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Mittendrin oder aus der Vogelperspektive - Südtirol in Videos.

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Stoanerne Mandln

Natur und Landschaft Südtirols begeistern nicht nur durch ihre Schönheit, sondern auch durch Kuriositäten. Südtirols Süden steckt voller Legenden und Geheimnisse, die Rätsel aufgeben und den Entdeckergeist wecken: Die Stoanernen Mandeln sind das beste Beispiel.

Hexenwerk oder Kelten-Kult?
Das raue Sarntal fasziniert durch eine Ursprünglichkeit, die man so nur selten trifft. Wer hier wandert, könnte meinen, die Zeit wäre stehen geblieben – derart unberührt ist die Natur. Jeden Tag ließe sich ein anderer Gipfel besteigen, so viele Berge umgeben das Tal, doch all das ist Kür. Der sagenumwobene Almrücken auf der Hohen Reisch dagegen ist Pflicht. Und gilt als einer der schönsten Aussichtspunkte der Sarntaler Alpen, von dem man aus die ganze Dolomitenwelt bis hin zur Marmolata und dem König Ortler blicken kann. Auch wenn das Wetter mal nicht so schön ist, besitzt diese Wanderung eine unvergessliche Magie, denn genau dann wirken die „Stoanernen Mandeln“ besonders geheimnisvoll. Die über 100 willkürlich aufgebauten Steinmänner sind teils mehr als übermannsgroß. Wie eine Soldatenschar erwarten die aus Steinplatten aufgeschichteten Säulen Wanderer auf dem Aussichtspunkt. Auch in anderen Teilen Südtirols dienen solche Steinplatten der Orientierung und zeigen den verlauf von Bergwegen an. In anderen Fällen wurden sie von Hirten einfach nur zum Zeitvertreib aufgebaut. Eigentlich müssten so auch diese auf 2003 m liegenden Steinmänner als Hirtenzeitvertreib gelten, wären da nicht Felsblockgravuren und Feuersteingeräte gefunden worden, die auf Steinzeitliches Alter und Mittelalterliches Treiben hinweisen.

Hexentreff im Mittelalter
Hier, auf 2000 m, sollen seit etwa fünfhundert Jahren Hexentänze und Teufelsfeiern zelebriert worden sein – Schauergeschichten wie Gewittermachen und das Verspeisen von Kindern inklusive. Ein Gerichtsschrift aus dem Jahre 1540, in der die Hexe Barbara Pacher bezichtigt wird sich dort oben mit Teufeln und Hexen getroffen zu haben, belegt den Ursprung dieser obskuren Theorie. Uralte Ritz-Zeichen deuten sogar darauf hin, dass der Aussichtspunkt vor Jahrtausenden ein keltischer Kultplatz war. Der Aufstieg vom Auener Hof über das Auener Joch dauert 1,5 Stunden und ist für versierte Wanderer leicht zu bewältigen.

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