Gault Millau Südtirol 2012 erschienen
25.10.2011
Die neu erschienenen Gourmet-Filbeln "Gault Millau Südtirol 2012" und „Le Guide de l’Espresso Alto Adige-Südtirol“ lassen es wieder Hauben und Mützen regnen auf die Südtiroler Gourmet-Szene. Die krönende Bilanz nach zehn Jahren „Gault Millau Südtirol“: Zum ersten Mal wird die begehrte Auszeichnung der vier Hauben an Küchenchef Norbert Niederkofler vergeben.
2000 und 2001 werden in Südtirol Meilensteine gelegt: Die ersten beiden regionalen Ableger der renommierten Gourmetführer „Le Guide de l’ Espresso“ und „Gault Millau“ erscheinen. Damit dürfen sich die nach strengen Auswahlkriterien bewerteten Restaurants, Hotels und Weingüter erstmals in die Reihe jener stellen, die auch in anderen Ländern Europas zu den Spitzenbetrieben einer Branche zählen. Diesen besonderen Anlass haben die Herausgeber der Gourmetführer „Gault Millau“ und „Le Guide de l’Espresso“ gewählt, um im Rahmen einer Pressekonferenz in der Kochschule „condito“ die Südtirol Jubiläumsausgaben 2012 vorzustellen. Eine wahre Sensation in der Königsdisziplin von „Gault Millau Südtirol“ ist die erstmalige Vergabe von vier Hauben an den Kochkünstler Norbert Niederkofler, Küchenchef im Hotel Rosa Alpina in St. Kassian. Seine Leistungen wurden nicht nur vom wichtigsten Restaurantführer Österreichs, sondern auch vom italienischen Pedant „Le Guide de l’Espresso Alto Adige-Südtirol“ mit der höchsten Punktezahl dotiert. „Südtirols Gastronomie und Weinwirtschaft hat in den vergangenen zehn Jahren stets nach vorne geblickt mit dem Ergebnis, dass das Land heute gastronomisch wie winzerisch zu Europas Spitze gehört,“ resümierte Christoph Engl, Direktor der Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG). Mitverantwortlich für den Qualitätssprung seien auch die regionalen Gastrofibeln, hieß es auf der Pressekonferenz.
Qualitätssprünge im obersten Segment
Die Anzahl der bewerteten Restaurants hat sich in den letzten zehn Jahren nicht signifikant verändert. Wohl aber ist eine Qualitätssteigerung im obersten Segment zu beobachten. Die zweithöchste Bewertung, also drei Hauben, geht in diesem Jahr gleich an vier Restaurants. Mit dem Restaurant Schöneck in Pfalzen und dem Restaurant Jasmin in Klausen gibt es gleich zwei Aufsteiger in Richtung dritter Haube mit jeweils 17 Punkten. Die Gourmetstube Einhorn in Mauls schneidet als Neueinsteiger mit gleich 17 Punkten phänomenal gut ab und nennt ebenfalls drei Hauben ihr Eigen. Mit 18 Punkten keine neue Punktebewertung aber seiner Qualität treu bleibt hingegen das Restaurant Castel in Dorf Tirol; seit nunmehr zehn Jahren Träger von drei Hauben. Zum Vergleich: 2002 zählte der „Gault Millau Südtirol“ nur ein einziges Drei-Hauben-Lokal. In der regionalen Ausgabe von „Le guide de l’Espresso “, die bereits im elften Jahr erscheint, herrscht ein ähnliches Bild: Auch hier lässt sich ein Qualitätssprung in Sachen Gastronomie feststellen.
Blick über den Tellerrand - ein Wettbewerbsvorteil
Das Geheimnis in der Spitzengastronomie, so schreibt der Chefredakteur des Espresso-Führers Luigi Costa im Vorwort der italienischen Gastrofibel, läge am Innovationsgeist der Betreiber. „Jene, die der Zeit immer um einen Schritt voraus sind und etwas anderes als alle anderen kochen, ohne dabei je die eigenen Wurzeln zu vergessen, sind die Treiber“, weiß der Gastrokritiker und Journalist. Um die eigene Herkunft besser zu verstehen und sie auf neue Art und Weise zu interpretieren, helfe ein Blick über den Tellerrand. Südtirol kann sich hiermit glücklich schätzen: Immer mehr junge Köche nutzen diesen Wettbewerbsvorteil und sammeln Arbeitserfahrung im Ausland, weiß der Fachmann.
Weinqualität gleichauf mit Toskana und Piemont
Nicht nur die Gastronomie hat sich für den Weg der Qualität entschieden. Auch der Südtiroler Wein kann sich sehen lassen. Die regionale Ausgabe der „Guide de l’Espresso“ geht sogar so weit und stellt Südtirol in Sachen Weinqualität mit den etablierten Weinregionen Piemont und Toskana gleich. „Besonders bemerkenswert ist die Qualität, wenn man die ausgezeichneten Weine im Verhältnis zur Anbaufläche und zur verkauften Menge sieht“, erklärt Luigi Costa. Der Eisacktaler Sylvaner 2010, von Manfred Nössing/Hoandlhof ist mit 19 Punkten der Sieger in der Wertung. Gefolgt von sechs Weinen mit je 18,5 Punkten. Dieses Jahr fällt auf, dass besonders viele Eisacktaler Weißweine ganz vorne dabei sind.
Service und Ambiente-Award
Der „Gault Millau Südtirol“ hat auch in diesem Jahr zwei Südtiroler Restaurants für den besten Service bzw. das beste Ambiente ausgezeichnet. „Selbst die herausragendsten Kreationen eines Kochs kommen nicht richtig zur Geltung, wenn das Ambiente und der Service nicht stimmen“, erklärte Karl Hohenlohe, Herausgeber des „Gault Millau Südtirol“, bei der Verleihung der beiden Auszeichnungen. Für professionelle und kompetente Serviceleistung hat das Team von La Stüa de Michil in Corvara die Auszeichnung für den besten Service erhalten. Die Wahl für das schönste Ambiente in Südtirol fiel auf das Restaurant 1500 im Vigilius Mountain Resort auf dem Vigiljoch bei Lana.
„Gault Millau Südtirol 2012“ wird über das Verlagshaus Athesia zum Preis von 7,00 Euro vertrieben und auch in deutschen, österreichischen und Schweizer Buchhandlungen angeboten. Im November erscheint „Gault Millau Deutschland“, in welchem auch alle Betriebe der Südtiroler Ausgabe gelistet sind. Besonders lohnend für Web-Affine ist die App für Smartphones. Der Gourmetführer „Le Guide de l’Espresso Alto Adige-Südtirol 2012“ wird in Italien über den Verlag L’Espresso vertrieben und ist im Buchhandel und am Kiosk zum Preis von 6,20 Euro erhältlich.


