Klausen, Barbian, Feldthurns, Villanders
Weinreben und Kastanienhaine, darin eingebettet idyllische Bauernhöfe prägen das Landschaftsbild im unteren Eisacktal. In dem malerischen Künstlerstädtchen Klausen machte schon Albrecht Dürer Station. Über dem ganzen thront das Kloster Säben.
Klausen wird aus gutem Grund auch Künstlerstädtchen genannt: Die Stadt zeichnet sich nicht nur durch eine malerische Altstadt aus, sie war im 19. Jh. das Mekka renommierter Künstler. Sie verströmt heute noch einen einzigartigen Charme. Viele Wanderwege führen hinauf zu den umliegenden Dörfern, eingebettet in die steilen mit Weinreben bewachsenen Hänge. Nach Barbian, Pardell oder Feldthurns, die zu den Hauptorten des 60 km langen Keschtnweges durch alte Kastanienhaine, gehören. Im herbst steht die Esskastanie bei den Eisacktaler Kastanienwochen oder bei der Veranstaltungsreihe Keschtnigl im Mittelpunkt. In diesem Gebiet liegt auch die Wiege des bäuerlichen Brauchs des Törggelens, bei dem der neue Wein, bäuerliche Kost und Kastanie die Hauptrolle spielen. In Villanders mit dem pittoresken Dorfkern bietet das historische Silberbergwerk einen beeindruckenden Einblick in die Welt des Bergbaus. Oberhalb von Villanders erstreckt sich auf 2000 m die weitläufige Villanderer Alm. Abseits vom Trubel mit herrlicher Bergkulisse ist sie im Sommer ein beliebtes Ziel für Wanderer, im Winter für Langläufer, Rodler, Schneeschuhwanderer und Familien.
Geschichte
Nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches diente der markante Säbener Felsen oberhalb der Stadt als Fluchtburg und frühchristliches Heiligtum. Zwischen ca. 550 und 975 war Säben ein bedeutender Bischofssitz, bevor dieser nach Brixen verlegt wurde.Die geschichtliche Entwicklung der Stadt, die in einer Talenge des Eisacktales liegt, wurde durch den Handels- und Reiseverkehr über den Brenner bestimmt. Die Zollstätte Klausen wurde zum ersten Male im Jahre 1027 geschichtlich genannt, als Kaiser Konrad II. sie als „clusa sub Sabione sita“ dem Brixner Bischof Hartwig übergab. 1208 ließ Bischof Konrad von Rodank in den Spitalwiesen nördlich der Stadt ein Pilgerhospiz erbauen. 1308 wurde die Bezeichnung „stat“ zum ersten Mal für Klausen verwendet.Ab dem 15. Jahrhundert begünstigte der Erzabbau am Pfunderer Berg oberhalb von Villanders die Entwicklung der Stadt. Um durchreisenden Gästen Unterkunft und Verpflegung zu bieten, etablierte sich in Klausen eine bedeutende Wirtshauskultur. Die Theorie, der Minnesänger Walther von der Vogelweide sei in der Nähe der Stadt geboren, führte zu einem ersten Tourismus-"Boom". So logierten im 19. Jahrhundert mehr als 250 Maler und Bildhauer in Klausen.
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