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    Alle Weinkellereien in Südtirols Süden

    Tauche ein in die Weintradition von Südtirols Süden. Besuche die Weinkellereien der Region, lerne die Kunst des Weinmachens kennen und genieße Degustationen, die deine Sinne verzaubern werden.
    Ergebnisse
    Weinkellereien
    Weingut Milla
    Kurtatsch an der Weinstraße, Südtiroler Weinstraße
    Zwei Weine entstehen am Weingut Milla in Kurtatsch. Nicht mehr. Beide sind Cuvées, beide enthalten dieselben drei Traubensorten, beide gären im offenen Holzbottich und beide dürfen lange reifen. Winzer Gert Pomella konzentriert sich also auf ein kleines Sortiment. Ein kleines, aber feines.

    Knapp vier Hektar Rebfläche bewirtschaftet Pomella am Weingut Milla in Kurtatsch. Sie ist auf sieben verschiedene Lagen aufgeteilt, die allesamt an steilen Hängen liegen und schwere Lehmböden aufweisen. Das macht sie zum idealen Standort von Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot, die am Weingut Milla in Kurtatsch angebaut werden. In unterschiedlichen Anteilen bilden diese drei Rebsorten auch das Fundament der beiden Weine von Gert Pomella: dem „Centa“ und dem „Milla“.

    Beim Ausbau beider Weine folgt Pomella seinem eigenen Weg. Die Gärung findet in offenen Holz- und Stahlbottichen statt, der Tresterhut wird mehrmals täglich umgewälzt – von Hand. „Den Presswein verwende ich, um die physiologische Reife der Weine zu verlängern“, erklärt der Weinbauer Schrägstrich Kellermeister. Reifen dürfen die beiden Weine in französischen Barriques, und zwar ganze 24 Monate. „Meinen Wein ,Centa‘ baue ich in gebrauchten, ,Milla‘ meist in hundertprozentig neuen Fässern aus“, so Pomella, der seine Weine schließlich noch mindestens ein Jahr in der Flasche reifen lässt.

    Viel Zeit, viel Aufwand, viel Arbeit für zwei Weine. Aber man schmeckt’s.
    Weinkellereien
    Ansitz Dornach
    Salurn, Südtiroler Weinstraße
    „Bio“ kann ein Marketingkniff sein, für Karoline und Patrick Uccelli vom Ansitz Dornach in Salurn ist es eine Lebensphilosophie. Von der Ausbildung Karolines zur Biologin über die Ernährung und den – natürlich! – biodynamischen Weinbau bis hin zu einem Abkommen, das Patrick mit den Tieren des Waldes geschlossen hat.

    Nein, keine Angst: Patrick Uccelli ist kein Dr. Doolittle, er spricht nicht mit Tieren, weiß aber um die Bedeutung des biologischen Gleichgewichts, das mitunter auch schon einmal das wirtschaftliche in Gefahr bringen kann. „Unsere Trauben scheinen den Rehen zu schmecken“, sagt Uccelli, der gegen den Verbiss keine Zäune errichtet, sondern – wie er schmunzelnd erklärt – ein Einvernehmen mit den Rehen hat: „Ich tue ihnen nichts, wenn sie sich im Weinberg zurückhalten. Anscheinend verstehen sie das.“

    Auch sonst ist Önologe und Winzer Patrick Uccelli gewohnt, neue Wege zu gehen: „Ich experimentiere gern mit verschiedenen Vinifizierungsmethoden, mit der Fermentation in großen und kleinen Fässern, mit unterschiedlich langen Lagerungszeiten“, sagt er. Das Ziel bleibt dabei immer dasselbe: die Herstellung von so natürlichen Weinen wie möglich.

    Die Produktion am Ansitz Dornach ist eine vielfältige: Die Weine tragen fortlaufende Nummern als Etikett um ihre Einzigartigkeit zu untermauern. Knackige Weine mit erdigen und mineralischen Noten, die sie wohl aus dem besonders zusammengesetzten Boden ziehen: gelbem und rotem, mit Eisenoxiden versetztem Lehm.

    Ob die Trauben deshalb auch den Rehen schmecken?
    Weinkellereien
    Roverè della Luna - Kellerei Aichholz
    Südtiroler Weinstraße
    Einen Aichholzer Lagrein, der besser sei als jener der umliegenden Ortschaften, erwähnt der Reiseschriftsteller Max Sittich von Wolkenstein schon im 17. Jahrhundert. Die Latte für die Genossenschaftskellerei Aichholz, die nördlichste im Trentino, liegt also hoch. Für die heute 270 Mitglieder ist das mehr Ansporn als Bürde.

    Aichholz, italienisch Roverè della Luna, liegt unmittelbar südlich der Salurner Klause auf einem Kalksteinkegel. Obwohl das Etschtal für den Weinbau geradezu prädestiniert ist, sind die Voraussetzungen hier eher ruppig: „Kies und Kalksteinsubstrat können das Wasser nur sehr schwer halten, die Reben wachsen hier also nur mit Schwierigkeiten“, sagt Carlo Alberto Gasperi, Kellermeister der Kellerei Aichholz. Was für Weinreben und Weinbauern eine Herausforderung ist, ist für ihn ein Glücksfall: „Durch das langsame Wachstum entsteht ein besonders fruchtiger Wein“, so der Kellermeister.

    Gegründet wurde die Genossenschaftskellerei Aichholz schon 1919, damals von 24 Winzern mit Weitblick. Heute hat die Genossenschaft 270 Mitglieder, die nicht weniger als 420 Hektar Rebfläche bewirtschaften und neben dem bereits genannten, literarisch verewigten Aichholzer Lagrein auch Teroldego, Grau- und Blauburgunder, Vernatsch, Gewürztraminer, Chardonnay und Müller Thurgau anbauen.

    Aus allen Weinen und Schaumweinen der Kellerei Aichholz schmeckt man das Terroir und dessen Eigenheiten, die in einem modernen, rationellen Keller herausgearbeitet werden. Mit einem Blick nach vorn und einem zurück auf die Wurzeln der Genossenschaft. Wie es sich für Weine gehört, denen schon vor 400 Jahren ein literarisches Denkmal gesetzt wurde.
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