Luis Trenker - Legenden schaffen Marken

Mit Filmen wie „Der Berg ruft“ setzte der Grödner Bergsteiger und Filmemacher Luis Trenker den Dolomiten ein Denkmal und machte sie populär. Heute lebt das internationale Mode- und Lifestylelabel „Luis Trenker“ von der Nostalgie des Südtiroler Heimatfilmemachers.

Luis Trenker wurde 1892 in St. Ulrich in Gröden als Alois Franz Trenker geboren. Der leidenschaftliche Bergführer diente als Offizier der österreichischen Armee im 1. Weltkrieg. Danach beendete er sein Architekturstudium und ließ sich in Bozen, das seit Kriegsende zu Italien gehörte, nieder.

1921 wurde er vom deutschen Regisseur Arnold Fanck als Bergführer für den Film "Berg des Schicksals" engagiert. Da der Hauptdarsteller den Kletterszenen nicht gewachsen war, wurde kurzerhand Trenker für die Rolle besetzt. Es folgten weitere Filme, bei denen Luis Trenker als Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor in Erscheinung trat. Bald zog es den Filmemacher nach Berlin und Hollywood, wo er sich an neue Stoffe wagte. Sowohl die Nationalsozialisten als auch die italienischen Faschisten sahen in Trenkers Filmen ideologische Bezugspunkte und unterstützten seine Vorhaben. Mit Publikumserfolgen wie "Berge in Flammen" (1931) oder "Der Berg ruft" (1938) machte Trenker den Freilichtfilm bekannt.

Bei den Nazis in Ungnade gefallen, floh er vor einem Berufsverbot nach Rom, konnte aber an frühere Erfolge nicht anknüpfen. In der Nachkriegszeit dreht er Kurzfilme und Portraits über die Alpen. 1990 starb Luis Trenker und wurde im Ortsfriedhof seiner Heimatgemeinde St. Ulrich beerdigt. Das Museum Gherdëina in St. Ulrich zeigt eine Gedenkausstellung und seinen künstlerischen Nachlass.

Vielen ist heute der Name Luis Trenker durch das gleichnamige Modelabel bekannt. Der Südtiroler Designer Michi Klemera hat den lässig-nostalgischen Freizeitlook der Luis Trenker-Filme zu seinem Markenzeichen gemacht.