Naturpark Puez-Geisler

Der Sass Rigais, der Peitlerkofel und das Gardenaccia-Hochplateau

Der Naturpark Puez-Geisler gehört zum Dolomiten UNESCO Welterbe. In ihm finden sich sämtliche für die Dolomiten typischen Gesteinsarten, Ablagerungsschichten und Verwitterungsformen. Die Gesteinsschichten erzählen von fast 600 Millionen Jahren.

Besondere Plätze
Die Villnößer Geisler mit so berühmten Gipfeln wie dem Sass Rigais oder der Furchetta dominieren den Norden des Naturparks zusammen mit den Aferer Geislern und dem markanten Peitlerkofel. Die Villnößer Geisler werden auch als Geislerspitzen bezeichnet. Am besten trifft aber der ladinische Name Odles den Charakter dieses Gebirgszuges. Odles bedeutet nämlich Nadeln. Zwischen den zerklüfteten Berggipfeln blüht und grünt es üppig auf Almen und Wiesen wie der Gampenalm und den Peitlerwiesen. Den Süden des Parks bestimmt der mächtige Gebirgsstock der Puezgruppe. Sie beeindruckt mit der an eine Mondlandschaft erinnernden Hochebene von Gardenaccia, aber auch mit dem Puezkofel, dem Sassongher und den Cirspitzen.

Besondere Tiere und Pflanzen
Das nahezu unberührte Langental bietet Gämsen optimale Bedingungen. Sie fühlen sich auf mit Grasheiden durchsetzten Latschenfeldern wohl, wo sie gerne die jungen Triebe der Alpenrose naschen. Als geschickte Kletterer bewältigen sie auch sehr steile, felsige Hänge. Viele Bergwiesen des Naturparks werden noch regelmäßig gemäht. Dort wächst sogar das seltene Schwarze Kohlröschen. Die meist dunkel purpurfarbenen Blüten der wilden Orchidee duften intensiv nach Vanille. Aber auch der Punktierte Enzian mit seinen hellgelben, dunkel getupftelten Blüten in Glockenform ist ein Hingucker auf diesen artenreichen Bergmähdern.

Besondere Fossilien
In der Puezgruppe wurden bereits etwa 30 verschiedene Arten von Ammoniten gefunden. Die versteinerten Gehäuse dieser einst im Meer lebenden und vor 65 Millionen Jahren ausgestorbenen Kopffüßer zeugen vom Leben in der Kreidezeit.

Naturparkhaus
Das Naturparkhaus in St. Magdalena in Villnöß informiert über die Geologie der Dolomiten, und ein begehbares Luftbild ermöglicht es den Besuchern, die kontrastreiche Landschaft des Naturparks aus der Vogelperspektive zu betrachten.

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