Der Naturpark Sextner Dolomiten umfasst eine Fläche von rund 11.635 ha und liegt in den Gemeinden Toblach, Innichen und Sexten. Er wird im Norden durch das Pustertal, im Osten vom Sextental, im Süden durch die legendären Drei Zinnen und im Westen durch das Höhlensteintal begrenzt.
Die markanten Gipfel und Wände der Sextner Dolomiten übten schon im 19. Jahrhundert eine magische Anziehungskraft auf Bergsteiger aus ganz Europa aus. Die Einheimischen stiegen als Hirten und Jäger gerade soweit hinauf, wie Gras wuchs oder das Wild sich aufhielt. Den ersten Pionieren folgten bald weitere Bergsteiger. Die ersten Schutzhütten boten Unterkunft im Gebirge und verkürzten den Weg zum Einstieg in die Felswände.
Während des Ersten Weltkriegs tobte im Hochgebirge ein verzweifelter Stellungskampf zwischen dem italienischen und dem österreichischen Heer. Zehntausend Soldaten mussten zwei Winter lang in den Bergen ausharren und viele von ihnen fielen der Kälte und dem Schnee zum Opfer. In den Fels gegrabene Stollen und Reste gemauerter Geschützstellungen erinnern an den Gebirgskampf.
Das Naturparkhaus für den Naturpark Sextner Dolomiten hat seinen Sitz im Kulturzentrum Grand Hotel in Toblach, das vor wenigen Jahren saniert und umgebaut wurde. Die Besucher werden informiert über den geologischen Aufbau des Gebietes, über die Kriegsereignisse an der Dolomitenfront sowie über den Tourismus im Naturpark Sextner Dolomiten. In der Erlebniswerkstatt kann die Natur riechend und tastend, mit Augen und Ohren neu entdeckt werden. Im Aquarium tummeln sich Frösche und Lurche.
Im Waldgelände hinter dem Naturparkhaus befinden sich die drei Stationen des Walderlebnisweges. Es sind dies die WaldWunderWelt, das Keltische Baumhoroskop sowie das Baumdorf. Ebenfalls zwei Besonderheiten stellen die beiden Partnerbetriebe des Naturparkhauses dar, welche sich in unmittelbarer Nähe zum Besucherzentrum befinden. Die Schaukäserei Drei Zinnen gibt Einblicke in die Welt der Käseherstellung und Milchverarbeitung. Im Biomassepfad des Fernheizwerks Toblach - Innichen kann direkt beobachtet werden wie aus Holzabfällen thermische und elektrische Energie gewonnen wird.