Naturpark Drei Zinnen

Dem Himmel so nah: Die Drei Zinnen, die Sextner Sonnenuhr und die Dreischusterspitze

Der Naturpark Drei Zinnen besteht zu etwa zwei Dritteln aus Fels und Schutt. Schon seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts spornt das zum Dolomiten UNESCO Welterbe gehörende Kletterparadies Bergsteiger zu Pionier- und Höchstleistungen an. 

Besondere Plätze
Die Drei Zinnen sind im doppelten Sinne herausragend: Als drei gewaltige steinerene Türme strecken sie sich in den Himmel und wie keine andere Gebirgsformation stehen sie für die Einzigartigkeit der Dolomiten. Die fünf Gipfel Neuner, Zehner (Sextner Rotwand), Elfer, Zwölfer und Einser bilden die Sextner Sonnenuhr. Von Bad Moos aus betrachtet stimmt der Lauf der Sonne mit den Namen der Berge überein. Aber auch die Dreischusterspitze, der Birkenkofel, der Haunold und der Paternkofel lassen die Herzen von Bergsteigern und Kletterern höher schlagen. In nicht ganz so luftiger Höhe, auf den Lärchenwiesen, gedeiht auf Grund des dort herrschenden Mikroklimas eine vielfältige und farbenfrohe Pflanzenwelt. Zwischen den verstreut stehenden Lärchen bespielsweise am Eingang des Fischlein- und des Innerfeldtales sowie auf dem Gsell veranstaltet die Sonne auf den buckligen Wiesenmatten ein faszinierendes Licht- und Schattenspiel.

 

Besondere Tiere und Pflanzen
Um den Mauerläufer zu beobachten, muss man hoch hinauf. Der Vogel klettert halb hüpfend, halb flatternd senkrechte Felswände hoch, in deren Ritzen er mit seinem langen Schnabel nach Nahrung sucht. Die Sterne des Edelweiß leuchten auf windexponierten Graten am prächtigsten, denn dort wächst der weiße Pelz auf den Hochblättern, die die Blütenkörbe in der Mitte umrahmen, am dichtesten. Der flaumige Filz schützt die Pflanze vor Austrocknung, Wärmeverlust und Sonnenbrand. Ein Überlebenskünstler ist auch der Rätische Mohn, dessen zarte goldgelbe Blüten die Schutthalden beleben. Seine Wurzeln sind bis zu zwei Meter tief im Geröll verankert.

Besonderer Steig
Im Ersten Weltkrieg waren die Dolomiten hart umkämpftes Frontgebiet. Österreichische und italienische Soldaten legten viele neue Wege und Steige an und bauten Befestigungen und Unterkünfte in den Fels. Einer der schönsten Klettersteige in den Dolomiten, der Alpinisteig, stammt aus dieser Zeit.

Naturparkhaus
​Das Naturparkhaus im Kulturzentrum Grandhotel Toblach gewährt Einblicke in das dramatische Kriegsgeschehen zwischen 1915 und 1917, in die Anfänge des Alpinismus und die Entwicklung des Tourismus im Hochpustertal.