Das Museion in Bozen
An der Nahtstelle zwischen Altstadt und "Neustadt" steht in Bozen seit 2008 das Museum für Gegenwartskunst, ein eleganter Bau aus Glas und Metall.
Kunst & Sprache
Thematisch greift die Sammlung Südtirols Dreisprachigkeit auf und beschäftigt sich mit der Beziehung von Kunst und Sprache. Das neue museale Gebäude steht genau dort, wo der Fluss Talfer das alte "deutsche" und das in den 1930er Jahren entstandene "italienische" Bozen trennt. Es ist ein idealer Ort, um Kunst als soziale Auseinandersetzung zu fördern. An zeitgenössische Kunst trauen sich demnach Deutsche und Italiener gemeinsam heran. Die zwei Museion-Brücken über die Talfer versinnbildlichen die Verbindung zwischen Zeiten und Kulturen. Auf vier lichtdurchfluteten Ausstellungs-Ebenen und 2.100 Quadratmetern wird in Wechselausstellungen zeitgenössische Kunst, aus den 50er Jahren bis hin zur Gegenwart, gezeigt. Nachts dient die Fassade als Projektionsfläche und wird mit eigens dafür konzipierten Arbeiten bespielt wie eine Kinoleinwand. Veranstaltungen, Ausstellungen, Workshops, ein „Art-Shop“ und eine Bibliothek runden das museale Angebot ab.
Entstehung
1985 gegründet, war das Museion für Jahrzehnte in einem Provisorium untergebracht. Aus einem internationalen Wettbewerb ging das Berliner Architektenbüro Krüger, Schuberth, Vandreike (KSV) als Sieger hervor. Der Entwurf eines langgestreckten Kubus mit verglasten Fassaden wurde umgesetzt und konnte im Mai 2008 eröffnet werden.


