Das ukrainische Kollektiv Opera Aperta verbindet in Mōdraniht Krieg, Umweltkatastrophe und archaisches Ritual zu einem interdisziplinären Theaterwerk.
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Zentrum
Wie entsteht ein Kunstwerk unter dem täglichen Druck des Krieges? Das ukrainische Kollektiv Opera Aperta gibt mit Mōdraniht. Songs of Winter War eine kraftvolle Antwort: ein interdisziplinäres Werk, das Theater, Musik und politische Reflexion zu einer rituellen Erzählung verbindet.
Das Stück verfolgt den realen Weg des Kollektivs durch verletzte Geographien und archaische Rituale: von den Karpaten, geprägt von Konflikten und politischen Umwälzungen, über den Aralsee in Usbekistan — Symbol einer der schwersten vom Menschen verursachten Umweltkatastrophen — bis hin zu La Vijanera in Silió, Kantabrien, einem alten Karneval, der als gemeinschaftliches Fest bis heute überlebt. Das dramaturgische Leitbild ist die Mōdraniht, die „Nacht der Mütter", ein altes angelsächsisches Heidentum rund um die Wintersonnenwende. Stile, Texte, Zeitebenen sowie Groß- und Kleingeschichte fließen in einem vielschichtigen Ensemblewerk zusammen, das reale Konflikte, Kriegstraumata und Umweltkatastrophen in eine rituelle Sprache überträgt.
Empfohlen ab 18 Jahren.
Die Aufführung enthält Nacktheit.
Es werden Stroboskopeffekte und laute Töne eingesetzt.
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