„Dank der Südwestneigung des Hanges und der besonders milden klimatischen Bedingungen ist es möglich, in St. Oswald eine hervorragende Traubenqualität zu erzielen.“
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Zentrum
Die Tradition des Weinbaus am Tschötscherhof in Kastelruth hat neben einer musealen auch eine höchst lebendige Seite. So werden hier nicht nur alte landwirtschaftliche Gerätschaften ausgestellt, sondern auch eigene Weine gekeltert – nach wie vor und mit Erfolg.
Seit über einem Jahrhundert werden am Tschötscherhof in der Kastelruther Fraktion St. Oswald nachweislich Trauben angebaut, allein der alte Rebstock vor dem Bauernhaus ist über hundert Jahre alt und damit ein lebendiger Beweis für die Weinbautradition. Dabei liegt der Hof mit seinen Rebflächen auf 750 Metern Höhe. „Dank der Südwestneigung des Hanges und der besonders milden klimatischen Bedingungen ist es aber doch möglich, eine hervorragende Traubenqualität zu erzielen“, erklärt Jungbauer Andreas Jaider.
Er ist gelernter Winzer und trägt die Verantwortung für das Wein-Standbein des Tschötscherhofes in Kastelruth. Unter seiner Ägide werden eigene Weiß- (Müller Thurgau, Sylvaner, Kerner, Gewürztraminer) und Rotweine (Blauer Zweigelt und Blauburgunder) am Hof hergestellt, für die Jaider auch schon Preise gewonnen hat.
Dass er mit dem, was er hier leistet, auf den Schultern seiner Vorfahren steht, macht nicht zuletzt das Bauernmuseum deutlich, das Seniorchef Michael Jaider vor etwa 15 Jahren im Stadel des Hofs eingerichtet hat. Hier erzählen alte Geräte vom früheren Leben auf den Höfen in und um Kastelruth. Und damit auch von der Weinbautradition dieser sonst so alpin geprägten Landschaft.
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