Der Naturpark Fanes-Sennes-Prags umfasst eine Fläche von rund 25.680 ha. Im Osten ist der Naturpark vom Höhlensteintal begrenzt, im Westen reicht er bis St. Vigil in Enneberg und im Süden bis St. Kassian und folgt dann der Südtiroler Landesgrenze.
Auf den Berghängen verstreut stehen die typischen ladinischen Weiler, die Viles mit ihren urtümlichen Holzbauten. Diese Höfegruppen konnten sich selbst versorgen, in dem sie sich Wirtschaftsgebäude, Backofen etc. miteinander teilten.
Ladinisch bezeichnet die alte Sprache der Dolomitenbewohner, eine Mischung aus Volkslatein und rätisch-keltischer Sprache, die heute noch in den Dolomitentälern gesprochen wird.
Die Fanes-Hochflächen, ein beliebtes Wandergebiet, sind geprägt von Karstbildung, mit den charakteristischen Rinnen und Mulden in denen sich kleine Seen bilden. Überall lugt der von Wind und Wetter abgenutzte Fels hervor.
Der Pragser Wildsee, der in einem wildromantischen Felsenkessel eingezwängt ist und vom majestätischen Seekofel überragt wird, gilt als schönster See der Dolomiten. Beliebtes Ziel im Naturpark ist auch die Plätzwiese, eine ausgedehnte Hochalm am Fuße des beliebten Wandergipfels Dürrenstein.
Das Naturparkhaus für den Naturpark Fanes-Sennes-Prags wurde in St. Vigil in Enneberg im Rautal errichtet. Die Besucher werden über die Entstehung der Dolomiten, das Almwesen und die Fossilien, besonders die im Naturpark entdeckten Knochen des Höhlenbären informiert. Zentraler Bestandteil der Ausstellung ist die Nachbildung der Conturineshöhle, in der Fundstücke, Filmmaterial der Grabungsarbeiten und das Skelett des Höhlenbären integriert sind.