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Jungbäuerin mit Herz

Anna Pfeifer bewirtschaftet den elterlichen Hof mit 15 Kühen. Ihre Leidenschaften?

„Das dort unten ist die Autobahn und da rechts oben Kaltern. Ohne die Wolken könnten wir auch einen Teil des Montiggler Sees sehen.“ Merklich stolz auf ihren Hof in Deutschnofen und alles herum, zeigt Anna Pfeifer in die Ferne. Der Hof selbst glänzt mit seinem bäuerlichen Charme.

Tradition leben

In den Stall führt eine alte Holztür. „Wir haben viel von früher beibehalten. Das finde ich schön, denn damals hat man auch gearbeitet mit dem, was man hatte, und es funktionierte.“ Der Blick fällt auf die zahlreichen Plaketten an der Tür, die den Hof für seine Milch auszeichnen.

Wenn man von draußen hereinkommt, hört man nur noch das Kauen der Kühe. Von der modernen Welt, die sich unten in der Stadt Bozen – nur sechs Kilometer Luftlinie entfernt – abspielt, keine Spur. „Weil der Stall alt ist, muss ich mit dem Korb zwischen allen Kühen durchgehen und sie so füttern.“ Das ist anstrengend, aber in der Arbeit mit den insgesamt 15 Kühen geht Anna Pfeifer auf. „Sie sind einfach sympathisch.“, meint sie. Die Bäuerin kennt die Persönlichkeit einer jeden Kuh. Sie weiß genau, welche Tiere verschmust sind und welche gerne am Nacken gekrault werden. Durch die Arbeit auf dem Hof, der auch noch Urlaub auf dem Bauernhof anbietet, ihre Arbeit als Redakteurin und Social-Media-Managerin beim Südtiroler Bauernbund und die Jagd in ihren eigenen Wäldern bleibt nicht viel Platz für Hobbys. 

Die perfekte Rasse

Auf dem Weg zur Weide, auf der die Kühe von Mai bis zum Winter ihre Vormittage verbringen, zeigt Anna Pfeifer auf eine Kuh, die schon auf sie zu warten scheint: „Wolke, meine Lieblingskuh.“ Der Spörlhof setzt auf Grauvieh, es ist die perfekte Rasse für den Hof. Die alte Doppelnutzungsrasse ist sowohl für die Milch- als auch für die Fleischerzeugung bestens geeignet. Rund 20 Liter Milch geben die Tiere am Tag. Andere Kühe geben mehr, aber auf dem Hof wird nach dem Prinzip „Weniger Milch und dafür eine gesündere Kuh“ gearbeitet.

Wie Anna Pfeifer als älteste von vier Töchtern zur Arbeit am Hof gekommen ist? „Während ich das Gymnasium besucht habe, ist mein Großvater gestorben, und ich habe begonnen, mehr auf dem Hof zu helfen. Mir hat es besser und besser gefallen.“ So kam es, dass sie Landwirtschaft und Umweltmanagement studiert hat. „Jetzt bin ich in der Landwirtschaft tätig, sei es bei meiner Arbeit beim Südtiroler Bauernbund als auch hier Zuhause. Ich glaube, dass wir die Möglichkeit haben, den Hof wirtschaftlich weiterzuführen.“ Wichtig dabei ist das Engagement von Anna Pfeifer und ihrer Familie, die das Leben am Hof schätzen und die immer offen dafür sind, neue Ideen in die Tat umzusetzen.

Kein Tag wie ein anderer

Gibt es Eintönigkeit bei dir auf dem Bauernhof?
Nein, auf keinen Fall. Man weiß am Tag vorher nie, ob am nächsten Tag vielleicht etwas Spannendes, Tolles oder Schlimmes passiert. Letzten Sommer zum Beispiel mussten wir ein kleines Rehkitz aufziehen, da die Mutter überfahren wurde. Es kommt uns immer noch besuchen.

Hast du einen guten Rat für Milchliebhaberinnen und -liebhaber?
Es ist wichtig, immer darauf zu achten, woher die Milch kommt, dann kann nicht viel falsch laufen. Alle können sich trauen, die Milch auch zuhause weiterzuverarbeiten, und zum Beispiel Joghurt selbst machen, so wie auch wir hier am Hof. So lernt man den Rohstoff erst richtig kennen und schätzen.


Text: Anna Kornprobst

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0  Zimmer Zimmer Nicht ausgewählt Ohne verpflegung Frühstück Halbpension Vollpension All inclusive
Gesamtpreis: 0 €
Inkl. MwSt./Ortstaxe nicht enthalten