Sátántangó (1994) von Béla Tarr: ein hypnotisches Meisterwerk über eine vergessene Gemeinschaft, in langen Schwarzweiß-Plansequenzen erzählt.
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Zentrum
Sátántangó (1994) ist das Meisterwerk des ungarischen Regisseurs Béla Tarr, basierend auf dem gleichnamigen Roman von László Krasznahorkai. Der Film folgt den letzten Tagen einer vergessenen Gemeinschaft, die zwischen Elend, Stillstand und zerbrechenden Hoffnungen verharrt. In der ungarischen Tiefebene, vom Wind und Regen gepeitscht, scheint die Zeit stillzustehen. Als Irimiás und Petrina, zwei rätselhafte, für tot gehaltene Figuren, ins Dorf zurückkehren, klammern sich die Bewohner an das Versprechen eines Neubeginns – der sich bald als weitere Illusion entpuppt. In zwölf Kapiteln und langen Plansequenzen in Schwarzweiß verwandelt Tarr die Dauer in eine physische Dimension, die den Zuschauer vollständig einhüllt. Sátántangó ist ein hypnotisches und totales Erlebnis: eine Reise in die Einsamkeit, das Scheitern und die Unvollkommenheit der menschlichen Existenz.
Originalversion auf Ungarisch mit italienischen Untertiteln.
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