Ab in die Sommerfrische!
30.03.2011
Seit über 100 Jahren kann man im Sommer dank der Bergbahnen die Hitze des Tales hinter sich lassen und die Kühle des Mittelgebirges erreichen.
Die sommerliche Stadtflucht aus dem Bozner Talkessel hat Tradition. Vier Bergbahnen entstanden in den Jahren 1907-1912 an den Hängen von Bozen. Sie sollten bereits bestehende, aber auch neue Naherholungsgebiete technisch erschließen und waren sensationell neue Transportmittel.
Die Rittner Bahn brachte damals Einheimische und Touristen direkt vom Bozner Waltherplatz auf das Rittner Plateau. Die Schmalspurbahn wurde 1966 von einer modernen Seilbahn abgelöst. Eine Nostalgiefahrt von Maria Himmelfahrt über Oberbozen nach Klobenstein mit der alten Bahn ist aber heute noch möglich. Die Seilbahn wurde 2009 mit einer neuen 3-Seil-Bahn ersetzt. Sie macht es möglich die Strecke von Bozen nach Oberbozen in nur elf Minuten zurückzulegen und startet im Vier-Minuten-Takt.
Sonnenplateau Ritten
Für Wanderer, Familien und Erholungssuchende hat die Sommerfrische am Ritten ebenso Tradition wie der Besuch einer Reihe von Naturschönheiten. Hierzu gehören die einzigartigen Erdpyramiden aus späteiszeitlichem Moränenlehm, oder das schönste Panorma der Dolomiten UNESCO Weltnaturerbe. Von Mai bis August sollte der Ausflug am besten durch eine kulinarische Nachtfahrt mit der Rittner Schmalspurbahn abgerundet werden. Leckere Speisen, passender Wein und Musik verwöhnen die Urlauber.
Von den anderen Bozner Bahnen sind heute noch die Kohlerer Bahn (die erste Personenschwebeseilbahn der Welt) und die Jenesiener Seilbahn in Betrieb.
Sommerfrische war nicht nur in Bozen ein Thema. Die Mendel war besonders für die Bürger von Kaltern ein beliebter Aufenthaltsort in den heißen Monaten. Mit dem Bau der Mendelbahn 1903 wurde der Auf- und Abstieg entscheidend erleichtert. Die Mendelbahn fährt heute noch: Seit Mai 2009 können Fahrräder noch leichter transportiert werden und die großen Panoramafenster ermöglichen einen besseren Ausblick auf das Überetsch.
Seit einigen Jahren ist es nun auch wieder möglich, den Meraner Höhenweg und viele neue Wanderziele ohne mühsamen Aufstieg zu erreichen. Mit der neuen Texelbahn „schwebt" man von Partschins auf zum Giggelberg auf 1544 m Höhe und genießt den Panoramablick auf der Texelgruppe und den Meraner Talkessel. Dabei stört nicht ein einziger Seilbahnmast die Sicht: die Texelbahn saust in einem einzigen Spannfeld ohne Stütze zur Bergstation.
Pündtklich zum Start der Skisaison 2010 / 2011 nahm auch die neue Umflaufbahn im Skigebiet Meran 2000 ihren Betrieb auf. Die neue Kabine befördert nun 100 Personen in 7 Minuten auf 1800 Höhenmeter.


