Von Wiesen im Pfitschertal nach Luttach ins Ahrntal
Im Norden Südtirols, genauer gesagt, ausgehend von Sterzing bis ins nördliche Ahrntal zieht sich entlang der Staatsgrenze zu Osterreich die bekannte Gruppe der Zillertaler Alpen hin.
Über 80 zum Großteil vergletscherte Dreitausender bilden diese an der Sonnenseite der Alpen gelegene Gebirgskette. Die bekanntesten davon sind der Hochfeiler, der Große Möseler und der Schwarzenstein. Verbunden sind diese mächtigen Berge mit einem gut ausgebauten Wegenetz sowie einer Reihe von alpinen Schutzhütten, die schon vor der Jahrhundertwende als Ausgangspunkt für Gipfeltouren und Hüttenwanderungen gedient haben und bis in unsere Zeit nichts an ihrer Anziehungskraft verloren haben. Im Gegenteil, in den letzten Jahren wurden immer mehr Bergsteiger auf diese einmalige Bergwelt der Zillertaler Alpen aufmerksam.
Die Bergtour wird als mittelschwierig - schwierig eingestuft und bietet unvergessliche Momente. Trittsicherheit, gute Kondition, Erfahrung, sowie gute Ausrüstung sind erforderlich.
1. Tag
Vom Wiesener Hof folgen wir der Markierung zur Ruine des Oberpirchhofes und steigen über den bewaldeten Kamm zum Gschließegg (1670 m) auf. Auf der Höhe bleiben wir, umgehen die Plitschalm (1820 m) und traversieren die Hänge des Sengetals zu den Hütten am Trenser Joch. Nach dem Anstieg zur Sengesspitze (2365 m) erreichen wir die Similie Mahdalm (2011 m) zur Übernachtung.
Gehzeit: ca. 6 Stunden
2. Tag
Von der Simile Mahdalm wandern wir über die Sengesalpe zum Similekopf (2300 m) und folgen dem Sengesbach aufwärts. Das Sengesjöchl (2620 m) bietet den Übergang zum Wilden See. Optional kann die Wilde Kreuzspitze (3134 m) in einer Stunde vom Rauhtaljoch (2808 m) bestiegen werden. Vom Rauhtaljoch geht es über Firn "In die Pfann" hinab und weiter zur Brixner Hütte zur Übernachtung.
Gehzeit: ca. 5 Stunden
3. Tag
Von der Brixner Hütte (2270 m) steigen wir zur Steinkarscharte hinauf und wandern abwärts um die Rübespitze zum Pfunderer Joch. Auf etwa 2300 m queren wir die Weitenbergalm und steigen unterhalb des Grindler Sees (2485 m) zur Oberen Engbergalm (2123 m) ab, wo wir im einfachen Notlager ohne Bewirtschaftung übernachten.
Gehzeit: ca. 5 Stunden
4. Tag
Von der Oberen Engbergalm (2123 m) steigen wir auf den Höhenweg zurück. Wir überschreiten die Dannelscharte (2437 m) und wandern bis zur Gaisscharte (2700 m), von wo aus wir absteigen. Weiter geht es bis zur Edelrauthütte (2545 m) zur Übernachtung. Ein Highlight ist der Blick auf den Eisbruggsee.
Gehzeit: ca. 6,5 Stunden
5. Tag
Von der Edelrauthütte (2545 m) folgen wir dem Neveser Höhenweg Nr. 1 (Achtung Gletscherbäche) unter den Gletscherzungen des Weißzints und des Großen Möselers vorbei zur Chemnitzer Hütte (2420 m) zur Übernachtung. Optional kann der Gamslahnernock (2869 m) bestiegen werden (zusätzlicher Zeitaufwand: ca. 2 Stunden).
Gehzeit: ca. 3 Stunden (mit Besteigung des Gamslahnernocks ca. 5 Stunden)
6. Tag
Auf dem gut markierten Höhenweg Nr. 27 wandern wir bis zum Tristensee (2344 m) und weiter über den Lappacher Jöchl (2371 m), Wurmtal Joch (2288 m) und Gornerjoch (2309 m). Der Weg führt uns weiter zum Speikboden (2517 m), wo wir zur Bergstation des Sessellifts absteigen oder nach Luttach gehen. Von dort fahren wir mit Bus und Bahn zurück nach Sterzing zur Übernachtung bzw. dem Ausgangspunkt.
Gehzeit: ca. 4 Stunden