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Der Keller ist ihr Atelier

Ihr Beruf: Önologin und Winzerin. Ihr Herzenswunsch: Weine von bester Qualität. Ihre geheime Liebe – verrät sie ganz am Ende.

Bevor Magdalena Pratzner ihren Platz im Berufsleben fand, musste sie erst einmal weg. Weg vom Elternhaus, in dem sie ständig Arbeit gesehen hatte: Mama Bernadette schuftete im Weinberg, Vater Franz im Keller. In dieser Welt musste es doch noch etwas anderes geben?

Der (Heim-)Weg

Zwölf Jahre später schweift Magdalena Pratzners Blick über den kalten Steinboden hinauf zu den hellen Akazienfässern. „Dieser Keller ist mein Atelier“, sagt sie. „Hier kann ich meine Ideen einbringen und mich in den Weinen ausdrücken“ – wie Künstlerinnen es in ihren Bildern tun.

Die 31-Jährige hat viel von der Welt gesehen. Aber sie ist wieder heimgekommen und schätzt die Arbeit im elterlichen Weingut Falkenstein heute umso mehr. Der Hof hoch über Naturns, rund 200 Jahre alt, war einst die Falknerei der nahegelegenen Burg Hochnaturns.

Die Passion

Wenn sich der Beruf nicht wie Arbeit anfühlt, nennt sich das Passion. Magdalena Pratzner zählt zu den Glücklichen, die es so empfinden. Dabei hatte sie einst ganz anderes vor. Der Zufall führte sie dann doch zum Studium der Önologie. In Australien, Frankreich, der Steiermark und in den USA lernte Magdalena anschließend, was sie heute kann und weiß. 2019 stieg sie in den Betrieb ihrer Eltern ein. Sie wird dort auch von ihrer Schwester Michaela unterstützt, die in München lebt, aber ebenfalls mit einer Rückkehr liebäugelt.

Die Vorbilder

Gibt es ein Vorbild? Nein, es gibt zwei: „Meine Eltern, die in den 1980er-Jahren etwas gewagt haben, wofür man sie beinahe für verrückt erklärt hat.“ Damals wurden Kulturgründe an der Etsch fast zu 100 Prozent auf den lukrativeren Obstbau umgestellt. „Nur mein Vater hat sich gänzlich auf den Weinbau konzentriert.“ Der spätere Erfolg gab ihm Recht.

Ihre Mutter indessen steht für den Mut, sich als berufliche Quereinsteigerin in den Weinberg gewagt zu haben. Auch der Großvater Engelbert war ihr – posthum – ein Lehrmeister. „Guter Wein wird im Weinberg produziert, im Keller wird er nur mehr begleitet“, hatte der einst gesagt. Das nimmt sich die Enkelin zu Herzen. „Einen hochwertigen Jahrgang aus guten Trauben herzustellen, ist keine Kunst“, sagt Magdalena. „Die Herausforderung besteht darin, auch unter schwierigen Bedingungen gute Qualität zu liefern.“ Genau diese Herausforderung spornt die junge Winzerin an.

Die heimliche Liebe

Welcher ist dein liebster Wein?
Der Riesling ist unser Zugpferd, meine heimliche Liebe ist jedoch der Blauburgunder, der einzige Rotwein in unserem Sortiment. Er verlangt alles von mir ab, verzeiht keine Fehler. Aber wenn ich gut gearbeitet habe, belohnt er mich mit außerordentlicher Qualität.

Hast du auch ein „heimliches“ Ziel?
Wir vertreiben unsere Weine in Südtirol und Italien, in den USA, Japan und den Benelux-Ländern. Einen Fuß in den österreichischen Markt zu bekommen, wäre großartig, denn die Österreicher sind sehr patriotisch, wenn es um den Wein geht.

 

Text: Edith Runer
Fotos: Armin Huber

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