Die Umgebung wurde von den Architekten sorgfältig analysiert. Zahlreiche strukturelle Elemente der örtlichen Gegebenheiten – vom Verlauf der Straße, den Volumen umgebender Häuser bis zum Schloss Schenna, das von hier aus zu sehen ist – tauchen bei diesem Gebäude in moderner Interpretation wieder auf. Das mit hellen Eternitplatten ummantelte Wohngebäude schwebt wie ein Kristall auf dem graublau mit Stein verkleideten Sockelgeschoss, wo die Läden untergebracht sind. Eine umlaufende Glasfuge bringt zwischen beiden Bauteilen Licht in den Goldschmiedladen. Sie sorgt für eine noble, fast indirekte Beleuchtung der weißen Wandteile und Decken, während die dunkle Nussbaumholzvertäfelung Solidität vermittelt.
Die einheitliche Materialisierung der Gebäudehülle und die klare Abtrennung von der Sockelzone verleihen dem oberen Teil des Gebäudes den Charakter einer Großskulptur, die zu einem wichtigen Bezugspunkt in der Landschaft wird.