Hinter dem Klostergarten erhebt sich die helle Fassade des Kapuzinerklosters, neben dem der mit grauem Sandstein verkleidete Schulneubau unauffällig zurücktritt. Der alten Ostfassade wurde eine Mauerscheibe vorgesetzt, hinter der sich die Flure mit Klassenzimmern zum intimen Klosterhof befinden. Der Großteil der Räume musste aber wegen der sehr beengten Situation unterirdisch gebaut werden. Zu deren Belichtung wurde mit Oberlichtern im Garten und raffiniert geführten Lichtschächten gearbeitet. Diese Lichtführung lässt keine Kellerstimmung entstehen, sondern ermöglicht eine sehr konzentrierte Lernatmosphäre. Von der Eingangshalle aus, verbindet eine elegante Stahltreppe alle Geschosse, die in den Fluren stark farbig behandelt sind. Zwischen Alt und Neu ist so eine ästhetische Symbiose für den Lehr- und Lernauftrag gefunden worden.
Wieder ein gebautes Beispiel dafür, dass die Kreativität von Architekten sich zur Höchstform entfaltet, wenn die beschränkten Möglichkeiten an verfügbarer Fläche und vorhandenen Bauten Einfallsreichtum erfordern, um das Programm zu erfüllen.