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September 2016

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#4 In der Küche mit YouTuber Stefano Cavada

Seinen Traum hatte er stets im Blick. Durch Internetvideos machte er ihn zum Beruf. Stefano und traditionelle Südtiroler Gerichte.

Stefano Cavada experimentiert gerne und mag innovative Produkte. Wehe, in seiner Speisekammer fehlen Vorratsgläser und im Kühlschrank ist kein Gemüse. Auch ohne Mikrowelle geht es nicht. Wenn ihr Stefano zum Abendessen einladen möchtet, nur zu. Er stellt keine großen Ansprüche. Es reichen Spinatspätzle mit Sahne und Schinken. Aber aufgepasst, bietet ihm nie einen Tomatensalat an. 

#4

Der Apfel-Kaiserschmarrn

Ich habe mitbekommen, dass du sehr auf deine Ernährung achtest.
Es ist wichtig, sich gesund und ausgeglichen zu ernähren. Das heißt nicht automatisch, dass wir auf guten Geschmack verzichten müssen. Meist essen wir, um satt zu werden; jedoch sollte Essen gut für Körper und Seele sein. Das Wichtigste ist, es nicht zu übertreiben.

Kommt es schon mal vor, dass du traditionelle Rezepte veränderst und sie gesünder machst?
Ja, ich versuche öfters, Zutaten wegzulassen oder hinzuzufügen, damit sie leichter verdaubar sind. Auf den Geschmack verzichte ich jedoch nie.

Was erwartest du dir von einem guten Gericht?
Es soll auf jeden Fall satt machen, mich aber auch zufriedenstellen.

Hat die Nachspeise, die du mit Ivonne zubereitet hast, diese Kriterien erfüllt?
Oh, ja! Vor allem ihre Herangehensweise hat mir sehr gefallen.

Wie meinst du das?
Sie hatte keine Angst, Neues auszuprobieren. Den klassischen Schmarrn servierte sie mit Stracchino, einem italienischer Weichkäse, und Marmelade. Eine unerwartete Mischung, die schlussendlich wunderbar zusammenpasste.

Erfindest du gerne traditionelle Rezepte neu?
Ja, ich experimentiere vor allem mit anderen Mehlsorten. Nur wer Neues ausprobiert, entdeckt neue Rezepte. 

Ivonnes Rezept

Kaiserschmarren mit Schwarzplentenmehl und Äpfeln

Zutaten für drei Personen
140 g Buchweizenmehl (sogenannter Schwarzplenten) – 100 g Weizenmehl – 300 ml Milch – 2 Eier – 1 Apfel mit Schale – Salz
Weiteres
10 g Butter – Preiselbeermarmelade – Stracchino – Puderzucker

Das Mehl mit Milch und einer Prise Salz zu einem glatten Teig mischen. Diesen für etwa 30 Minuten ruhen lassen. Die Eier und den geriebenen Apfel unterheben und gut rühren. In einer Pfanne die Butter schmelzen lassen und den Teig eingießen. Jede Seite für etwa zwei Minuten backen. Anschließend in kleine Stücke teilen, mit Puderzucker bestäuben und mit Preiselbeermarmelade und Stracchino, einem italienischen Weichkäse, servieren.

Mit Ivonne hast du auch über Ernährung gesprochen. Hat sie dir den ein oder anderen Tipp gegeben?
Auf jeden Fall; beispielsweise dass der Körper alle Nahrungsmittel benötigt. Obst und Gemüse sind gleichermaßen wichtig wie Fette und Kohlenhydrate. Wer so aktiv ist wie ich, darf sich auch Butter gönnen; im Gegenteil, er benötigt dies. Seit dem Gespräch mit Ivonne habe ich immer welchen im Kühlschrank und schmiere damit das Brot am Morgen.

Was ist dein Lieblingsgericht?
(lacht). Ehrlich gesagt weiß ich es nicht! Das verändert sich von Zeit zu Zeit. Momentan bin ich verrückt nach Hühnerbrust mit Semmelbrösel-Kruste und Senf-Soße.

Ein Südtiroler Gericht, das du auf deinem Blog mit Dinkelmehl veröffentlicht hast.
Genau! Meine Mutter und meine Oma machten es oft. Nun koche ich es so, wie ich es mag.

Was schmeckt dir nicht?
Tomatensalat!

Gibt es Unterschiede zwischen Köchen und Köchinnen?
Hauptberuflich arbeiten vor allem Köche, in der Familie hingegen steht meist die Frau hinter dem Herd. Auch wenn ich bemerke, dass immer mehr Männer abends nach der Arbeit zu Hause kochen. Großer Unterschied ist, dass der Mann systematisch das Rezept befolgt, während die Frau kreativer ist und alternative Kochweisen findet.

Wenn ich deine Rezepte so sehe, erkenn ich in dir beide Komponenten.
Ich experimentiere gerne. Wenn ich eine Torte backe, aber keine Eier und Mehl habe, ist das kein Problem. Dann denke ich mir eine Alternative aus. Der Kuchen wird aber gemacht!

Text: Valentina Casale
Übersetzung: Katja Schroffenegger
Foto: Ivo Corrà
Video: Veronika Kaserer 

Die Fortsetzung der Geschichte

Wir haben gesehen, wie Stefano Kaiserschmarrn mit Äpfeln, Holzkohle-Tagliolini, Sauerkrautsuppe und Schlutzkrapfen zubereitete. Wie findest du, stellt sich Stefano Cavada beim Kochen traditioneller Südtiroler Gerichte an?

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discover

Stefano Cavada.

Stefano Cavada

Von Beruf ist er Vlogger, eine Mischung zwischen Videomaker und Blogger. Er dreht und teilt die Videos auf seinem YouTube-Kanal „Stefano Cavada“.

Küche, Südtirol und Wohlbefinden – das sind die Themen, die ihn beschäftigen.