Via Claudia Augusta

Via Claudia Augusta - Mit dem Rad auf der einzigen Kaiserstraße über die Alpen

Entlang der Radroute Via Claudia Augusta wird der uralte Kultur- und Handelsweg des Römischen Reiches wieder lebendig.

Vor 2000 Jahren erbauten die Römer unter Kaiser Claudius die einzige kaiserliche Staatstraße über die Alpen: die "Via Claudia Augusta". Sie erreichte von Altinum nahe Venedig bzw. Ostiglia am Po über den Reschen und Fernpass bis nach Donauwörth in Bayern. Heute ist die Straße eine 700 Kilometer lange Radroute, davon führen knapp 150 Kilometer durch Südtirol.

Vom Reschenpass zieht sich die Via Claudia Augusta durch das Etschtal bis in den Süden Südtirols nach Salurn. Von mittel bis leicht, von asphaltiert bis geschottert, durch wundervolle Wälder, Wiesen und Obstanlagen, bietet die Etschradroute ein Kulturerlebnis zwischen Gärten und Architektur. Unzählige Sehenswürdigkeiten, Kulturstätten, Grillplätze und Raststätten zum genüsslichen Einkehren finden Sie entlang der Radroute. Insgesamt misst die Strecke 148 Kilometer.

Sehenswert auf dieser Tour ist vieles: Schon den Startpunkt, den Reschensee, vergisst man nicht so schnell. Anschließend wird der Vinschgau durchquert, der für Kulturinteressierte ein absolutes Juwel darstellt. Kloster Marienberg, die Churburg und die Stadt Glurns sind wenige Beispiele der vielen Burgen, Klöster und charaktervollen Orte im trockensten Tal der Alpen. Danach eröffnet Meran den mediterranen Teil der Route: Weinhänge und Apfelfelder, soweit das Auge reicht. Vorbei an den farbenfrohen Gärten von Schloss Trauttmansdorff, hinab Richtung Bozen (ein Stadtrundgang lohnt sich!), wird der Tritt immer leichter - und das italienische Lebensgefühl immer spürbarer. Nach den Einblicken in die Hauptstadt wird der Weg hinunter nach Salurn vom Wein gesäumt - am Wegesrand und in den Gaststätten.