Grappa
Südtiroler Grappa ist einzigartig in Duft, Aroma und Reinheit.
Die Traubenschale, die zur Herstellung verwendet wird ist besonders reich an Aromastoffen. Es werden keine Zusätze oder Veredelungsstoffe verwendet. Grappa ist ausschließlich eine Italienische Spirituose. Genießen Sie Südtiroler Grappa als harmonische Abrundung zum Essen! Grappa ist nachweislich gut für die Verdauung! Schon im 13. Jahrhundert wussten Mönche um die Heilkraft der Spirituosen.
Das Qualitätszeichen Südtirol garantiert für Sie edle Grappa in Spitzenqualität.
- Es wird ausschließlich Trester von Südtiroler Trauben verarbeitet.
- Zusätze und Veredelungsstoffe dürfen nicht verwendet werden.
- Grappa wird mindestens zwei Mal jährlich von einer unabhängigen Stelle analysiert und kontrolliert.
- Nach genauer Prüfung durch die ANAG (Nationale Vereinigung der Grappaverkoster) wird bei Erreichen von 75/100 Punkten das „Südtiroler Qualitätszeichen" vergeben.
Hier einige Tipps, damit Sie Ihre Grappa in vollen Zügen genießen können.
- Grappa eignet sich sehr gut als Degistif.
- In Italien trinkt man sehr gerne „Caffé corretto". Das ist ein Espresso mit einem Schuss Grappa. „Grappa Sour", „Grappa Highball" oder als Longdrink in Kombination mit Prosecco sind nur einige der unzähligen Möglichkeiten, die Grappa zu genießen.
- Achten Sie auf die Trinktemperatur und das richtige Glas! Junge Grappas trinkt man bei 10 Grad C, aus einem tulpenförmigen Glas. Ältere Grappas schmecken am besten bei 16-18 Grad C, aus einem Cognacglas.
- Richtiges trinken für vollen Genuss: Das Glas zu einem Viertel füllen und 10 bis 15 Minuten warten. Dann den Duft einatmen und wirken lassen. Nachher einen kleinen Schluck nehmen, im Mund zirkulieren und herunterschlucken.
- Lagern Sie Grappa-Flaschen stehend und vermeiden Sie Sonneneinstrahlung und Hitze.
- Machen Sie Ihren Liebsten eine Freude und schenken Sie Südtiroler Grappa zusammen mit den richtigen Grappagläsern.
Qualitätsgrappa wird 20 Jahre alt
Erstmals gibt es einen Film über Südtiroler Schnaps und Destillate
Wussten Sie, dass man 100 kg feuchten frischen Trester benötigt, um neun bis zehn Liter Grappa herzustellen?
- Sechs Brennereien dürfen das „Qualitätszeichen Südtirol" tragen. Sie produzieren jährlich ca. 300.000 Flaschen hochwertige Grappa.
- Seit 1990 gibt es die Schutzmarke „Südtiroler Grappa"
- Grappa braucht Zeit. Sie lagert zunächst sechs Monate im Fass und dann nochmals sechs Monate im luftdichten Glasballon. Erst dann wird sie mit entmineralisiertem Wasser versetzt und abgefüllt.
- Grappa ist was Besonderes. Nur etwas mehr als ein tausendstel aller weltweit getrunkenen Spirituosen ist Grappa.
- Grappa ist frei von Zusätzen und Veredelungsstoffen.
Alkohol
Die Alkoholkonzentration bei frischer Grappa beträgt 70 bis 85 Grad. Kurz vor der Abfüllung wird die Grappa mit entmineralisiertem Wasser verdünnt.
Ausbeute
Aus 100 kg feuchten, frischen Trester entstehen neun bis zwölf Liter Grappa.
Destillation
Durch Destillation werden zwei „flüchtige" Stoffe getrennt (z.B. Alkohol und Wasser). Das Alkohol-Wasser-Gemisch wird erhitzt und durch Abkühlung kondensiert es wieder. Weil Alkohol und Wasser verschiedene Siedepunkte haben, können sie getrennt kondensieren.
Destillationsverfahren
Kontinuierliche Methode
Das ist eine industrielle Methode mit der in kurzer Zeit große Trestermengen verarbeitet werden. Diese technisch zuverlässige Methode ergibt saubere, eher neutrale Grappas, ist aber für Spitzengrappas nicht geeignet.
Diskontinuierliche Methoden für Spitzengrappas
Bei der Dampfdestillation kommen die Trester trocken und ohne jegliche Flüssigkeitszusätze in die Brennkessel. Von unten her strömt 100gradiger Dampf ein und verflüchtigt Alkohol und Aromastoffe. Anschließend wird der alkoholische Wasserdampf im sogenannten Rektifikationsturm destilliert. Dieses System wurde vor etwa 100 Jahren entwickelt.
Weit verbreitet ist die Erhitzung des Brennkessels im Heißwasserbad. Die Trester werden mit einem gleichen Anteil Wasser gemischt und in einem Brennkessel im Wasserbad langsam zum Kochen gebracht. Anschließend wird ebenfalls im Rektifikationsturm destilliert. Dieses System wurde bereits vor der Entwicklung der Dampfdestillation angewandt.
Grappa
Italienisches Destillat aus trockenen Trestern mit einer Zugabe von maximal 25 Prozent flüssigen Weinabfällen (Hefetrub, Weintrub), seit 1989 von der EU als Markenzeichen geschützt.
Traubenbrand
Das ist ein Destillat aus ganzen, vergorenen Trauben. Es darf nicht als Grappa, sondern nur als Acquavite d'Uva bezeichnet werden.
Traubentrester
So nennt man die bei der Weinpressung übriggebliebenen Traubenschalen mit Kernen und Heferückständen.
Weinbrand
Der Weinbrand gehört zu den ältesten Spirituosen Europas. Er wird aus Traubenwein gebrannt. In Italien heißt er Brandy. Als Grappa darf er nicht bezeichnet werden.
Grappa wird in Italien im Jahr 1451 erstmalig namentlich erwähnt. Die Destillationstechnik wurde maßgeblich durch die Jesuiten-Mönche verbreitet. Eine piemontesische Familie stellte mit einer eigenen Destillationsanlage „aquavit" bzw. „grape" in größeren Mengen her. Grappa entwickelte sich in Italien zu einem patriotischen Nationalgetränk. Dennoch verlor sie ihren Ruf als ärmliches Bauerngetränk nicht. Im Ersten Weltkrieg bekamen Italienische Soldaten täglich eine Grappa-Ration, um die Schrecken des Krieges zu mildern. Engagierte Brennmeister haben den Destillationsprozess laufend optimiert. Mitte des 20. Jahrhunderts erhielt die Grappa schließlich die Anerkennung in Gourmetkreisen. Von da an verbreitete sich Grappa auf der gesamten Welt!
Die Grappa ist das einzige Destillat, das aus der Schale der Weintraube gewonnen wird.
Die Schalen werden Trester (italienisch: Graspa) genannt. Frisch duftende, weinhaltige, feuchte Trester aus vollreifem Lesegut sind das Geheimnis für gute Grappe. Der Fruchtzuckergehalt der Trauben und die Aromastoffe in der Traubenschale verleihen der Grappa ihren Charakter und unverwechselbaren Geschmack. Rebsorte und Klima spielen dabei eine wesentliche Rolle. Die Beste Grappa gewinnt man aus Trauben mit hohem Säuregehalt.
Grappa - das Acqua vitae
Die Heimat der Grappa ist der Norden Italiens, wo bereits ab dem 13. Jahrhundert in den Klöstern Schnaps gebrannt wurde. Bei den Bauern war die Grappa sehr beliebt. Sie wurde mit Heilkräutern versetzt und diente zum Einreiben oder als Verdauungsgetränk. Sie wurde daher auch als „Acqua vitae", Lebenswasser, bezeichnet.
Gebrannt mit dem direkten Destillationsverfahren
Die ursprünglichen Brennmethoden waren sehr einfach. Heutzutage gibt es für Grappa-Brenner in Südtirol strenge Richtlinien. Echte Grappa darf nur mittels direkter Destillation der Traubentrester gewonnen werden. Zwei Methoden werden angewendet:
- Die Wasserbaderhitzung
- Die Extraktion mit Wasserdampf
Was ist eine gute Grappa?
Der bekannte Weinjournalist Andreas März hat eine gute Grappa folgendermaßen charakterisiert: "Zuerst einmal hat die Grappa einen unverwechselbaren, sehr aromatischen Duft. Aber sie darf weder grün noch scharf in die Nase stechen und keine Fehlaromen aufweisen. Aggressivität hat nichts mit Typizität zu tun. Der Duft und dessen Intensität hängen stark von den Traubensorten ab. Eine Grappa soll stark sein, aber sie darf nicht brennen. Sie ist warm, weich und ausgesprochen fruchtig."
Glasklar und einzigartig
Für die Produktion der Südtiroler Grappe werden nur ausgesuchte Trester aus Südtirol verwendet, und auch dort destilliert und abgefüllt. Zusätze und Veredelungsstoffe sind verboten. Die hohen Qualitätsmerkmale werden regelmäßig von Kommissionen überprüft. Das garantiert eine Südtiroler Grappa von hoher Reinheit und Qualität, glasklar und einzig in ihrer Art.



