Sterzing, Freienfeld, Wiesen, Pfitsch
Die Stadt an den Kreuzungspunkten der alpinen Übergänge Brenner, Jaufenpass sowie Penserjoch wurde reich durch den Silberbergbau.
Bei Sterzing mündet vom Osten das Pfitscher Tal in den breiten Kessel des Eisacktals. Es führt hinein in die die hochalpine Bergwelt der Zillertaler Alpen. Die Stadt Sterzing an den Kreuzungspunkten der alpinen Übergänge Brenner, Jaufenpass sowie Penserjoch wurde reich durch den Silberbergbau. Von ihrer Bedeutung als Handelstadt zeugen prunkvolle Bürgerhäuser, elegante Läden und zahlreiche Gastbetriebe mit typischen Erkern und Treppengiebeln. Zu den Top-Sehenswürdigkeiten zählt der Zwölferturm aus dem 15. Jh, das Multschermuseum mit dem spätgotischen Flügelaltar des Ulmer Bildhauers und Malers Hans Multscher von 1459 und das prächtige spätgotische Rathaus mit römischem Mithrasstein.
Der sonnige Sterzinger Hausberg, Rosskopf, ist ein kleines aber feines Skigebiet. Die 9,6 km lange Naturrodelbahn von der Berg- bis zur Talstation des Rosskopfs gehört zu den längsten Südtirols. Im Sommer präsentiert sich die Umgebung von Sterzing als erstklassiges Wandergebiet. Für den Hochalpinisten bietet die Gletscherwelt der Zillertaler Alpen (mit Hochfeiler, 3.510 m) sowohl einfache als auch anspruchsvolle Touren. Bewirtschaftete Berghütten sind ideale Stützpunkte für eine Rast. Spezialitätenwochen wie "Eisacktaler Kost" und "Joghurttage" gehören zu den gastronomischen Höhepunkten des Jahres.
Geschichte
Zur Zeit der römischen Herrschaft wird die Siedlung Vipitenum das erste Mal erwähnt. 1180 ist sie unter dem bajuwarischen Namen „Sterzengum" urkundlich nachweisbar. Graf Meinhard II von Tirol erhebt Sterzing 1280 zur Stadt und begründet ihren Aufstieg durch Handelsprivilegien. Im 15. Jh. wird der Silber-Bergbau zur bedeutenden Einnahmequelle und beschert der Stadt die prächtigen Patrizierhäuser. Als Handels- und Marktplatz, sowie Gerichtssitz erlebt die Stadt ihre Blüte. Ende des 16. Jh. gehen die Silbervorkommen zur Neige und Sterzing verliert an Bedeutung. Das umliegende Sumpfgebiet wird trockengelegt, um die landwirtschaftlichen Erträge zu steigern.
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