Der Name des Villscheiderhofs in Brixen leitet sich aus dem Ladinischen ab und verweist auf das Mähen mit einer Sichel. Diese ziert zwar immer noch das Hofwappen, im Weinbau ist sie dagegen weit weniger gefragt. Trotzdem setzt man am Villscheiderhof Eisacktaler Weißweintradition.
Seit 1997 bewirtschaftet Florian Hilpold den von seinem Vater übernommenen Villscheiderhof in Brixen, mit den steilen, nach Süden und Osten ausgerichteten Weinbergen. „Die Böden hier auf 700 Metern Höhe sind steinig, kalkarm, mager und wasserdurchlässig und produzieren sehr interessante Weine“, sagt der Weinbauer.
Die Weine, auf die sich Florian und mittlerweile auch sein Sohn Meinrad beziehen, sind in erster Linie weiß, vor allem Sylvaner, Kerner und Riesling; die für das Eisacktal typischen Sorten also. 25.000 Flaschen pro Jahr verlassen den Keller des Hofs, ein Teil der Produktion wird auch im hofeigenen und familiengeführten Schankbetrieb ausgeschenkt, der 2004 im ehemaligen Stall des Villscheiderhofs eingerichtet wurde.
Wer die Eigenbauweine dort verkostet, wird schmecken, dass es sich um frische, fruchtig-elegante Weißweine mit einem guten Zucker-Säure-Verhältnis handelt. Der besondere Stolz des Winzers Florian Hilpold ist allerdings der Passito des Villscheiderhofs. „Der schmeckt nach Honig und kandierten Früchten, im Geruch ein nicht endender Nachhall, eine außerordentliche Kombination aus Röstaromen und perfektem Zucker-Säure-Verhältnis“, beschreibt Hilpold diesen besonderen Wein. Wenn Winzer ins Schwärmen kommen …
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