

IDM Südtirol-Alto Adige/Josef Gorfer
IDM Südtirol-Alto Adige/Josef Gorfer
Graukäse Ahrntal

Ahrntaler Graukäse

Agnes Laner - Tel. +39 0474 653 389 - laner.nikolaus@rolmail.net

IDM Südtirol-Alto Adige/Armin Huber
IDM Südtirol-Alto Adige/Armin Huber
Paarlbrot Vinschgau

Vinschgauer Ur-Paarl

Peter Schuster - Tel. +39 335 541 8252 - info@schuster.it

IDM Südtirol-Alto Adige/Mario Entero
IDM Südtirol-Alto Adige/Mario Entero
Kuh Wiese

Grauviehrasse

Christina Müller - Tel. +39 0471 980 490 - 
info@grauviehrasse.it

IDM Südtirol-Alto Adige/Mint Mediahouse

Schnalser Schaf

Walter Zerpelloni - Tel. +39 335 679 8537 - walter.zerpelloni@schnalstal.cc

IDM Südtirol-Alto Adige/Armin Terzer
IDM Südtirol-Alto Adige/Armin Terzer
Brillenschafe im Dolomitental Villnöss

Villnösser Brillenschaf

Oskar Messner - Tel. +39 347 191 1604 - oskar@furchetta.it

IDM Südtirol-Alto Adige/Brigitte Demarki

Altreier Lupine

Obmann Ludwig Depaoli - Tel. +39 333 531 2643 - info@altreierkaffee.it

Slow Food-Restaurants in Südtirol

Garantierter Genuss. Slow Food verspricht traditionelle Gerichte aus lokalen, qualitativ hochwertigsten Rohstoffen und in sorgfältiger Zubereitung.

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Wo unser Slow Food zu Hause ist

Wie schmeckt ein ofenfrisches Vinschgerle? Wo verbringen die Villnösser Brillenschafe ihre Sommerfrische? Am Ort ihrer Herkunft erlebst du unsere Slow Food Produkte noch intensiver und erkennst, wie wertvoll dieses kulinarische Erbe ist. 

Slow Food Erlebnisse

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