Nationalpark Stilfserjoch

Markante Gipfel und majestätische Gletscher: Der Ortler, die Königsspitze und das Stilfser Joch

Der Nationalpark Stilfser Joch beeindruckt mit den höchsten Gipfeln Südtirols und überrascht durch die große Vielfalt an unterschiedlichen Lebensräumen – vom Auwald mit Silberweiden und Schwarzpappeln über den Lärchen-Zirbenwald bis zu Fels und Gletscher.


Besondere Plätze
Etwa 40 Prozent des Nationalparks Stilfser Joch liegen in Südtirol, der Rest verteilt sich auf die Provinzen Trient, Brescia und Sondrio. Im Nordwesten grenzt das Schutzgebiet an den Schweizer Nationalpark und im Süden an den Parco dell' Adamello. Der Nationalpark Stilfser Joch umfasst die gesamte Ortlergruppe. Schwer zu sagen, welcher Berg dieses an Dreitausendern so reichen Massivs imposanter ist – der Ortler oder doch die Königsspitze? Sowohl vom Sulden- als auch vom Trafoital aus führen Aufstiegsrouten auf den Ortler, den mit 3.905 Metern höchsten Gipfel Südtirols. Die nicht ganz so hohe Königsspitze besticht durch Formschönheit. Die Straße über das 2.757 Meter hoch gelegene Stilfser Joch verbindet Prad mit Bormio. In 48 Kehren windet sich die spektakuläre Panoramastrecke vom Trafoital hoch auf einen der höchsten Pässe der Alpen. Den vergletscherten Talschluss des ursprünglichen Martelltales dominieren die Zufallspitzen und der Cevedale, welcher auf der Grenze zwischen Trient und Sondrio liegt. Das idyllische hintere Ultental lässt sich am besten mit Wander- oder Schneeschuhen erkunden.

Besondere Tiere und Pflanzen
Im Nationalpark gibt es gleich zwei Könige der Lüfte, den Bartgeier und den Steinadler. Im Flug sind die beiden majestätischen Greifvögel nicht leicht voneinander zu unterscheiden, auch wenn der Bartgeier mit einer imposanten Flügelspannweite von knapp drei Metern größer als der Steinadler ist. Im Rahmen eines erfolgreichen Wiederansiedlungsprojektes haben mehrere Bartgeier-Paare im Schutzgebiet ihr Revier bezogen. Zu den am höchsten steigenden Blütenpflanzen der Alpen gehört der Gletscherhahnenfuß. Seine zarten weißen Blüten sind anfangs weiß und verfärben sich danach rötlich.

Besondere Bäume
​Die drei von Wind und Wetter gezeichneten Ultner Urlärchen in der Nähe des Nationalparkhauses lahnersäge in St. Gertraud im Ultental ragen laut Legende dort schon seit über 2.000 Jahren in den Himmel. Das morsche Innere der Bäume macht eine exakte Zählung der Jahresringe unmöglich, doch neuere Untersuchungen schätzen das Alter auf 850 Jahre.

Nationalparkhäuser und Informationspunkt in Südtirol
Das Nationalparkhaus aquaprad präsentiert die Fischwelt und der Informationspunkt avimundus in Schlanders die Vogelwelt des Schutzgebiets. Um Wald und Holz dreht sich alles im Nationalparkhaus lahnersäge in St. Gertraud (Gemeinde Ulten). Das Nationalparkhaus culturamartell gewährt Einblicke in das Leben der Bergbauern, und das Nationalparkhaus naturatrafoi verrät, mit welchen Strategien Pflanzen und Tiere unter den extremen klimatischen Bedingungen des Hochgebirges überleben.

Nationalparkhäuser

Nationalparkhaus aquaprad

Nationalparkhaus aquaprad

Prad am Stilfserjoch
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culturamartell Foto Nationalparkhaus culturamartell

Nationalparkhaus culturamartell

Latsch - Martelltal
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Lahner Säge

Nationalparkhaus Lahner Säge

Ultental
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naturatrafoi - Innenansicht Foto Nationalparkhaus Stilfs Joch

Nationalparkhaus naturatrafoi

Ferienregion Ortlergebiet
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