Reinhold Messner - Bergfex und Superstar

Der Südtiroler bestieg als Erster alle Achttausender, sah den Yeti, ging in die Politik und gründete in seiner Heimat Südtirol fünf Berg-Museen: Reinhold Messner ist mehr als ein Bergsteiger.

Reinhold Messner wurde bekannt durch die Erstbesteigung des Mount Everest ohne die Zuhilfenahme künstlichen Sauerstoffs. Zudem bestieg er als erster Mensch alle 14 Achttausender. Er durchquerte zu Fuß die Antarktis, Grönland, Tibet, sowie die Wüsten Gobi und Takla Makan. Geboren am 17. September 1944 in Villnöss, einem kleinen Seitental des Eisacktales, übte er sich schon von klein auf im Gipfelsturm. Rund 100 Erstbesteigungen auf der ganzen Welt kann Reinhold Messner heute für sich beanspruchen. Durch zahlreiche Vorträge und Fernsehauftritte brachte er das Bergsteigen einem breiten Publikum näher. Von 1999 bis 2004 vertrat Messner die italienischen Grünen im Europäischen Parlament. Seit 2003 widmet er sich seinem Bergmuseums-Projekt "Messner Mountain Museums", "kurz MMM". Fünf Museen in Südtirol (Firmian, Juval, Ortles, Ripa, Corones) und eines in der Nachbarprovinz Belluno (Dolomites) sind das Ergebnis. Sein letztes Museum eröffnete Messner im Jahr 2015 , das MMM Corones. Messner stellt in den Museen Gemälde, Installationen, Kunstgegenstände und Erinnerungsstücke von seinen Reisen aus. Reinhold Messner lebt im Sommer auf Schloss Juval im Vinschgau. In Sulden bewirtschaftet er einen Bio-Bergbauernhof, wo er Yaks züchtet.

Als Autor der Extrem-Erfahrungen machte sich Messner einen Namen. Seine jüngsten Publikationen widmen sich dem Thema Nachhaltigkeit in den Alpen. Einige Titel sind:

  • Die Zukunft der Alpen, Tappeiner (2007)
  • Gebrauchsanweisung für Südtirol, Piper (2006)
  • Gobi: Die Wüste in mir von, Fischer (2005)
  • Mein Leben am Limit: Eine Autobiographie in Gesprächen mit Thomas Hüetlin, Piper (2005)
  • Die Freiheit, aufzubrechen, wohin ich will: Ein Bergsteigerleben, Piper (2003)