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Was bleibt, wenn der Gipfel erreicht ist

Reinhold Messner hat ein neues Kapitel in seinem Leben aufgeschlagen, diesmal am Helm im Pustertal. 

Reinhold Messner hat viel erreicht und doch ist kein Ende in Sicht. Die Berge lassen ihn nicht los. Auch dann nicht, wenn die letzte Expedition längst vorbei ist. Was treibt jemanden an, der alle Achttausender bestiegen hat?

Schroffe Grate, steile Wände, Schneefelder, die ins Nichts führen – Orte, die keinen Schritt verzeihen. Das ist die Welt von Reinhold Messner. Genau dort hat er sich immer wieder hingewagt. Nicht aus Leichtsinn, sondern um zu begreifen, was Berge wirklich bedeuten. Für ihn braucht es mehr als Abenteuerlust: „Es braucht eine tiefere Motivation. Eine, die mit Begeisterungsfähigkeit, mit Sinngebung, mit Visionen zusammenhängt" und zwar aus ihm selbst heraus. Seine Vision: „Die Berge müssen wild bleiben“. 

Für Reinhold Messner zählte nie nur der Gipfel oder die Zahl der Höhenmeter. Vielmehr stellte sich ihm immer die Frage, was es bedeutet, sich in diese Extreme der Natur zu begeben. Für ihn selbst und für kommende Generationen. Diese Erfahrungen möchte er weitergeben. Hoch über Sexten hat er nun mit seiner Frau Diane einen Ort dafür geschaffen: das Reinhold Messner Haus am Helm. Kein klassisches Museum, sondern ein Ort, der Fragen stellt.

Hinter jedem Horizont liegt ein weiterer

Reinhold Messner hat den Alpinismus verändert. Aus Villnöss in Südtirol stammend wurde er zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der internationalen Bergwelt. Gegen viele Widerstände, aber immer mit dem festen Glauben an die eigene Verantwortung und mit Respekt vor der Natur.

Was ihn bis heute auszeichnet, ist seine Haltung. Messner sah den Berg nie als Bühne und den Alpinismus nie als Sport. Für ihn steckt mehr dahinter: Der Gipfel ist kein Ziel, sondern ein Ort, an dem Haltung gefragt ist. Eine Haltung, bei der es um die Auseinandersetzung mit der Natur geht – mit all ihren Anforderungen, Gefahren und ihrer Klarheit. Er ist überzeugt: Traditioneller Alpinismus funktioniert nur, wenn du Verantwortung übernimmst.

Diese Haltung entwickelte sich früh. In Villnöss unterhalb der Geislergruppe, die heute zum Dolomiten UNESCO Welterbe gehört, ist er aufgewachsen. Im Alter von fünf Jahren bestieg er mit seinem Vater seinen ersten Dreitausender. Eine Erfahrung, die ihn geprägt hat. Denn schon damals spürte er: „Hinter jedem Horizont liegt ein weiterer.“ Später führten ihn seine Wege auch auf alle 14 Achttausender der Welt – ohne Hilfsmittel, ohne künstlichen Sauerstoff, nur mit Disziplin, Respekt und dem Willen, sich der Natur in ihrer radikalsten Form zu stellen.

Auch jenseits der höchsten Gipfel suchte er Klarheit: in Wüsten, an den Polen, in politischen und gesellschaftlichen Fragen. Seine Lebenslinien sind vielfältig: Bergsteiger, Grenzgänger, Museumsgründer, Politiker, Autor, Filmemacher und Erzähler. Doch im Kern steht immer dieselbe Idee: Sinn stiften, Grenzen verschieben und der eigenen Herkunft treu bleiben. Heute drückt sich diese Haltung in einem neuen Projekt aus: dem Reinhold Messner Haus am Helm in Sexten.

Altes Fundament, neuer Blick

Auf 2.050 Metern, in einer ehemaligen Bergstation, hat Reinhold Messner mit seiner Frau Diane einen Ort geschaffen, der zeigt, was Alpinismus bedeutet. 

In seinem jüngsten Projekt geht es um das, was bleibt. Um die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Um den Alpinismus als innere Haltung. Gemeinsam mit seiner Frau Diane hat er das Haus so gestaltet, dass Besucher:innen nicht wie gewohnt durch eine Ausstellung laufen, sondern ins Gespräch kommen, zum Nachdenken angeregt werden, Fragen stellen. Auch diesmal geht es nicht um Leistung, nicht um die Zahl der Gipfel, sondern vielmehr um die Frage: Wie bist du gegangen? Mit welchem Blick? Diese Haltung zieht sich durch das ganze Haus – denn genau das macht für Messner den traditionellen Alpinismus aus.

Seine Expeditionen bilden die Grundlage für dieses Projekt. Die ausgestellten Stücke stammen aus seinem persönlichen Fundus und verleihen den Erlebnissen Form. Dabei stehen die Erfahrungen im Mittelpunkt, auch jene des Scheiterns, denn Messner ist überzeugt: „Ich lerne, wenn ich gescheitert bin und nicht, wenn ich Erfolg hatte.“

Die Inhalte verändern sich, bleiben lebendig – so wie Messners Blick auf das Erlebte. Für ihn liegt die Erkenntnis nicht im Ankommen, sondern im Weg zurück. Oder wie er selbst sagt: „Oben ist nichts mehr. Kein Ziel, keine Aufgabe. Erst im Abstieg kommt die Erkenntnis.“

Architektur mit Haltung

Reinhold Messner setzt in allem, was er tut, auf Einfachheit und Verantwortung. Auch beim Umbau des Hauses. Die ursprüngliche Struktur wurde erhalten und neu interpretiert. Das große Panoramafenster blieb bewusst bestehen. Es ist Teil des Raums und öffnet den Blick auf das, was ist: die Berge, die Sextner Dolomiten und genau jene Gedanken, die dann entstehen. Die verwendeten Materialien stammen aus der Region. Die Räume sind bewusst schlicht gehalten. Denn Messner sieht Nachhaltigkeit nicht als technische Frage, sondern als Haltung.

Berge schärfen den Blick fürs Wesentliche

 

 

Wenn du das Reinhold Messner Haus wieder verlässt, nimmst du kein Andenken mit. Sondern ein Gefühl. Und vielleicht die Erkenntnis, dass das Wesentliche oft da liegt, wo man es nicht erwartet. Denn was wirklich zählt, zeigt sich nicht auf dem Gipfel. Sondern in dem, was danach kommt. So ist es für Reinhold Messner: „Meine Kraft schöpfe ich aus meinen Ideen für die Zukunft, nicht aus den Leistungen, die hinter mir liegen.“ Und vielleicht auch ein wenig aus seiner Heimat Südtirol. Für Reinhold Messner bleibt diese Region, tief verwurzelt im Herzen der Dolomiten, der schönste Platz der Welt.

Die Vision geht weiter

Für Reinhold Messner braucht Zukunft eine Richtung und Haltung schafft die Grundlage dafür. Seine Haltung hat sich am Berg geschärft. Dort, wo keine Sicherheiten gelten, wo Entscheidungen zählen. Dort, wo Technik nicht ersetzt, was Erfahrung und Instinkt ausmachen. „Mein Erfolgsmodell“, sagt Messner, „heißt Reduktion auf das Wesentliche.“

Genau das zeigt sich auch abseits der Gipfel: auf Schloss Juval, in seinen Museen, seinen Büchern, Filmen und Vortragsreisen. Er will im Austausch bleiben und erzählen. Denn Nachhaltigkeit, sagt er, beginnt mit dem, was da ist. Und dem Mut, es neu zu denken. Vor allem aber gibt es kein Rezept, sondern eine Richtung. Und so ist für ihn noch lange nicht Schluss. Die Berge sind da und solange das so ist, bleibt etwas zu tun.

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