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Weinkellereien

Weingut Befehlhof

Goldrain, Latsch, Vinschgau
von Zentrum
Wer die Steppenlandschaft am Vinschger Sonnenberg sieht, denkt nicht unbedingt an Trauben. Und doch: Am Befehlhof in Vetzan wird schon seit 1370 Wein angebaut. Sechs Jahrhunderte später hat hier Oswald Schuster das Ruder in der Hand und baut – Tradition verpflichtet! – unter anderem einen Vinschger Fraueler an.

Der Fraueler ist in den 1980er-Jahren schon weitgehend von der Bildfläche verschwunden, als Oswald und Magdalena Schuster beschließen, einen Teil ihres 1,2 Hektar großen Weinbergs diesem typischen Vinschger zu widmen. Mehr noch: Die Schusters sind die einzigen, die den Fraueler reinsortig vinifizieren - mit beeindruckendem Ergebnis: als „fruchtig und frisch, blumig, schlank und elegant mit einer ausgeprägten mineralischen Note“ wird der „Jera“, der Fraueler vom Befehlhof in Vetzan, beschrieben.

Im Weinberg auf 710 Metern Höhe wachsen neben der Vinschger Urtraube auch Sylvaner und Gewürztraminer, Kerner und Müller Thurgau, Blauburgunder, Zweigelt und Riesling. Letzterer, heute ein im Vinschgau weit verbreiteter Wein, hat seine Existenz im Tal Oswald Schuster zu verdanken, war er doch der erste, der ihn hier angebaut hat. So experimentierfreudig die Schusters bei der Rebsortenauswahl sind, so innovativ (und zugleich bodenständig) sind sie im Keller.

So setzt man auch auf die spontane Vergärung dank natürlich vorhandener Weinhefen. „Der Wein wird dadurch vielschichtiger, komplexer und interessanter“, so Oswald Schuster, der sich sogar an einen Vinschger Sekt wagt: „Sällent“ heißt er, benannt nach einem Berg in Martell. Als Höhepunkt der Produktion, sozusagen.