Fasching in Südtirol: ein Fest für Groß und Klein

Fasching hat in Südtirol eine lange Tradition. Vor der einzigartigen Kulisse der Dolomiten und der noch verschneiten Täler finden am Unsinnigen Donnerstag (wie die Weiberfastnacht in Südtirol heißt) und am Faschingsdienstag unzählige Veranstaltungen für große und kleine Narren statt.

Der Ursprung des Faschings liegt in der Antike. Er ist eine Zeit des Feierns, aber vor allem der Erneuerung. In Südtirol steht der Unsinnige Donnerstag im Zeichen des Zusslrennens: In Prad am Stilfser Joch versammeln sich weiß gekleidete Figuren, die mit Blumen und bunten Bändern geschmückt sind, zum Umzug. Bei jedem Schritt läuten ihre umgeschnallten Kuhglocken, um alten Legenden zufolge den dunklen Winter zu vertreiben und den Frühling und die Sonne wiederzuerwecken. 

Auch beim Scheibenschlagen, das am ersten Fastensonntag stattfindet, handelt es sich um einen Brauch, der den Winter austreiben soll: Holzscheiben werden an langen Gerten befestigt und ins Feuer gehalten, bis sie glühen. Anschließend werden sie von einem Bergabhang aus in die Nacht geschleudert. So will man die Finsternis und Kälte der letzten Winternächte vertreiben.

Am Faschingsdienstag hingegen steht in jedem ungeraden Jahr der Egetmann-Umzug auf dem Programm. Dieser merkwürdige und gleichzeitig älteste Fastnachtsbrauch im gesamten Alpenraum spielt sich in den Gassen von Tramin ab, wo sich unheimliche Gestalten beim Umzug ein Stelldichein geben: Sie symbolisieren die verschiedenen Aspekte der Jahreszeit, in der der Winter seine Kraft verliert. 

Beim Family Festival in Bozen verwandelt sich der Waltherplatz in eine einzige große Bühne und bietet Puppentheater, Darbietungen, Spiele und Spaß für die ganze Familie.

Eislaufen, Kinderschminken, Umzüge, Zaubershows und Fackelzüge hingegen gibt es Gröden in St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein.