Das Schulhaus der Ursulinen wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts am Ursulinentor der Stadtgasse errichtet. Gegen den massiven dreigeschossigen Bau mit der vertikalen Gliederung der Putzfassade wurde ein deutlich niedrigerer Neubau mit horizontal betonter Stahl-Glas-Fassade gesetzt, der nicht nur sehr transparent und viel kleiner wirkt als der Altbau – aber mehr Nutzfläche hat! –, sondern es spiegelt sich zudem die denkmalgeschützte Fassade in ihm. Ein gläserner Kubus als neuer Eingang zur Schule signalisiert schon dort die Struktur des Neubaus, bevor man ihn dann über verglaste Gänge erreicht. So gelingt die Durchdringung der unterschiedlichen Architekturen. Im Innern hat der Künstler Manfred Alois Mayr eine heitere Farbpalette für den Neubau zusammengestellt, die mit den weißen Putzflächen und den grauen Sichtbetondecken lebendig harmoniert.
Bei der Anordnung des neuen Baukörpers war es ein Anliegen, bestehende urbanistische Muster der Altstadt von Bruneck aufzugreifen und mit diesen Gesetzmäßigkeiten die Stadt weiterzubauen.