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Anders als geplant

Maria Forcher ist dreifache Mutter, Apfelsommelière und -botschafterin, Bäuerin und immer noch voller Elan und Ideen. Wie sie das schafft. 

Maria Forcher ist zwar auf einem Hof aufgewachsen, wollte aber eigentlich nie einen Bauern heiraten und Bäuerin werden. Gekommen ist alles – wie meist im Leben – anders als gedacht. Jetzt ist ihr Leben als Bäuerin mehr als Arbeit. Es ist Berufung und Erfüllung. 

Neugierde ist ihr Antrieb

Maria Forcher und ihr Mann Lorenz mögen ihr Leben auf dem Hof, die Arbeit in der Natur. Doch die Power-Mama will bald mehr wissen über die Produkte, die in den Wiesen heranwachsen. Wie ist der Apfelbaum nach Südtirol gelangt, wie schmeckt ein Apfel wirklich und wie lassen sich die Sorten nach Aromen und Textur unterscheiden? Es ist das Hintergrundwissen, das sie interessiert. Eine Ausbildung zur Apfelbotschafterin folgt.

Sie möchte allen den Apfelanbau näherbringen und zeigen, welche vielen kleinen und großen Schritten es braucht, bis der Apfel zu Hause in der Obstschale liegt. 

Novum Apfelsommelière

Maria Forcher war das noch nicht genug, sie wollte noch mehr wissen. Vor allem die Geschmacksvielfalt wollte sie entdecken. Wie lassen sich die vielen Aromen beschreiben und wie erkosten? In der Ausbildung zur Apfelsommelière – eine Ausbildung, die es weltweit als erstes hier in Südtirol gab – lernt Maria Forcher viel Neues: Es gibt Äpfel, die eher blumig schmecken, fruchtig oder würzig. Äpfel können wie Wein nach Anis, Honig, Rose, Mango oder Ananas schmecken. Nach dieser Ausbildung bietet Maria Forcher Apfelführungen mit Verkostungen auf ihrem Hof an. „Die Gäste sind begeistert. Und mir ist es wichtig, den Menschen den Apfelanbau und die Sortenvielfalt in Südtirol näherzubringen.“ 

Nicht nur Äpfel

Die Familie belässt es aber nicht bei den Äpfeln. Stolz präsentiert Maria Forcher ihren Rotwein aus den Reben vor dem Schloss Kastelbell. Hier schmiegen sich Vernatsch- und Blauburgundersorten an den Hängen und reifen in der Vinschger Sonne. Das Etikett und der Name Loma, für Lorenz und Maria, zeugen von der familiären Führung und dem Zusammenhalt auf dem Hof. Maria Forcher kocht im Sommer gemeinsam mit der Schwiegermutter auch verschiedene Marmeladen, Chutneys und Sirupe ein: Marille, Apfel, Erdbeeren, Rosmarin, Lavendel ... Es gibt immer was zu tun! 


„Es ist ein zweites Standbein, das wir uns hier aufgebaut haben“, erklärt Maria Forcher. „Und mit den Führungen kommt auch mein geselliger Charakter wieder mehr zum Tragen.“ Sie hat ihre Arbeit als Hotelsekretärin aufgegeben, die Kollegen gehen ihr schon ein wenig ab. Aber die Vorteile überwiegen. „Ich kann mir die Zeit selbst einteilen.“ 

Facettenreicher Apfel

Als Sommelière hast du viel gelernt über die Apfelsensorik, aber auch über die Verwendung in der Küche. Typisch für Südtirol ist der Apfelstrudel. Welche Sorte verwendest du dafür?
Natürlich ist das auch Geschmacksache, aber ich mag für den Strudel gerne einen säuerlichen Apfel, zum Beispiel Nicoter, bekannt unter dem Markennamen Kanzi. Ich mag nicht, wenn die Füllung zu süß ist. 

Hast du einen Ratschlag für die Überwinterung der Äpfel? 
Äpfel brauchen einen kühlen Keller. Den haben nicht mehr viele. Daher mein Tipp: Äpfel in Scheiben schneiden und bei 50 Grad Umluft über mehrere Stunden im Backrohr trocknen lassen. Wichtig: ein Kochlöffel in der Backofentür eingeklemmt lässt die Feuchtigkeit entweichen. Die getrockneten Äpfel eignen sich für Müsli, die Jause, als Snack beim Sport, aber auch für Risotto oder Nachspeisen. 

Text: Karin Thöni
Fotos: Tiberio Sorbillo

Marktforschung. Südtiroler Art.

Südtiroler Genussregen

Wir sind stolz auf alle unsere Spezialitäten – und auf die Menschen, die sie anbauen und herstellen. Mit Hingabe, Können und Wertschätzung für die Traditionen und die Natur. Erstklassige Produkte, die du am EU-Gütesiegel g.g.A. oder Qualitätszeichen Südtirol erkennst. Typisch und voller Geschmack.

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0  Zimmer Zimmer Nicht ausgewählt Ohne verpflegung Frühstück Halbpension Vollpension All inclusive
Gesamtpreis: 0 €
Inkl. MwSt./Ortstaxe nicht enthalten