Naturverträglicher Skitourismus - geht das?

Die Zahlen sprechen für sich: 98% der Skigebiete in Südtirol betreiben ihre Anlagen mit Strom aus regenerativen Energiequellen. Die aus Wasserkraft gewonnene elektrische Energie deckt nicht nur den lokalen Bedarf sondern ist auch ein Exportschlager. Selbst das Wasser für die Erzeugung von technischem Schnee gelangt durch die Schneeschmelze wieder in den natürlichen Kreislauf zurück.

Das Skigebiet Schnalstaler Gletscher ist bekannt durch seine Schneesicherheit an 365 Tagen im Jahr. Gerade deswegen und dem einzigartigen Standort inmitten alpiner Natur haben sich die Schnalstaler Gletscherbahnen bereits seit einigen Jahren mit dem Thema Umweltschutz befasst. Ein Blockheizwerk und ein Wasserkraftwerk liefern den für die Lifte nötigen Strom, in Spitzenbetriebszeiten wird nur Strom aus erneuerbarer Energie dazugekauft. Das Zertifikat “Eco Management and Audit Scheme EMAS“, auch als Öko-Audit "Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Betriebsprüfung" der europäischen Union bekannt, bestätigt dies. Weiters ist das Schnalstal das einzige italienische Skigebiet, das von der Stiftung „pro natura - pro ski“ in Liechtenstein mit dem pro natura – pro ski AWARD 2011 ausgezeichnet. Auch skiresort.de prämiert das Schnalstal aus über 100 Skigebieten in elf Ländern mit der international bedeutenden Auszeichnung als “Umweltfreundliches Skigebiet 2011“.

Das Dorf Pfelders im hinteren Passeiertal ist seit dem Jahr 2007 ein sanft-mobiler Urlaubsort. Der Dorfexpress, ein kleiner Zug auf Rädern, sowie zwei Citybusse ermöglichen es für Einheimische und Gäste, den malerischen Ort im Naturpark Texelgruppe stressfrei und verkehrsbeschränkt zu erleben. Dank eines innovativen Mobilitätskonzeptes kann das Auto am Ortseingang geparkt werden und das Befahren der Straßen ist nur mehr der einheimischen Bevölkerung und Gästen der Beherbergungsbetriebe von Pfelders gestattet. Kein Auto – kein Stress, denn man wird direkt zum Ortskern und den Pisten gebracht. Seine Lifte und Beschneiungsanlagen betreibt der Skiort mit erneuerbaren Energie eines Wasserkraftwerks. Alles zusammen macht es das Dorf zum Mitglied der “Alpinen Perlen der Alpen“, einem Verein, der für sanft-mobilen Urlaub in den Alpen steht. Der Urlaub ohne Auto bringt nicht nur umweltverträgliche Aspekte mit sich sondern Pfelders garantiert so seinen Gästen einen beruhigten und beruhigenden Urlaubsort.

Mit durchschnittlich 8 Sonnenstunden pro Wintertag zählt Carezza Ski im UNESCO Welterbe zum sonnigsten Skigebiet Südtirols. Bauen mit der Natur wird groß geschrieben: das neue Speicherbecken ist das umweltfreundlichste dieser Art. Die natürliche Senke mit hartem, zum Teil felsigem Untergrund eignet sich aus hydrogeologischer Sicht optimal als Speicherbecken. Die Meereshöhe macht das Füllen des Speichers vom bestehenden kleinen Becken unter Eigendruck möglich. Zusammen mit dem Skigebiet Arosa (CH) plant das Skigebiet Carezza-Karersee die Erhöhung der Energieeffizienz durch gemeinsame Initiativen und Maßnahmen im Bereich der Energieeinsparung und der Einführung innovativer erneuerbarer Energiequellen hin zum alpinen Klimaskigebiet. Aufgrund der hohen Sonnenstunden in beiden Skigebieten verfolgt das Projekt das Ziel, Solarenergie und Photovoltaik zu implementieren mit innovativen erneuerbaren Energieträgern, wie Energieteppiche oder Strom erzeugende liegende Polizisten.