Bäuerliches Handwerk - Kostbare Einzelstücke aus Südtirol

Jahrhundertelang spielte das Handwerk eine sehr wichtige Rolle auf Südtirols Bauernhöfen, bis diese Tradition zunehmend in den Hintergrund gedrängt wurde. Die Qualitätsmarke „Roter Hahn“ des Südtiroler Bauernbundes erweckt das „Bäuerliche Handwerk“ zum Leben und schafft den Bauersfamilien somit eine wertvolle Zuerwerbsquelle.Seiner Philosophie bleibt "Roter Hahn" dabei treu und setzt weiterhin auf hohe Qualitätsstandards und strenge Kriterien.

Alles aus einer Hand – vom Rohstoff bis zum Unikat 
Südtirol ist reich an nachwachsenden Rohstoffen: 45 Prozent des Landes sind mit Wald bedeckt, der wertvolles Holz spendet. Fast 30.000 Schafe auf knapp 1.700 Bauernhöfen liefern regelmäßig weiche Wolle. Die Weiterverarbeitung solch regionaler Naturprodukte auf Bauernhöfen hat Tradition: Aus Schaffellen entstanden wärmende Schuhe, aus Holz Geschirr und mithilfe von Weidenzweigen hat man Körbe und Rechen hergestellt. Vielfach wurden die handwerklichen Fertigkeiten von Generation zu Generation weitergegeben. Vor allem von November bis März, wenn die Felder brach lagen, erschloss sich Bauersfamilien so eine weitere wertvolle Zuerwerbs-Möglichkeit am Hof. 

Vom Stall ins Atelier – Bauern mit Kunstsinn 
Erhard Paris vom „Oberhof“ im Ultental ist hauptberuflich Landwirt mit Spezialisierung auf Biofleisch, doch das Flechten hat ihn von Kindesbeinen an fasziniert. Die verwendeten Zweige stammen von Bäumen aus dem eigenen Wald, in einer mehrjährigen Ausbildung im Flechten, holte er sich das nötige Rüstzeug. Mittlerweile umfasst sein Sortiment Deko-Objekte, Lampen und Körbe sowie Taschen und Schmuck, die Interessierte in seiner „Ultner Flechtwerkstatt“ erstehen können. 

Wo die Liebe hinfällt – Passion für Naturmaterialien
Die Liebe zu Holz lockt auch Karl Heinz Windegger vom „Lahngut“ in Lana regelmäßig von seinem Obstgarten in die hofeigene Werkstatt. Herzstück ist die Drechselbank, an der der 50-Jährige viel Zeit verbringt. In einem kleinen Ausstellungsraum werden die modern designten Schalen, Teller und Vasen wie Kunstobjekte für Besucher präsentiert. 

Gut geschnitzt – Bauer liebt sein Holz
Im eigenen Wald hält sich der Bauer Herbert Kerschbaumer ebenso gerne auf wie in der geräumigen Holzschnitzerwerkstatt am Hof. Hier kann man ihm und seinem Vater, ebenfalls ein leidenschaftlicher Holzschnitzer, vor allem in den Wintermonaten beim Schnitzen über die Schulter schauen kann.

Liebe zum Detail – die feinen Holzschnitzereien am Durnholzer See
Idyllisch am Ufer des Durnholzer Sees im Sarntal liegt der Schneiderhof von Helmuth Hochkofler. „Ein Leben ohne Holz kann ich mir gar nicht vorstellen“, erklärt der Bauer. Mit 14 Jahren hat er zu schnitzen begonnen und ist bis heute seiner Begeisterung dafür treu geblieben. Vor allem im Winter sprudeln in der warmen Werkstatt die Ideen für seine Schnitzkunstwerke.

Den Dreh heraus – Drechsler mit Leidenschaft
Die Drechselbank ist das wichtigste Werkzeug in der Werkstatt des Bauern Philipp Sagmeister. Die Arbeit erfordert ein Höchstmaß an Präzision und eine ruhige Hand. „Viele Ideen ergeben sich während der Arbeit“, berichtet der Kunstdrechsler. Ziel ist es, die natürliche Schönheit, die jeder Holzrohling besitzt, herauszuarbeiten.

Fliegende Späne – Geschick an der Drehbank
Das Herz von Stefan Innerbichler vom Tischlerhof in St. Jakob/Ahrntal schlägt für das Drechseln. „Die Handarbeit mit dem Werkstoff Holz hat mich schon immer begleitet“, erklärt der Bauer. Deshalb hat er auf seinem Hof eine Werkstatt eingerichtet. Hier entstehen an der alten, teils hölzernen Drehbank formschöne Schalen, Vasen, Schüsseln, Holzfrüchte und vieles mehr.

Fingerfertig und kreativ – das Heu gekonnt geformt
Am Ortsrand von Steinegg liegt der Gschloarhof von Rosa Lunger und ihrer Familie. Mit großer Leidenschaft fertigt die Bäuerin lustige und lebendige Heufiguren und weitere Floristik-Geschenke, wie beispielsweise Gestecke, Sträuße, Kränze und Deko-Kugeln. Sämtliche Naturmaterialien stammen vom Hof.

Ehrliche Handarbeit – kombiniert mit viel Stil 
Auf Hüte, Taschen und „Patschen“ (Hausschuhe) aus der Wolle von den 30 eigenen Schafen hat sich Rita Amort vom „Amort-Hof“ in Altrei spezialisiert. Nach dem Waschen, Trocknen und Kämmen der kuschelweichen Fasern versteht sie sich darauf, nur mit Hilfe von Wasser, Naturseifenlauge und viel Geduld zauberhafte Objekte aus Filz zu gestalten. Die ausgefallenen Dekors fallen der talentierten Bäuerin übrigens spontan während der Arbeit ein.

Viel Feingefühl – die Kunst am Ei
Mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl ritzt Beatrix Hohenegger vom Gamsegghof in Graun im Vinschgau/Langtaufers Verzierungen, Blumen, mäandernde Linien und sinnige Sprüche in gefärbte Gänseeier. „So fein zu arbeiten, hat mich schon immer fasziniert“, begründet sie ihre Leidenschaft. „Eier sind das Symbol des Lebens und als solches haben sie für mich das ganze Jahr über Saison – nicht nur an Ostern“, ist die Kunsthandwerkerin überzeugt.

Wer suchet der findet - Unikate mit Charakter
Für Walter Schnitzer vom Pardellhof in Naturns ist bereits die Suche nach altem Kastanien- und Eichenholz im hofeigenen Wald eine spannende Aufgabe. Die Herausforderung besteht darin, den besonderen Charakter eines jeden Stückes zu erkennen und in der Verarbeitung gewisse Formen und Muster, die im Holz bereits vorhanden sind, sichtbar zu machen. Das Ergebnis sind faszinierende Unikate, die als Lampen, Schüsseln und Dekorationsgegenstände sehr gefragt sind.

Mehr als nur ein Wort – das Qualitätsversprechen
Auch bei seiner vierten Produktlinie trägt „Roter Hahn“ stets dafür Sorge, dass höchste Qualitätsstandards eingehalten und strenge Kriterien erfüllt werden. So dürfen nur Werkstücke, deren natürliche Ausgangsmaterialien zu 100 Prozent auf einem Südtiroler Bauernhof gewachsen sind, zur Gänze in bäuerlicher Handarbeit gefertigt wurden und allesamt Einzelstücke sind, das begehrte Siegel tragen. Damit lenkt die Dachmarke jene Aufmerksamkeit auf das „Bäuerliche Handwerk“, die es verdient: In der gleichnamigen Broschüre werden die bäuerlichen Künstler sowie deren Arbeit, ihr Hof und ihre wertvollen Produkte in Text und Bild präsentiert, Anfahrtsbeschreibungen erleichtern die Anreise. Darüber hinaus finden Interessierte spannende historische und aktuelle Hintergrund-Infos zum bäuerlichen Handwerk.

Gratis-Bestellung der Broschüre „Bäuerliches Handwerk“ und weitere Infos unter www.roterhahn.it