Schloss Rodenegg
1140 von den Herren von Rodank erbaut, ging das Südtiroler Schloss im 16. Jahrhundert an die Freiherren und späteren Grafen Wolkenstein-Rodenegg über, die es zu einer der prächtigsten Ansitze des Landes ausbauten.
Älteste profane Wandmalerei im deutschen Sprachraum
Heute ist das Schloss in sehr gutem Zustand; ein Teil ist sogar noch bewohnt. Die Hauptattraktion ist der 1972 entdeckte und daraufhin freigelegte Freskenzyklus zum Iwein-Epos von Hartmann von Aue, der als die älteste profane Wandmalerei im deutschen Sprachraum gilt (geschaffen zwischen 1200 und 1230).
Sehenswert sind auch die Burgkapelle zum Hl. Michael, der Waffensaal, der Schlossgarten und das so genannte Lauterfresserloch, ein enges Verlies, in dem einst Matthias Perger, der sagenumwobene Lauterfresser (wegen seiner Vorliebe für „Lauteres“ = Suppen), gefangen gehalten wurde. 1645 wurde gegen ihn auf Schloss Rodenegg ein spektakulärer Prozess geführt, in dem er wegen Hexerei zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt wurde.
| Öffnungszeiten | Das Schloss ist von 1. Mai bis 15. Oktober täglich außer samstags geöffnet. Besichtigungen sind ausschließlich im Rahmen von Führungen (dt. und ital.) möglich, die um 11 und um 15 Uhr stattfinden und ca. 1 Stunde dauern. Im Zeitraum von 15. Juli bis 31. August findet zusätzlich eine Führung um 16 Uhr statt. Für Gruppen ab 15 Personen ist eine Reservierung erforderlich. |
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